EMOChina Projekt

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Von April 2015 bis März 2017 führte die German Industry & Commerce Greater China Beijing das Projekt „EMOChina“ durch. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Vorhaben dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Ähnlich wie Deutschland verfolgt China das Ziel, der größte Hersteller und weltweiter Technologieführer im Bereich der Elektromobilität zu werden. Deutsche Unternehmen im Kontext Elektromobilität sollen deshalb über die neuesten Entwicklungen im dynamischen chinesischen Markt informiert und mit Hinweisen zu möglichen Zugängen versorgt werden. Dies kann zu neuen Kooperationen und Geschäftsbeziehungen führen und damit die deutsche Kompetenz bei der Elektromobilität stärken.

Durch jeweils vier Informationsveranstaltungen in deutschen Städten im Herbst 2015 und Sommer 2016 sollte insbesondere das Interesse von kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen (KMUs) an einer detaillierteren Erkundung des chinesischen Marktes für Elektromobilität geweckt oder verstärkt werden. Ein monatlicher Newsletter mit ausgewählten Pressemeldungen über die knapp zweijährige Projektlaufzeit und eine Delegationsreise nach China im Winter 2016 waren weitere integrale Bestandteile zur Einbeziehung von deutschen Unternehmen im Rahmen des Vorhabens.

Leitfaden für Elektromobilität in China

Im Rahmen des Projektes wurde ein Leitfaden erstellt, der den Markt für Elektromobilität in China beschreibt und Empfehlungen für den Zugang zusammenfasst. Das Dokument beinhaltet neben Rahmenbedingungen, Markteintrittsvoraussetzungen und wichtigen Marktakteuren im Bereich der Elektromobilität in China auch konkrete Hinweise zum Schutz geistigen Eigentums. Der Leitfaden wurde im Dezember 2016 veröffentlicht.  

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EMOChina Newsletter

Durch einen Pressespiegel wurden von April 2015 bis März 2017 regelmäßig Informationen zum chinesischen Markt für Elektromobilität zur Verfügung gestellt. 

Neue Standards und Regularien

03/17 Aktionsplan zur Förderung der chinesischen Batterieindustrie veröffentlicht

Das Ministry of Industry and Information Technology (MIIT), das Ministry of Finance (MOF), das Ministry of Science and Technology (MOST) und die National Development and Reform Commission (NDRC) veröffentlichten Anfang März den neuen „Vehicle Traction Battery Industrial Development Action Plan“ mit dem Ziel, die Entwicklung der chinesischen Batterieindustrie weiter voranzutreiben. Bis 2020 sollen branchenweit Antriebsbatterien mit einer Kapazität von 100 GWh produziert werden und die Energiedichte von Lithium-Ionen-Batterien soll mehr als 300 Wh/kg betragen. Gleichzeitig sollen die Herstellungskosten pro Watt auf weniger als 1 Yuan reduziert werden. Innerhalb weiterer fünf Jahre soll die Energiedichte dann sogar bis auf 560 Wh/kg gesteigert werden. Bis 2025 plant China zum Marktführer bei der Herstellung von Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge aufzusteigen.

Um die Erreichung der im neuen Aktionsplan vorgegebenen Ziele weiter voranzutreiben, übernehmen die verschiedenen Ministerien unterschiedliche Aufgaben und Funktionen. Beispielsweise sollen mittels Fördergelder aus einer staatlichen Stiftung sowie verschiedenen Förderprogrammen des MIIT und des MOST wissenschaftliche Projekte von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen finanziell unterstützt werden, um verstärkt Forschung in den Bereichen Batterieentwicklung und -herstellung zu betreiben. Die NDRC plant außerdem ein standardisiertes Bewertungssystem für Antriebsbatterien einzuführen. Durch steuerliche Vergünstigungen des MOF sollen Batteriehersteller direkt unterstützt werden.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (01.03.2017), d1ev (01.03.2017), China Daily (06.03.2017)

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03/17 Neue Bezeichnung für New Energy Vehicles im Rahmen des diesjährigen Volkskongresses

Zum Auftakt des diesjährigen Nationalen Volkskongresses Anfang März in Peking, stellte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang den Tätigkeitsbericht der Regierung vor. Darin wurde unter anderem auch über die Entwicklung der Elektromobilitätsbranche berichtet. In diesem Zusammenhang wurde statt dem seit 2008 verwendeten Begriff „New Energy Vehicles“ (NEVs) erstmalig eine neue Bezeichnung verwendet. NEVs werden in dem Bericht als „durch saubere Energien angetriebenen Fahrzeuge“ benannt.

