Von der Markterschließung zum Innovationspartner: Henkel verbindet globale Synergien mit chinesischer Geschwindigkeit
- Von einem frühen Markteinsteiger zu einem Partner für gemeinsame Innovationen: Henkel verbindet globale Stärken mit Chinas Innovationsdynamik.
- Ein breit aufgestelltes Produktions- und Liefernetzwerk stärkt widerstandsfähige Lieferketten und unterstützt Wachstumsbranchen wie Elektronik und Automobilindustrie.
- Zusammenarbeit, Vertrauen und langfristiges Denken schaffen nachhaltigen Mehrwert für die Zukunft.
Als Henkel 1971 sein erstes Repräsentanzbüro in Hongkong eröffnete, konnte kaum jemand die Tiefe und Bedeutung der Beziehung erahnen, die sich daraus entwickeln würde. Was als früher Markteintritt begann, entwickelte sich parallel zu Chinas wirtschaftlichem Aufstieg. Heute ist China für Henkel nicht nur einer der wichtigsten Märkte, sondern ein Ort, an dem Innovation, Produktion, Nachhaltigkeit und Talente zusammenkommen.
Henkel, Mitglied der AHK Greater China, gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Klebstoffen, Dichtstoffen und funktionalen Beschichtungen. Darüber hinaus umfasst das Portfolio bekannte Marken aus den Bereichen Haarpflege und Waschmittel, darunter Persil, Schwarzkopf, Loctite und Technomelt.
In den vergangenen 55 Jahren hat Henkel seine Präsenz in China grundlegend weiterentwickelt. Aus der Einführung globaler Expertise entstand ein tief integriertes lokales Netzwerk aus Forschung und Entwicklung, Produktion, Lieferkettenmanagement und strategischen Partnerschaften. Diese Entwicklung prägt Henkels heutige Rolle in China und bildet die Grundlage für die kommenden Jahrzehnte.
„Seit der Eröffnung unseres ersten Repräsentanzbüros in Hongkong im Jahr 1971 sind wir gemeinsam mit der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas gewachsen“, erklärt Anna An, Präsidentin von Henkel Greater China. „Für Henkel ist China nicht nur ein Markt. China ist ein Zuhause für gemeinsame Wertschöpfung und nachhaltiges Wachstum – heute und in Zukunft.“
Für Anna An basiert dieses Engagement sowohl auf jahrzehntelanger Erfahrung als auch auf Vertrauen in die Zukunft. Trotz eines komplexen globalen Umfelds zeige China weiterhin ein robustes Wachstum und biete damit eine solide Grundlage für langfristige Investitionen und Innovationen. Nationale Entwicklungsziele wie hochwertige Entwicklung, die Förderung neuer Produktivkräfte sowie die grüne Transformation stimmen eng mit Henkels strategischer Ausrichtung überein.
Während Henkel sich auf sein 150-jähriges globales Jubiläum und zugleich auf 55 Jahre Präsenz in China im Jahr 2026 vorbereitet, bekräftigt Anna An das Vertrauen des Unternehmens in den chinesischen Markt sowie die Bereitschaft, weiterhin in Innovation, Produktion und Talententwicklung vor Ort zu investieren.
Innovation mit chinesischer Geschwindigkeit: Wie lokale Forschung, Entwicklung und Produktion das Wachstum vorantreiben
Chinas Ruf für hohe Geschwindigkeit zeigt sich besonders deutlich im Bereich der Innovation. Technologische und industrielle Fortschritte entstehen zunehmend in China, wobei Ideen in bemerkenswert kurzer Zeit den Weg vom Labor auf den Markt finden. Für multinationale Unternehmen ist es sowohl eine Herausforderung als auch eine Notwendigkeit, mit diesem Tempo Schritt zu halten und gleichzeitig globale Qualitätsstandards einzuhalten.
„China hat beeindruckende Fortschritte in Technologie und Industrie erzielt. Viele Innovationen entstehen heute in China und gelangen schneller denn je von der Forschung in die praktische Anwendung.“
Während viele internationale Unternehmen über „Local-for-Local“-Strategien sprechen, ist dieses Prinzip bei Henkel längst fester Bestandteil des Tagesgeschäfts. Das Unternehmen baut seine Innovationskapazitäten sowohl im Konsumenten- als auch im Industriebereich kontinuierlich aus.
