Der lokale Vorteil von Hannover Milano Fairs: Warum deutsche KMU auf dem Deutschen Pavillon in China ausstellen
Hannover Milano Fairs (HMF), ein in China ansässiges Joint Venture der Deutschen Messe AG und der Fiera Milano S.p.A., ist seit 40 Jahren fest im chinesischen Markt verankert. Mit Hauptsitz in Shanghai betreibt das Unternehmen drei Niederlassungen in Peking, Guangzhou und Jinan sowie drei Joint Ventures in Guangzhou, Shenzhen und Shanghai.
HMF ist ein enger strategischer Partner von AHK Greater China Fair Solutions. Fair Solutions ist in der fortschrittlichen Industrie angesiedelt und fördert mit umfangreichen Ressourcen und professionellen Dienstleistungen den bilateralen Handel und Investitionen zwischen Deutschland und China. Damit dient das Unternehmen als wichtige Brücke für industrielle Zusammenarbeit und Wissensaustausch.
HMF veranstaltet jährlich fast 30 Messen in China, darunter bekannte Flaggschiff-Veranstaltungen wie PTC ASIA, CeMAT ASIA, Industrial Automation Show (IAS), Metalworking and CNC Machine Tool Show (MWCS) und Chengdu Motor Show (CDMS).
Gary Liu, Geschäftsführer von Hannover Milano Fairs China Ltd.:
Die Partnerschaft mit der AHK Greater China ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie zur Förderung der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation. Als offizieller Vertreter der deutschen Industrie in China bietet AHK Greater China ein umfangreiches Unternehmensnetzwerk und wertvolle Marktkenntnisse. Enge Zusammenarbeit mit AHK Greater China hat nicht nur die Internationalisierung unserer Plattformen verbessert, sondern auch präziseres und effizienteres Business Matchmaking sowie besseren Marktzugang für unsere Aussteller ermöglicht. Diese Koopoeration wird von uns hoch geschätzt und wir freuen uns darauf, sie noch weiter zu vertiefen, um sowohl deutschen als auch chinesischen Unternehmen bedeutende Möglichkeiten zu bieten.
Deutsche Messe wurde 1947 gegründet und verfügt über mehr als 75 Jahre Erfahrung in der Organisation von Handelsmessen. Sie betreibt eine der modernsten Messeanlagen der Welt - Messegelände Hannover mit einer Nettoausstellungsfläche von 466.100 Quadratmetern. Fiera Milano zählt ebenfalls zu den weltweit größten Messeveranstaltern und ist bekannt für Expertise in den Bereichen Konsumgüter, Design und Lifestyle. Die beiden Muttergesellschaften ergänzen sich gegenseitig und bringen internationale Visionen und Branchenvielfalt in das Joint Venture ein.
Im dynamischen chinesischen Markt einen Anker finden
China zählt zu den dynamischsten Märkten weltweit mit starker industriellen Basis sowie umfassendem Lieferkettensystem. Die Umsetzung der chinesischen Dual-Circulation-Strategie (Strategie der zwei Kreisläufe) schafft neue Möglichkeiten für den globalen industriellen Austausch.
Als internationale Plattform bringt HMF nicht nur fortschrittliche Technologien nach China, sondern unterstützt auch chinesische Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion. Der Schlüssel dazu liegt in tiefgreifender Lokalisierung, Integration globaler Ressourcen und interkultureller, branchenübergreifender Koordination.
HMF legt großen Wert auf den Aufbau starker lokaler Teams und enge Zusammenarbeit mit Branchenverbänden. Darüber hinaus werden regionsspezifische Strategien umgesetzt, wodurch jede Messe auf die besonderen Prioritäten für die industrielle Entwicklung der individuellen Städte zugeschnitten wird. Dadurch werden Relevanz und Anpassungsfähigkeit der Handelsmessen sichergestellt. Gleichzeitig nutzt HMF das eigene globale Netzwerk, um hochwertige internationale Inhalte vorzustellen und globale Attraktivität der Plattform zu steigern.
„Die strategische Zusammenarbeit mit Partnern wie AHK ermöglicht es uns, nah an den realen Bedürfnissen deutscher Unternehmen in China zu bleiben und sie so beim sicheren Navigieren des Marktes zu unterstützen. Diese Kombination aus globaler Vision und lokaler Umsetzung ist die Grundlage unseres langfristigen Erfolgs und des Vertrauens, das wir uns bei unseren Partnern erarbeitet haben“, so Gary Liu.