Laut Experten des chinesischen NEV-Onlineportals GG Electric Vehicle ist die neue Bezeichnung „saubere Energien“ im Vergleich zu dem Begriff „New Energy“ deutlich weiter gefasst. In China gelten bisher rein elektrisch betriebene Fahrzeuge, Plug-In-Hybride und durch Brennstoffzellen angetriebene Fahrzeuge als NEVs. Ein durch „saubere Energien“ angetriebenes Fahrzeug könnte zusätzlich noch Wasserstoff, Erdgas, Methanol, Ethanol, Sonnenenergie sowie Biogas als Antriebsarten mit einschließen. Da es bisher noch keine finanzielle staatliche Unterstützung für die durch diese genannten Energieträger angetriebene Fahrzeuge gibt, werden sie bisher in China nur in relativ geringen Stückzahlen hergestellt. Experten des Onlineportals zufolge sei die neue begriffliche Verwendung im Rahmen des Tätigkeitsberichts jedoch ein Zeichen dafür, dass die Regierung in Zukunft nicht nur elektrisch angetriebene Fahrzeuge fördern will, sondern auch den Ausbau weiterer umweltfreundlicher Antriebstechnologien für Fahrzeuge plant.

Quelle: GG Electric Vehicle (13.03.2017)

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02/17 MIIT veröffentlicht neue Regularien für Elektroautomobilhersteller

Das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichte am 16. Januar dieses Jahres neue Regularien, die klare Kriterien für Elektroautomobilhersteller definieren und diesen die Produktion von Elektrofahrzeugen nur unter bestimmten Voraussetzungen gestatten. Die neuen Regularien lösen eine Vorversion aus dem Jahr 2009 ab. Bereits im August 2016 hatte das MIIT einen Entwurf gesetzgebenden Körperschaften zur Beratung und Abstimmung vorgelegt. Die neuen Regularien sollen zum 1. Juli 2017 in Kraft treten.

In den neuen Regularien sollen New Energy Vehicles (NEVs) neu klassifiziert werden. In Zukunft gelten nur noch Plug-In-Hybridfahrzeuge, Batterie-Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge als NEVs. Zuvor waren auch Fahrzeuge, die durch andere alternative Energien, wie beispielsweise den als Dieselersatz fungierenden Dimethylether, angetrieben werden, als NEVs bezeichnet worden. Außerdem müssen NEV-Hersteller über die drei Schlüsseltechnologien eines Elektrofahrzeuges (Batterie, Elektronik, Motor) verfügen, statt wie zuvor lediglich nur über eine der genannten Technologien. Des Weiteren werden die Hersteller dazu angehalten, eine eigene Datenbank einzurichten, die diverse Informationen über die abgesetzten Fahrzeuge während der gesamten Nutzungsdauer speichert.

Laut einer offiziellen Stellungnahme des MIIT sind vor allem Qualitäts- und Sicherheitsmängel der Fahrzeuge und infolge dessen eine zunehmende Anzahl an Unfällen ein Grund für die strikteren Regularien für Elektroautomobilhersteller. Außerdem sollen Hersteller durch die Regularien dazu verpflichtet werden, innovativer zu sein und ihre Fahrzeuge kontinuierlich weiterzuentwickeln, um vor allem Sicherheitsrisiken entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollen die Standards zu einer besseren Regulierung des Herstellermarktes beitragen, indem Hersteller vom Markt verdrängt werden, die nicht entsprechend der neuen Standards produzieren können.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (16.01.2017), eeo.com (16.01.2017)

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02/17 Erster Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter NEVs nach neuen Kriterien herausgegeben

Das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichte im Januar den ersten Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter New Energy Vehicles (NEVs) für das Jahr 2017. Staatliche Subventionen können Automobilhersteller nur für die NEV-Modelle beantragen, die auch im Katalog gelistet sind.