Im Industriebereich hat Henkel ein umfassendes Innovationsökosystem geschaffen. Das Inspiration Center Shanghai (ICS) und das Adhesives Application Engineering Center ermöglichen einen nahtlosen Übergang von Forschung zu Industrialisierung. Dadurch kann Henkel schnell auf lokale Marktanforderungen reagieren und gleichzeitig die Einbindung in das globale Innovationsnetzwerk sicherstellen.
Das ICS stellt einen bedeutenden Meilenstein dar. Mehr als 500 Wissenschaftler und technische Experten arbeiten dort in den Bereichen Produktentwicklung, Anwendungstechnik und technischer Service. Das Zentrum dient Kunden aus unterschiedlichsten Branchen und versteht sich nicht als klassisches Forschungszentrum, sondern als Plattform für kollaborative Innovation. Lokale Erkenntnisse werden dort in skalierbare Lösungen für den asiatisch-pazifischen Raum umgesetzt und gleichzeitig in das globale Innovationsnetzwerk von Henkel eingebunden.
Produktionsstärke als Wettbewerbsvorteil
Neben Innovation bleibt die Fertigung ein zentraler Erfolgsfaktor. Mit Investitionen von nahezu 900 Millionen RMB nahm das Kunpeng-Werk in Yantai im Jahr 2025 den Probebetrieb auf. Die Anlage erweitert Henkels Kapazitäten für Hochleistungsklebstoffe und bedient Wachstumsbranchen wie Elektronik, Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrt.
Ebenso wichtig ist der Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten. Henkel setzt dabei auf Größe, Diversifizierung und lokale Flexibilität. Jahrzehntelange Lokalisierungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass das Unternehmen heute über ein umfangreiches Netzwerk von Produktionsstandorten und optimierte lokale Lieferketten verfügt. Dadurch können Marktanforderungen schnell erfüllt und externe Störungen besser abgefedert werden.
„Unsere Kunden erwarten zunehmend Lösungen, die schnellere Innovationszyklen ermöglichen und gleichzeitig höchste Anforderungen an Leistung, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit erfüllen“, erklärt Anna An.
Im Elektronikbereich steigern Anwendungen wie Künstliche Intelligenz und neue Kommunikationstechnologien die Nachfrage nach fortschrittlichen Wärmemanagementlösungen. Gleichzeitig entstehen im Bereich zukünftiger Mobilitätskonzepte, beispielsweise bei eVTOL-Fluggeräten, neue Anforderungen an leichte Strukturmaterialien. Henkel arbeitet deshalb gemeinsam mit führenden lokalen Partnern an innovativen Klebstofflösungen, darunter Technologien mit niedrigen Aushärtungstemperaturen.
Henkel’s South China Application Engineering Center in Dongguan liegt strategisch im Zentrum des chinesischen Elektronikclusters. Die Nähe zu Kunden ermöglicht schnelle technische Unterstützung, intensive Zusammenarbeit sowie deutlich kürzere Entwicklungs- und Validierungszeiten. Zusammen stärken diese Fähigkeiten Henkel darin, schnell auf lokale Nachfrage zu reagieren.
Aufbauend auf diesen Kompetenzen dient Henkel’s Innovations- und Produktionsnetzwerk in China zunehmend nicht nur dem heimischen Markt, sondern auch der gesamten Asien-Pazifik-Region und darüber hinaus. Durch die Nutzung von Chinas Führungsrolle in Bereichen wie neue Energien und fortschrittliche Elektronik fließen lokal entwickelte Lösungen und skalierte Produktionsprozesse in Henkel’s globales Innovationsnetzwerk ein und unterstützen sowohl Kunden in China als auch deren internationale Expansion.
Für Henkel ist Nachhaltigkeit keine separate Agenda, sondern ein leitendes Prinzip, das operative Entscheidungen in China prägt, während globale Ziele und lokale Initiativen weiterhin in konkrete Wirkung überführt werden.