Die Partnerschaft von HMF und AHK Greater China ist eine höchst synergetische strategische Allianz, nicht nur eine projektbezogene Zusammenarbeit. Sie basiert auf gegenseitigem Vertrauen, sich ergänzenden Stärken und einer gemeinsamen Vision, einem Modell der „gemeinsamen Wertschöpfung“, bei dem 1+1>2 gilt.
„Ihre Organisation verfügt über ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und politischen Trends, die sich auf deutsche Unternehmen in China auswirken, während wir über Kernkompetenzen in der Organisation internationaler Handelsmessen, dem Aufbau von Branchenplattformen und der Förderung von Ökosystemen verfügen. Im Laufe unserer gesamten Zusammenarbeit haben beide Seiten ein hohes Maß an Agilität bewiesen, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren, flexibel und gemeinsam Projekte zu entwickeln und diese dann mit quantifizierbaren Ergebnissen umzusetzen“, erklärte Gary Liu.
Kurzfristig konzentriert sich die Zusammenarbeit von HMF und AHK Greater China auf die Schaffung wertvollerer und maßgeschneiderter Plattformen für deutsche Unternehmen, die wichtige Bereiche wie Business Matchmaking, Technologiepräsentationen und Auslegung von politischen Richtlinien abdecken. Durch Handelsmessen und damit verbundene Veranstaltungen sollen deutschen Unternehmen in China dabei unterstützt werden, „sichtbarer, zugänglicher und mit besser passenden Partnern zusammengebracht“ zu werden.
HMF ist bestrebt, die Zusammenarbeit mit der AHK durch umfassendere und tiefgreifendere Initiativen auszubauen, mit Schwerpunkt auf Projekten mit hoher Wirkung. Gary Liu hob insbesondere die Begeisterung für die bevorstehende China International Emergency Management Exhibition (CIEME) hervor, die in Partnerschaft mit INTERSCHUTZ entwickelt wurde. Diese Plattform wird Deutschlands Führungsrolle in den Bereichen Notfallmanagement, Brandschutz und industrielle Sicherheitstechnologien strategisch auf Chinas Agenda als „Manufacturing Powerhouse (Produktions-Powerhouse)“ ausrichten und so grenzüberschreitende Innovationen und Resilienz fördern.
Darüber hinaus hofft HMF auf eine Zusammenarbeit mit der AHK auf der CeMAT ASIA, um die „Deutsche Themenzone für intelligente Logistik und Automatisierung“ weiterzuentwickeln und ein involvierenderes und interaktiveres Modell für die deutsch-chinesische Industriezusammenarbeit zu schaffen, das multidimensionale Inhalte, Messepräsentationen, Thought-Leadership-Foren und einen gegenseitigen Talentaustausch integriert.
Die langfristige, strategische Mission: Beide Seiten beabsichtigen, einen institutionalisierten Kooperationsmechanismus zu etablieren, um gemeinsam eine Plattform für den deutsch-chinesischen Industriedialog aufzubauen, die Angleichung bilateraler Standards zu fördern und ein nachhaltiges und zuverlässiges Business-Ökosystem zu schaffen.
Warum im Deutschen Pavillon ausstellen?
Eine Teilnahme am Deutschen Pavillon bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) deutliche Vorteile gegenüber einer individuellen Teilnahme. Der wirksame Einsatz gemeinsamer Ressourcen, Glaubwürdigkeit und strategische Unterstützung fördern Marktdurchdringung und operative Effizienz.
- Kosteneffizienz mit professioneller Unterstützung: Der Deutsche Pavillon bietet umfassende logistische und operative Unterstützung, einschl. Standdesign, Visakoordination und technische Expertise. So können KMU Kosten senken und gleichzeitig eine professionelle Durchführung gewährleisten. Dieser optimierte Ansatz macht fragmentierte Dienstleistungen von Drittanbietern überflüssig und ermöglicht es Unternehmen, Ressourcen auf Kernziele zu fokussieren.
- Zugang zu Öffentlichkeitsarbeit und Exponierung: Der Deutsche Pavillon ist strategisch günstig in stark frequentierten Ausstellungsbereichen positioniert und zieht ein hohes Besucheraufkommen an. In Verbindung mit professionell durchgeführten Werbekampagnen – darunter digitale Kontaktpflege, Medienpartnerschaften und Branding vor Ort – profitieren KMU von einer erhöhten Sichtbarkeit und stellen sicher, dass ihre Innovationen und Dienstleistungen die Aufmerksamkeit der Branchenzielgruppe auf sich ziehen.