Seit Anfang des Jahres müssen NEV-Hersteller, die staatliche Subventionen für ihre Fahrzeugmodelle beantragen wollen, die Aufnahme in die vom MIIT veröffentlichten Fahrzeugkataloge für empfohlene NEVs offiziell beim China Vehicle Technology Service Center neu beantragen. Grund sind neue technische Standards für NEVs, die im Rahmen der neuen Subventionsregelung vom 1. Januar 2017 des MIIT, des Ministry of Finance, der National Development and Reform Commission und des Ministry of Science and Technology veröffentlicht wurden waren.

Die erste Liste für das Jahr 2017 weist insgesamt 185 NEV-Modelle auf, darunter unter anderem Fahrzeugmodelle der chinesischen Automobilhersteller BAIC, BYD, Changan, Chery und Geely. Förderungsberechtigt sind außerdem erstmals auch NEVs, in denen Lithium-Ternär- sowie NCM-Batterien eingesetzt sind, die eine hohe Energiedichte aufweisen, bisher jedoch mehrheitlich von koreanischen Batterieherstellern gefertigt werden.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Fahrzeugmodelle in den Katalog aufgenommen werden. Im vergangenen Jahr hatte das MIIT fünf Fahrzeugkataloge veröffentlicht, in denen insgesamt 2.193 förderungsberechtigte Fahrzeugmodelle gelistet waren.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (23.01.2017), Xinhua Net (24.01.2017), Automotive News China (24.01.2017)

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02/17 Chinesische Ministerien veröffentlichen Richtlinie zur Förderung des Recyclings wiederverwertbarer Materialien

Anfang Februar veröffentlichten das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT), das Ministry of Commerce und das Ministry of Science and Technology eine Richtlinie zur Förderung des Recyclings von wiederverwertbaren Ressourcen. Provinzregierungen und produzierende Unternehmen sollen sich verstärkt damit befassen, wie Produkte besser entsorgt beziehungsweise recycelt werden können. Ziel der Richtlinie ist, das Recycling von Materialien und Rohstoffen zu fördern, die zwar nicht zwangsläufig runderneuert werden können, aber zumindest nach dem Recyclingprozess in industrielle Produktionsprozesse oder natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Beispiele sind Nichteisenmetalle, Kunststoffe und Gummi.

Staatlich unterstützte Pilotprojekte zum Recycling von wiederverwertbaren Materialien sollen von führenden Unternehmen bestimmter Branchen durchgeführt werden, mit dem Ziel, bis ins Jahr 2020 musterhafte Recyclingsysteme chinaweit aufzubauen. Bis 2020 sollen rund 0,35 Milliarden Tonnen wiederverwertbarer Materialien recycelt werden können.

Einer der zehn Kernpunkte der neuen Richtlinie betrifft das Recycling von verwendeten Antriebsbatterien in New Energy Vehicles (NEVs). Der Richtlinie zufolge sollen Pilotstädte in der Metropolregion Jing-Jin-Ji (Peking, Tianjin und Hebei-Provinz), im südostchinesischen Yangtze-Delta und dem südchinesischen Perlflussdelta ausgewählt werden, um dort staatlich finanzierte Demonstrationsprojekte für das Recycling von Antriebsbatterien einzurichten.