Im April 2026 kündigte Henkel neue Nachhaltigkeitsziele für 2030 an: Emissionsreduktionen sowie das Ziel, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, indem der Anteil recycelten Plastiks in Verbraucherverpackungen auf mindestens 35 Prozent erhöht und 100 Prozent der Konsumverpackungen recyclingfähig gestaltet werden.
Alle Klebstoffwerke von Henkel in China werden inzwischen vollständig mit 100 Prozent grünem Strom betrieben. Um kreislauffähige Lösungen weiter voranzutreiben, hat Henkel das Packaging RecycLab in Shanghai gegründet, das gemeinsam mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette untersucht, wie Klebstofftechnologien die Recyclingfähigkeit von Verpackungen verbessern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen können.
Der Weg nach vorn: Zusammenarbeit, Vertrauen und langfristiges Denken
Zusammenarbeit ist ein weiterer zentraler Bestandteil von Henkel’s Ansatz in China.
„In China ist Zusammenarbeit ein zentraler Treiber der Wertschöpfung für Henkel. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und dem breiteren industriellen Ökosystem gewinnen wir tiefere Einblicke in lokale Bedürfnisse, beschleunigen die Einführung von Technologien und unterstützen gemeinsam die industrielle Weiterentwicklung“, so Frau An.
Das ICS ist ein Beispiel für diese Philosophie als offene Innovationsplattform, die Henkel-Teams mit Kunden und Partnern aus verschiedenen Branchen verbindet. Durch enge Zusammenarbeit werden lokale Erkenntnisse in nachhaltige, langfristige Werte für Kunden und für Henkel’s globales Innovationsnetzwerk überführt.
Mit Blick auf die Zukunft wird die nächste Entwicklungsphase von Henkel in China weiterhin Innovation, fortschrittliche Produktion und Partnerschaften integrieren. Als globales Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und tiefen Wurzeln in China sieht Henkel starke Synergien darin, deutsche industrielle und markenbildende Expertise mit Chinas Innovationsstärke in den Bereichen Adhesive Technologies und Consumer Brands zu verbinden.
Institutionen wie die AHK Greater China spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung dieses Ökosystems.
„Indem sie Unternehmen, Institutionen und relevante Stakeholder zusammenbringt, erleichtert die Handelskammer den Austausch, schafft Vertrauen und unterstützt nachhaltigen Handel sowie Investitionen zwischen Deutschland und China“, sagte Frau An. „Henkel schätzt diese Partnerschaft sehr und freut sich darauf, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, insbesondere in Bereichen wie Innovation, Nachhaltigkeit und Talententwicklung, in denen enger Dialog und Zusammenarbeit innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft zunehmend wichtiger werden.“
Auf Basis der Erfahrungen von Henkel gibt sie deutschen Unternehmen, die den Eintritt in den chinesischen Markt oder eine Expansion dort in Betracht ziehen, klare Ratschläge.
„Aus Sicht von Henkel ist Erfolg in China nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit, sondern auch des Engagements. Ob deutsche Unternehmen in den Markt eintreten oder ihre Präsenz ausbauen: Der entscheidende Faktor ist die Entwicklung einer echten langfristigen Denkweise. China ist kein Markt zum Testen – es ist ein Markt, den man aufbauen muss.“
Für neue Marktteilnehmer bedeutet dies, Zeit zu investieren, um lokale Kunden und Verbraucher, regulatorische Rahmenbedingungen und die Kultur zu verstehen sowie frühzeitig in den Bereichen Innovation, Produktion und Personal zu lokalisieren. Vertrauen und Relevanz lassen sich nicht importieren – sie müssen vor Ort aufgebaut werden.
Für Unternehmen, die bereits in China aktiv sind, besteht die nächste Phase darin, Kompetenzen zu vertiefen und lokale Forschungs- und Entwicklungs-, Produktions- sowie Anwendungskompetenzen zu stärken, um engere Zusammenarbeit und schnellere Innovationszyklen zu ermöglichen.
„Was beide Wege verbindet, ist Partnerschaft. Deutsche Unternehmen können das Ökosystem der Deutschen Handelskammer nutzen, um enge Kooperationen mit Kunden und Partnern aufzubauen und so eine solide Grundlage für eine nachhaltige, langfristige Entwicklung in China zu schaffen“, so Frau An.