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Achtung, fertig, los! Wettbewerbsfähigkeit wird zum zentralen Thema für deutsche Unternehmen in China

Peking/Guangzhou/Schanghai, 24. Januar, 2024: Heute hat die Deutsche Handelskammer in China ihre Geschäftsklimaumfrage für 2023/24 veröffentlicht. Die Umfrage zeigt, dass deutsche Unternehmen in China einer Reihe von Herausforderungen gegenüberstehen, darunter zunehmender Wettbewerb durch lokale Unternehmen, ungleicher Marktzugang, eine schwächelnde Wirtschaft sowie geopolitische Spannungen.

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AHK Greater China / AHK Greater China

24.01.2024

Peking/Guangzhou/Schanghai, 24. Januar, 2024: Heute hat die Deutsche Handelskammer in China ihre Geschäftsklimaumfrage für 2023/24 veröffentlicht. Die Umfrage zeigt, dass deutsche Unternehmen in China einer Reihe von Herausforderungen gegenüberstehen, darunter zunehmender Wettbewerb durch lokale Unternehmen, ungleicher Marktzugang, eine schwächelnde Wirtschaft sowie geopolitische Spannungen. „Letztes Jahr war ein Realitäts-Check für deutsche Unternehmen in China,” kommentiert Ulf Reinhardt, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Handelskammer in China - Süd- und Südwestchina. Obwohl 83% der befragten Unternehmen glauben, dass die chinesische Wirtschaft einen Abwärtstrend erlebt, wollen 91% dem Markt treu bleiben. 79% erwarten in den nächsten fünf Jahren ein kontinuierliches Wachstum in ihrer Branche und 54% planen weiterhin zu investieren. Davon sagen 79%, dass dies nötig sei, um in China wettbewerbsfähig zu bleiben. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen in China schwächen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, die entschlossen sind, von der Innovationsstärke Chinas zu profiterien,” sagt Reinhardt.

Angesichts der erstarkenden chinesischen Konkurrenz fordert die Deutsche Handelskammer in China die chinesische Regierung auf, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die sich widerum positiv auf das Investitionsvertrauen auswirken sollten. Ulf Reinhardt fügt hinzu: „Die meisten chinesischen Unternehmen haben kaum Anlass, Wettbewerb zu fürchten. Gleiche Wettbewerbsbedingungen werden Produktivität und Innovation in allen Branchen steigern.” 

 

Ergebnisse:

  • Optimismus trotz Marktschwäche: 83% der befragten Unternehmen glauben, dass die chinesische Wirtschaft einen Abwärtstrend erlebt. Allerdings erwarten 64% eine Erholung in ein bis drei Jahren. 42% der Unternehmen erwarten 2024 eine positive Entwicklung ihrer Branche, verglichen mit nur 21% im Jahr 2023. Darüber hinaus erwarten 78% in den kommenden fünf Jahren ein kontinuierliches Wachstum.
  • Investitionen trotz abnehmender Attraktivität des Marktes: 54% der befragten Unternehmen finden, dass die Attraktivität Chinas als Investitionsstandort abnimmt. Dennoch planen 54%, in den kommenden beiden Jahren weiter zu investieren - davon sagen allerdings 79% dass dies nötig sei, um in China wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Innovative chinesische Firmen auf dem Vormarsch: 5% der Umfrageteilnehmer sehen chinesische Unternehmen derzeit bereits als Innovationsführer in ihrer Branche, während 46% dies in den nächsten fünf Jahren erwarten. In der Automobilindustrie betrachten 11% der Unternehmen chinesische Konkurrenten schon jetzt als Innovationsführer, während 58% erwarten, dass dies in den nächsten fünf Jahren der Fall sein wird.
  • Regulatorik verzerrt den Wettbewerb: 32% der befragten Unternehmen betrachten Rechtsunsicherheit als das größte regulatorische Hinternis. Darüber hinaus berichten 22%, dass sie im Vergleich zu ihren lokalen Konkurrenten ungleich behandelt werden. Bei denjenigen, die an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, begegneten mehr als die Hälfte (53%) Hindernisse wie mangelnder Transparenz oder "Buy China"-Tendenzen.
  • Verstärktes Risikomanagement: 44% der deutschen Unternehmen haben Maßnahmen ergriffen, um potenzielle Risiken im Zusammenhang mit ihrem Chinageschäft zu mindern. 83% begründen diesen Schritt mit geopolitischen Spannungen, 45% sehen die wirtschaftliche Entwicklung Chinas als wichtigen Faktor. Zu den Maßnahmen gehören der Aufbau von China-unabhängigen Lieferketten (45%), die Aufnahme zusätzlicher Geschäftsaktivitäten außerhalb Chinas (40%), aber auch die Lokalisierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb Chinas (34%).

 

Über die Geschäftsklimaumfrage 2023/24

Zwischen dem 5. September und dem 6. Oktober 2023 haben insgesamt 566 Mitgliedsunternehmen der Deutschen Handelskammer in China an der Umfrage teilgenommen. Damit ist die Studie eine der repräsentativsten Erhebungen zur Stimmung der deutschen Wirtschaft in China. Die Umfrage wurde 2007 zum ersten Mal durchgeführt - sie ist die wichtigste Publikation der Kammer und die Grundlage für die Vertretung der Interessen der deutschen Wirtschaft in China.

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