Mitte Oktober 2016 hatte das MIIT durch die Veröffentlichung von Kodierungsstandards für Antriebsbatterien einen Grundstein für den Aufbau eines umfassenden Batterie-Managementsystems gelegt. Ziel des Kodierungsstandards ist eine bessere Verwaltung der Batterien hinsichtlich des Herstellungs- und Recycling-Prozesses. Batterien sollen durch eine Seriennummer, einen Herstellercode sowie detaillierte Angaben in Bezug auf Material, Maße und Kategorie besser gekennzeichnet werden. In Zukunft soll dadurch auch das Batterie-Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus NEVs verbessert werden, um die in den Batterien verwendeten Metalle wie Kupfer, Aluminium und das wertvolle Lithium wiederzugewinnen und erneut zur Batterieherstellung zu nutzen.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (25.01.2017), d1ev (04.02.2017)

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01/17 Chinesische Regierung realisiert angekündigte Subventionskürzungen für Elektrofahrzeuge

Zum 1. Januar 2017 setzten das Ministry of Industry and Information Technology, das Ministry of Finance, die National Development and Reform Commission und das Ministry of Science and Technology bereits zuvor angekündigte Subventionskürzungen für Elektroautomobilhersteller um. In einem ersten Schritt sollen staatliche Subventionen für Elektrofahrzeuge um bis zu 20 Prozent gekürzt werden; Subventionen für Elektrobusse sogar um bis zu 50 Prozent. Rein elektrisch angetriebene Personenkraftwagen mit einer Reichweite von mindestens 250 Kilometer werden künftig mit bis zu 44.000 Yuan subventioniert; Elektrobusse mit höchstens 300.000 Yuan pro Fahrzeug. Fördern Lokalregierungen die Fahrzeuge mit zusätzlichen Subventionen, dürfen diese nur noch maximal 50 Prozent der Subventionssumme der Zentralregierung betragen. Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sind von den Subventionskürzungen ausgenommen.

Durch die Reduzierung von Subventionen sollen Elektroautomobilhersteller vom Markt verdrängt werden, deren Fahrzeuge bestimmte Qualitätsvorgaben nicht erfüllen. Auf diese Weise werden Hersteller gezwungen, ihre Fahrzeugmodelle stetig weiterzuentwickeln und wettbewerbsfähig für den globalen Markt zu machen. Gleichzeitig soll Subventionsbetrug entgegengewirkt werden.

Quellen: Automobilwoche (02.01.2017), Ministry of Industry and Information Technology (29.12.2016)

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01/17 Neue Kriterien für Aufnahme in MIIT-Fahrzeugkatalog

Seit Anfang Januar dieses Jahres müssen Hersteller von New Energy Vehicles (NEVs), die staatliche Subventionen für ihre Fahrzeugmodelle beantragen wollen, deren Aufnahme in die vom Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichten Fahrzeugkataloge für empfohlene NEVs offiziell beim China Vehicle Technology Service Center (CVTSC) neu beantragen. Grund sind neue technische Standards für NEVs, die im Rahmen der neuen Subventionsregelung vom 1. Januar 2017 des MIIT, des Ministry of Finance, der National Development and Reform Commission und des Ministry of Science and Technology veröffentlicht wurden. Staatliche Subventionen können Hersteller nur für NEV-Modelle erhalten, die im Katalog gelistet sind.

Durch die Änderung bestimmter technischer Standards von NEVs, beispielsweise in Bezug auf die Energiedichte und Ladegeschwindigkeit des Batteriesystems oder die Nennleistung des Brennstoffzellensystems, müssen nun auch Hersteller ihre Modelle auf die neuen Standards durch das CVTSC überprüfen lassen, die bereits zuvor in den Katalogen des MIIT gelistet waren. Die Ergebnisse der Prüfung werden durch das CVTSC direkt an das MIIT gemeldet, das dann über die Aufnahme der Modelle in den Fahrzeugkatalog entscheidet. Im vergangenen Jahr veröffentlichte das MIIT fünf Kataloge in denen rund 2.200 NEV-Fahrzeugmodelle gelistet sind.