- Verbesserte Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit: Die Marke „Made in Germany“ steht für Qualität und Innovation und verbessert die Marktpositionierung von KMU. Durch eine Teilnahme am Deutschen Pavillon erhalten Aussteller eine einheitliche, wirkungsvolle Präsenz, die das Interesse internationaler Einkäufer, Investoren und Medien weckt und ihre Glaubwürdigkeit in wettbewerbsintensiven Märkten stärkt.
- Möglichkeiten zum Networking und für Partnerschaften: Der Deutsche Pavillon fungiert als strategischer Knotenpunkt für B2B- und B2G-Kontakte und vernetzt KMU durch ausgewählte Veranstaltungen, Foren und Matchmaking-Sessions mit Branchenführern, Entscheidungsträgern und potenziellen Partnern. Teilnehmer erhalten Plattformen zum Austausch von Marktkenntnissen, Erkundung von Kooperationen und Bündelung von Ressourcen, während der direkte Zugang zu und Brancheninsidern neue Wege für nachhaltige Partnerschaften eröffnet.
Bei einer Einzelteilnahme kann es für KMU aufgrund geringer Sichtbarkeit und begrenzten Informationskanälen schwierig sein, diese Vorteile von Ausstellungsgruppen zu nutzen.
Mehr als nur Stände: Das 5-Schritte Engagementsmodell
Darüber hinaus macht der Deutsche Pavillon aus „Standbesuchen“ während einer Messe systematisch hochrangige Beziehungen zu Großunternehmen. Das Kernstück besteht daraus, deutsche KMU und Hidden Champions auf die gleiche Bühne zu bringen und mithilfe einer Kombination aus offizieller Unterstützung, präzisem Matching und vielfältigen Szenarien in einen Dialog mit großen Unternehmen zu bringen:
- Offizielle Einladung - Chefetage auf die Gästeliste.
Der Deutsche Pavillon lädt strategisch Fortune-500-Unternehmen und/oder chinesische Branchenführer zu seinen Eröffnungsfeierlichkeiten und VIP-Führungen ein und positioniert KMU neben namhaften Unternehmen. Auf der eigens eingerichteten „Bühne des Deutschen Pavillons“ finden Technologiepräsentationen von Großunternehmen statt, während die nahe gelegenen KMU Stände vom Besucherstrom profitieren und so einen „Halo-Effekt“ erzielen, der Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit verstärkt. - Vorab vereinbarte B2B-Termine – 20 Minuten, die sechs Monate Kaltakquise ersetzen.
Mithilfe von Big Data und manueller Prüfung führt der Deutsche Pavillon eine Vorauswahl durch und bringt KMU mit Einkaufsleitern und technischen Leitern von Zielunternehmen zusammen. Vorab vereinbarte 20-minütige Treffen während der Veranstaltung ersetzen monatelange Kontaktaufnahmen. Gleichzeitig leiten Koordinatoren vor Ort spontane Käuferanfragen an die entsprechenden Aussteller weiter, sodass keine Gelegenheit verpasst wird. - Gemeinsames Storytelling auf der Bühne – lassen KMU im Rampenlicht der Flaggschiffmarken stehen.
Der Deutsche Pavillon bietet parallel zur Handelsmesse verschiedene zusätzliche Veranstaltungen an. Vertrauliche Roundtable-Gespräche im Anschluss ermöglichen vertiefte Diskussionen, die oft in Absichtserklärungen (LOIs) münden. - Soft-Contact-Zonen – setzen Sie das Gespräch nach Messeschluss fort.
VIP-Lounges, Themen-Dinner und zwanglose gesellige Runden (vielleicht mit deutschem Bier) fördern den natürlichen Dialog zwischen KMU und Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft. Diese ungezwungene Atmosphäre baut formelle Barrieren ab und verwandelt kurze Begegnungen in Beziehungen. - 90-Tage Nachverfolgung – der Pavillon arbeitet auch nach Veranstaltungsschluss weiter.
Nach der Veranstaltung organisiert der Deutsche Pavillon Werksbesichtigungen, technische Deep Dives und Vertragsverhandlungen in den Unternehmenszentralen und setzt so Messekontakte in unterzeichnete Verträge um. Dieses „geschlossene System” stellt sicher, dass KMU anfängliches Interesse in konkrete Ergebnisse umsetzen können.