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Innovation stärken und Zusammenarbeit ausbauen in einem sich rasant entwickelnden Markt

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Dariusz Czaja (TRUMPF Huettinger Electronics Asia) erläutert, wie das Unternehmen trotz dynamischer Markt und geopolitischer Risiken durch lokalisierte Produktion und F&E, eine starke regionale Präsenz in Asien, kundennahe Services sowie gezielte Innovationen einschließlich einer schrittweisen Nutzung von KI – Wachstum in Photovoltaik, Display und Halbleiteranwendungen vorantreibt.

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AHK Greater China / AHK Greater China

Dariusz Czaja ist Managing Director von TRUMPF Huettinger Electronics Asia. Er ist seit 18 Jahren in der Gruppe tätig und arbeitete viele Jahre in Polen und Deutschland, bevor er nach China wechselte und 2017 die Rolle des General Managers von TRUMPF Huettinger Electronics China übernahm.

 

Im Jahr 2023 wurde er – als Reaktion auf die Anforderungen des Unternehmenswachstums – zum Managing Director von TRUMPF Huettinger Electronics Asia ernannt.

 

Herr Czaja hat einen Abschluss in Elektrotechnik von der University of Technology and Humanities in Kazimierz-Pułaski Radom (Polen) und ist Mitglied des Executive Committee des International Semiconductor Executive Summit.

 

In diesem Artikel berichtet Herr Czaja über seinen Weg bei TRUMPF Huettinger, darüber, wie das Unternehmen den herausfordernden und zugleich schnell wachsenden Markt navigiert, und wie es Veränderungen sowie Chancen durch Innovation und neue Technologien aktiv nutzt.

 

Herr Czaja verfügt über langjährige Erfahrung im Betrieb und Management von Geschäftsbereichen rund um Prozessstromversorgungen für Photovoltaik, Halbleiter, Displays, Glasbeschichtungen und weitere Anwendungsfelder.

 

Seine berufliche Laufbahn bei TRUMPF Huettinger begann 2007 in der polnischen Niederlassung. 2008 wechselte er an den Hauptsitz in Freiburg und übernahm 2017 Führungsverantwortung in Shanghai. Die dort gesammelte internationale Erfahrung bereitete ihn gezielt auf diese Aufgabe vor.

 

Die Führungsphilosophie von Herrn Czaja passt zur Unternehmenskultur von TRUMPF Huettinger. Er möchte das Team wie eine große Familie führen und begleiten. Jede und jeder hat klar definierte Aufgaben, die zum Geschäftserfolg beitragen. Teamwork ist essenziell, um herausragende Leistung zu erbringen. Der Schlüssel dazu liegt in Transparenz und wirksamer Kommunikation. Das Team muss sich gehört und wertgeschätzt fühlen. Zudem motiviert er, indem er aufzeigt, wie stark der eigene Beitrag die Gesamtentwicklung des Unternehmens beeinflusst.

 

Das Leben und Arbeiten in Polen, Deutschland und China hat ihm ein tiefes Verständnis für interkulturelle Zusammenarbeit vermittelt. Seine Erfahrungen in globalen Märkten, unterschiedlichen Industrien und verschiedenen Geschäftsumfeldern haben seinen Ansatz für Marktanalyse und Business Development geprägt.

 

Darüber hinaus spielt die lokale asiatische Kultur mit ihrem Fokus auf Unterstützung, schnelle Anpassung an lokale Gegebenheiten, Selbstvertrauen und starke Führung eine zentrale Rolle beim Aufbau wirksamer Geschäftsstrategien. Er ist überzeugt, dass die Verbindung einer globalen Unternehmensvision mit lokaler Umsetzung nicht nur reale Geschäftschancen schafft, sondern auch das Wachstum zentraler Industrien vorantreibt.

 

1922 gründete der Elektroingenieur Fritz Hüttinger in Freiburg sein gleichnamiges Unternehmen zur Herstellung elektrischer Geräte. Ein Jahr später entstand TRUMPF, als Christian Trumpf die mechanischen Werkstätten der Julius Geiger GmbH in Stuttgart übernahm. Die frühen Produkte waren flexible Wellen für Anbauwerkzeuge und richteten sich zunächst an zahnmedizinische und drucktechnische Anwendungen.

 

Ab 1949 lieferte Hüttinger Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren für Induktionsanwendungen. 1979 stieg TRUMPF in die Lasertechnologie ein und präsentierte mit der TRUMATIC 180 LASERPRESS eine kombinierte Stanz- und Lasermaschine. Parallel dazu entwickelte Hüttinger Stromversorgungen für Laseranwendungen. 1990 integrierte TRUMPF Hüttinger in die TRUMPF Gruppe.

 

Heute zählt TRUMPF zu den weltweit führenden Unternehmen für Werkzeugmaschinen, Lasertechnologie und Elektronik für industrielle Anwendungen. Ziel ist es, Produktionstechnologien weiterzuentwickeln und digital zu vernetzen, um sie noch effizienter, präziser und zukunftssicherer zu machen.

 

Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte die TRUMPF Gruppe mit rund 19.000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro.