Quellen: China Vehicle Technology Service Center (10.01.2017), Shanghai Securities News (09.01.2017)

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01/17 Chinaweiter Umsetzungsplan für nationalen technischen Ladestandard veröffentlicht

Ende Dezember 2016 veröffentlichten die National Development and Reform Commission, die National Energy Administration und das Ministry of Industry and Information Technology den „Umsetzungsplan für die Anpassung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an den nationalen technischen Ladestandard“ und übertrugen gleichzeitig den lokalen Behörden für Energiemanagement den Auftrag, die konkrete Durchführung des Plans zu überwachen. Der Umsetzungsplan bezieht sich auf den nationalen technischen Ladestandard, der bereits am 1. Januar 2016 mit dem Ziel eingeführt wurde, die Kompatibilität der Ladeinfrastruktur chinaweit sicherzustellen. Stecker von Ladeeinrichtungen und Ladeanschlüsse von New Energy Vehicles (NEVs) sollten dadurch landesweit vereinheitlicht werden. Zusätzlich zu dieser Standardisierung sollten Ladestationen auf ihre Temperatur, Isolation und Erdung überwacht werden. Gleichstromstecker müssen während des Ladens fest arretiert werden, um Bränden und Stromschlägen vorzubeugen.

Mit der Veröffentlichung des Umsetzungsplans sind Elektroautomobilhersteller und Betreiber von Ladestationen ab dem 1. Januar 2017 an den nationalen technischen Standard gebunden. Im Rahmen der Vereinheitlichung müssen neu eingerichtete Ladestationen und neu produzierte NEVs den Standard erfüllen, außerdem muss auch die bisherige Ladeinfrastruktur erneuert und angepasst werden. Bis Ende 2017 sollen alle bereits eingerichteten Ladestationen dem nationalen Standard entsprechen. Elektroautomobilhersteller sollen Ladeanschlüsse ihrer bereits verkauften Fahrzeuge auf Anfrage der Besitzer kostenfrei durch entsprechende neue Anschlüsse ersetzen, wenn diese nicht den nationalen technischen Standard erfüllen.

Quellen: d1ev (23.12.2016), d1ev (23.12.2016), China Electricity Council (28.12.2016)

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01/17 Chinesischer Staatsrat veröffentlicht strategischen Entwicklungsplan: Förderung von Elektromobilität ist Kernbereich

Mitte Dezember 2016 veröffentlichte der chinesische Staatsrat im Rahmen des 13. Fünfjahresplans (2016-2020) einen Entwicklungsplan, der die Förderung von fünf strategischen Schlüsselindustrien vorgibt. Laut dem neuen Plan sollen die Informationsindustrie, die Bioindustrie, die High-End-Industrie, die digitale Industrie sowie die grüne und kohlenstoffarme Industrie bis zum Jahr 2020 als wichtige Säulen der chinesischen Wirtschaft entwickelt werden. Innerhalb der grünen und kohlenstoffarmen Industrie sollen vor allem New Energy Vehicles (NEVs) im Fokus stehen. So sieht der Plan unter anderem vor, dass chinaweit im Jahr 2020 rund zwei Millionen NEVs abgesetzt werden sollen. Insgesamt sollen bis 2020 fünf Millionen NEVs verkauft worden sein.

Im Bereich Elektromobilität soll im Rahmen von Forschung und Entwicklung ein Schwerpunkt auf Sicherheitsaspekte, Fahrzeugleichtbau und Autonomes Fahren gelegt werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Elektroautomobilhersteller zu stärken. Langfristig sollen sich chinesische Hersteller ohne staatliche Subventionsmaßnahmen auf dem internationalen Markt behaupten können. Produzenten von Antriebsbatterien sollen sich verstärkt in Bereichen zur Verbesserung von Sicherheitsstandards, der Verlängerung der Nutzungsdauer sowie Erhöhung der Energiedichte von Antriebsbatterien engagieren, um China als führendes Herstellerland von Batterien für NEVs zu etablieren. Dabei soll auch die Verwendung von alternativen Batteriearten wie etwa Festkörper-Lithium-Ionen-Batterien für den Antrieb von NEVs untersucht werden.

Quellen: d1ev (26.12.2016), German Xinhua Net (20.12.2016), Chinesischer Staatsrat (19.12.2016)

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Marktdaten und Entwicklungstendenzen

03/17 Ministry of Transport plant erweiterten Einsatz von NEVs im öffentlichen Nahverkehr

Im Rahmen einer Pressekonferenz des chinesischen Staatrates Ende Februar in Peking äußerte Liu Xiaoming, stellvertretender Minister des Ministry of Transport (MOT), dass der Austausch von herkömmlichen Taxis durch New Energy Vehicles (NEVs) chinaweit weiter vorangetrieben werden soll. Zunächst war der Einsatz von NEVs als Taxis in lediglich 20 chinesischen Städten durch das MOT vorgesehen. Dabei gilt Taiyuan, die Hauptstadt der nördlichen Provinz Shanxi, als Pilotprojekt. Laut Liu werden hier bereits alle eingesetzten Taxis rein elektrisch angetrieben. Einen konkreten Zeitplan für den weiteren Austausch der Fahrzeuge in anderen chinesischen Städten gibt es laut Liu allerdings noch nicht.

Im Rahmen der durch den Staatsrat im Juli 2014 herausgegebenen Richtlinie zur Förderung der Verbreitung von NEVs, veröffentlichte das MOT im März 2015 einen konkreten Umsetzungsplan mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Elektrobusse auf 200.000 und die Anzahl elektrisch angetriebener Taxis auf 100.000 Fahrzeuge zu steigern. Liu verkündete im Rahmen der Pressekonferenz, dass im Jahr 2016 chinaweit bereits mehr als 160.000 E-Busse, 18.000 Elektrotaxis und 94.000 elektrisch angetriebene Logistikfahrzeuge in Betrieb gewesen seien. Diese positive Entwicklung soll durch das MOT in den kommenden Monaten noch weiter vorangetrieben werden.

Quelle: 0car0 (28.02.2017)

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03/17 NEV-Absatz verzeichnet Rückgang zu Jahresbeginn

Laut einer von der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) Ende Februar veröffentlichten Statistik, sind die Verkäufe von New Energy Vehicles (NEVs) im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 74,4 % zurückgegangen. Nach Angaben der CAAM wurden im Januar lediglich 5.682 NEVs abgesetzt. Dies entspricht der niedrigsten monatlichen Verkaufszahl seit Februar 2014.

Einen möglichen Grund für diese Entwicklung sieht Xu Haidong, Assistent des Generalsekretärs der CAAM, in den Kürzungen der staatlichen Subventionen, die seit Anfang des Jahres Anwendung finden. Laut Xu haben Hersteller als Folge der Subventionskürzungen ihre Produktionskapazitäten gesenkt und so auch weniger NEVs zum Verkauf angeboten.

Im Rahmen der neuen Subventionsregelung vom 1. Januar 2017 müssen Hersteller höhere Anforderungen hinsichtlich der Energiedichte der Antriebsbatterien sowie der Ladegeschwindigkeit des Batteriesystems erfüllen. Hersteller, deren Fahrzeuge den neuen technischen Standards nicht entsprechen, werden nicht in den vom chinesischen Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) geführten Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter NEVs aufgenommen. Ende letzten Jahres wurden zunächst alle 2.198 Modelle von der Liste förderungsberechtigter Fahrzeuge gestrichen. In der im Januar veröffentlichten ersten Liste für das Jahr 2017 bestimmte das MIIT dann 185 förderungsberechtigte Fahrzeugmodelle. Mitte Februar wurden durch das MIIT weitere 209 NEV-Modelle der Liste förderungsberechtigter NEVs hinzugefügt.

Trotz diesen Entwicklungen zum Jahresbeginn rechnet die CAAM für das Jahr 2017 chinaweit mit einer Absatzmenge von rund 700.000 bis 800.000 NEVs. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies eine weitere deutliche Steigerung bedeuten.

Quellen: China Association of Automobile Manufacturers (22.02.2017), Automobil Produktion (20.02.2017), China Daily (20.02.2017)

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02/17 Bilanz 2016: Über 500.000 NEVs in China abgesetzt

Im Jahr 2016 wurden in China insgesamt 517.000 New Energy Vehicles (NEVs) produziert und 507.000 NEVs abgesetzt. Diese Zahlen veröffentlichte die China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) Mitte Januar 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz in Peking. Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich die Produktionsmenge von NEVs um 51,7 Prozent und die Absatzmenge um 53 Prozent erhöht. 81 Prozent der im Jahr 2016 verkauften NEVs waren rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge, Plug-In-Hybridfahrzeuge machten 19 Prozent aus.