 

Navigation durch ein herausforderndes Geschäftsumfeld

Am Markt nahm insbesondere der Photovoltaik-Sektor stark Fahrt auf, getrieben durch steigende Volumennachfrage und neue Investitionen in Fertigungskapazitäten. Gründe für den Boom sind unter anderem neue Technologien mit höherer Solarzelleneffizienz wie PERC, TOPCON und in den vergangenen zwei Jahren HJT, gesunkene Produktionskosten für Solarmodule, eine verbesserte Lieferkette für Materialien sowie staatliche Initiativen zur Diversifizierung der Energiequellen. Hinzu kommen veränderte Marktdynamiken im Kontext des Klimawandels und steigender CO₂-Emissionen, die die Nachfrage nach sauberer Energie weiter erhöhen.

 

TRUMPF Huettinger liefert hochmoderne Plasma-Power-Lösungen, die sich mit verfügbaren Plattformen schnell skalieren lassen und neue Anforderungen in Fertigungsprozessen erfüllen. Die Plasma-Stromversorgung ist eine der wichtigsten Komponenten in Anlagen zur Solarzellenproduktion. Etwa die Hälfte der heutigen Solarzellen wird mit TRUMPF-Huettinger-Technologie hergestellt. Zudem ist das Unternehmen sehr gut positioniert im Bereich Displays und großflächiger Glasformate, wie sie beispielsweise in Gebäuden eingesetzt werden.

 

Im Jahr 2020 erlebte TRUMPF Huettinger, wie viele andere Unternehmen, Herausforderungen in der Lieferkette sowie eine stark steigende Nachfrage in verschiedenen Branchen wie Display, Solar, Glas und dem boomenden Halbleitersektor. Das Unternehmen entschied sich, eine lokale Präsenz in China aufzubauen, einschließlich Produktion und Produktentwicklung, und zugleich Kompetenzen in ganz Asien auszubauen. Diese Strategie ermöglichte es, die Geschäftsexpansion in den folgenden Jahren bis heute fortzusetzen.

 

Die aktuelle Marktdynamik wird vor allem durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Energiewende und technologische Innovation getrieben, und TRUMPF Huettinger fokussiert genau diese Felder. Zusätzlich zur Lokalisierung der Produktion und F&E in Taicang, China, wurde die Präsenz in Asien weiter ausgebaut, unter anderem durch ein Technologiezentrum in Japan, ein Technikzentrum in Malaysia sowie erweiterte Serviceangebote in Südostasien. Diese regionale Nähe ermöglicht kürzere Reaktionszeiten, einen besseren Zugang zu Trainings und Services sowie eine schnellere Anpassung an lokale Kundenbedürfnisse.

 

China bleibt für TRUMPF Huettinger ein zentraler Markt. Zu den wichtigsten Herausforderungen in China zählen geopolitische Spannungen, sich schnell verändernde Marktdynamiken, etwa in der Solarindustrie, sowie die Notwendigkeit, technologisches Know-how zu schützen, während man sich in einem wettbewerbsintensiven und sich wandelnden regulatorischen Umfeld bewegt.

 

Um die kundenorientierte Strategie von TRUMPF Huettinger umzusetzen, nimmt Herr Czaja häufig an Kundenbesuchen teil, um Herausforderungen und Bedürfnisse besser zu verstehen. Er schätzt den persönlichen Austausch mit Management-Teams, um Synergien zu identifizieren und weitere Geschäftsentwicklungspotenziale zu erschließen.

 

Das Unternehmen bietet seinen Kunden weltweit verschiedene Plattformen, darunter die eigene Asia Plasma Electronic Conference, und nimmt aktiv an wichtigen Veranstaltungen und Messen wie SNEC und SEMICON teil. Die positive Resonanz auf Technologie und Services wird zusätzlich durch Auszeichnungen als Top Supplier bestätigt.

 

Innovation annehmen, Zusammenarbeit stärken

In einem sich kontinuierlich wandelnden Markt verfolgt TRUMPF Huettinger technologische Innovationsstrategien, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Das starke F&E-Team ist auf die Entwicklung von Stromversorgungen spezialisiert. Mit einem resilienten Innovationsansatz und einer umfangreichen Produkt-Roadmap ist das Unternehmen in der Lage, maßgeschneiderte Stromversorgungslösungen anzubieten, die auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind und gleichzeitig kosteneffizient bleiben.

 

Der Fokus liegt darauf, Beziehungen zu Geschäftspartnern zu stärken und gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln, nicht nur für Anlagenhersteller, sondern auch für die Produzenten, die die Anlagen betreiben und die Stromversorgungen einsetzen. Die Produkte liefern hohe Performance und Zuverlässigkeit und geben Kunden Sicherheit. Ergänzende Services tragen zusätzlich zu diesem Erfolg bei.

 

Durch den Ausbau des Serviceumfangs plant TRUMPF Huettinger, KI-Tools schrittweise und mit Bedacht in Geschäftsprozesse zu integrieren, da Datensensibilität und Vertraulichkeit hohe Priorität haben. Ein Pilotprojekt läuft bereits im Bereich Marketing-Tools mit Fokus auf Kampagnen- und Content-Erstellung. Weitere Einsatzfelder werden geprüft, in denen KI die Effizienz steigern und unterstützen kann.

 

Als verlässlicher und kontinuierlicher Partner arbeitet TRUMPF Huettinger mit der AHK Greater China in verschiedenen Geschäftskontexten zusammen.

 

Die Networking-Events und Seminare liefern aktuelle Einblicke in politische Rahmenbedingungen und ermöglichen den Austausch mit anderen Branchenexperten. Auf Ebene des Corporate Managements ist es entscheidend, relevante Informationen effizient zu erfassen und Trends klar einzuordnen.

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