Die Rangliste der Elektroautomobilhersteller führte 2016 der chinesische Autohersteller BYD mit einer Absatzmenge von über 100.000 chinaweit verkauften Fahrzeugen an. Darauf folgen BAIC BJEV und Geely mit jeweils über 45.000 verkauften Fahrzeugen.

Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich der Anstieg der Produktions- und Absatzmenge von NEVs jedoch verlangsamt. Yao Jie, stellvertretender Generalsekretär der CAAM, zeigte sich auf der Pressekonferenz zum Jahresbeginn dennoch optimistisch und prognostiziert eine nachhaltigere Entwicklung der chinesischen Elektroautomobilitätsbranche. Laut Yao Jie würden auch die seit Anfang des Jahres geltenden Subventionskürzungen für Hersteller zu einer stabileren Entwicklung der Branche beitragen.

Quellen: d1ev (12.01.2017), Gasgoo Auto (16.01.2017), Spiegel Online (24.01.2017)

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02/17 Ergebnis aktueller Online-Befragung: Immer mehr Chinesen würden ein Elektroauto kaufen

Mitte Januar veröffentlichten das chinesische Online-Nachrichtenportal Phoenix Media und das amerikanische Marktforschungsunternehmen Nielsen im Rahmen des Chinese Automobile Annual Festival in einem Bericht die Ergebnisse einer Online-Befragung zum Nutzerverhalten chinesischer Autofahrer. Die Befragung wurde online im Zeitraum von August bis November 2016 unter Straßenverkehrsteilnehmern aus rund 20 chinesischen Großstädten durchgeführt.

Dem Bericht zufolge könnten sich aktuell rund 87 Prozent der Umfrageteilnehmer vorstellen, ein New Energy Vehicles (NEVs) zu erwerben. Darunter würden drei Prozent zweifelsfrei ein NEV kaufen, 28 Prozent ziehen ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug einem herkömmlich angetriebenen Fahrzeug vor und 56 Prozent äußerten sich indifferent bezüglich einer der beiden Alternativen. Auch bei weniger staatlicher Förderung wären laut Umfrage immer noch 76 Prozent der Umfrageteilnehmer grundsätzlich am Erwerb eines Elektrofahrzeugs interessiert. 34 Prozent der Befragten wären sogar dazu bereit einen höheren Preis für ein NEV zu zahlen als für ein herkömmlich angetriebenes Fahrzeug.

Umweltfreundlichkeit, niedrige Kosten sowie die Ausnahme von Fahrbeschränkungen in chinesischen Metropolen sind die Hauptfaktoren, die laut chinesischen Autofahrern für den Erwerb eines NEVs sprechen. Demgegenüber wirken sich eine unzureichend ausgebaute Ladeinfrastruktur, lange Ladezeiten sowie eine zu geringe Reichweite negativ auf die Kaufentscheidung aus. Ein unzureichender Sicherheitsstandard von Elektrofahrzeugen wurde laut Li Li, Senior Direktorin beim Marktforschungsunternehmen Nielsen am Standort Peking, relativ selten von den Befragten genannt. Den Grund dafür sieht Li in einem zunehmenden Vertrauen der Kunden in Elektroautomobilhersteller und deren Fahrzeuge.

Quellen: d1ev (18.01.2017), Phoenix Media (18.01.2017)

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02/17 Peking reserviert 60.000 NEV-Kennzeichen für 2017

Dem Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau zufolge sollen im Jahr 2017 in Peking insgesamt 60.000 Kennzeichen für New Energy Vehicles (NEVs) vergeben werden. Davon 85 Prozent an Privatpersonen, 5 Prozent an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie 10 Prozent für den gewerblichen Gebrauch. Eine Lizenz ist sechs Monate gültig; in diesem Zeitraum muss das Fahrzeug angemeldet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Anzahl der zu vergebenen NEV-Lizenzen in der Hauptstadt auf dem gleichen Niveau. Dass die Anzahl der Kennzeichen für NEVs nicht erhöht wurde sehen Branchenkenner als Zeichen dafür, dass nach dem starken und vor allem subventionsgetriebenen Wachstum der letzten Jahre nun eher von einer nachhaltigeren Entwicklung auszugehen ist. Ebenfalls wie im Vorjahr ist auch die Anzahl der Kennzeichen für herkömmlich angetriebene Fahrzeuge mit 90.000 unverändert. 2017 sollen insgesamt 150.000 Neufahrzeuge in Peking zugelassen werden.

Laut Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau sind seit Jahresbeginn bereits über 42.000 Anträge für die Zulassung eines NEV von Privatpersonen und über 4.000 Anträge von rund 2.700 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eingegangen. Im Gegensatz zum Lotterieverfahren mittels dem Kennzeichen für konventionelle Fahrzeuge vergeben werden, können NEV-Lizenzen seit Anfang 2016 direkt bei der zuständigen Behörde beantragt werden. Die Vergabe erfolgt abhängig vom zeitlichen Eingang des Antrages nach dem Windhundprinzip. Statistiken des chinesischen NEV-Onlineportals d1ev zufolge wurden zwischen Anfang 2014 und Ende 2016 rund 90 Prozent aller Anträge durch das Bureau genehmigt. Bei der Kennzeichenvergabe in diesem Jahr sollen zunächst die 17.000 Antragsteller aus dem Vorjahr bevorzugt werden, die aufgrund einer begrenzten Anzahl der Kennzeichen in 2016 keine Zulassung erhalten hatten.

Quellen: Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau (04.02.2017), Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau (09.02.2017), Automobil Produktion (07.02.2017), d1ev (13.02.2017)

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01/17 Niedriger Restwert von Elektrofahrzeugen erschwert Gebrauchtwagenhandel in China

Einem Bericht der chinesischen Zeitung People's Daily Anfang Januar zufolge, stellt sich der Weiterverkauf von gebrauchten New Energy Vehicles (NEVs) in China besonders schwierig dar. Laut Berechnungen der Zeitung beläuft sich der Restwert eines Elektrofahrzeuges nach einer Nutzungsdauer von lediglich einem Jahr nur noch auf rund 46 Prozent des Kaufpreises. Im Vergleich dazu liegt der Restwert herkömmlich angetriebener Fahrzeuge nach fünf Jahren Nutzung noch bei etwa 60 Prozent.

Den Grund für die enorme Wertminderung von Elektrofahrzeugen nach relativ kurzer Zeit sieht Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association, vor allem in den bisher nur unzureichend entwickelten Antriebsbatterien der Fahrzeuge, deren Nutzungsdauer im Vergleich zu einem Kraftstoffmotor relativ kurz ist. Laut Cui beläuft sich die Nutzunsdauer von Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge auf höchstens acht Jahre.

Um die Nutzungsdauer von Antriebsbatterien zu verlängern und dadurch einer schnellen Wertminderung des Fahrzeuges entgegenzuwirken, fordert Cui in erster Linie Elektroautomobilhersteller dazu auf, sich mehr im Bereich Forschung und Entwicklung von Antriebs- und Batterietechnologie zu engagieren. Gleichzeitig müsse die Entwicklung von Batterieaustauschsystemen und das Recycling von Batterien verbessert werden. Automobilhändler müssten außerdem bereit sein, mehr für gebrauchte Elektrofahrzeuge zurückzuerstatten, wenn ein Kunde sich für den Neukauf eines Elektrofahrzeuges entscheide. Laut Angaben der People's Daily rechnet beispielsweise der chinesische Automobilhersteller BAIC je nach Alter des Fahrzeuges nur rund 45 bis 55 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises auf den Neupreis eines neuen Elektrofahrzeugs gleichen Marke an. Entscheidet sich der Kunde für ein Modell einer anderen Marke, nimmt der Händler den Wagen nicht in Zahlung.

Quelle: People's Daily (06.01.2017)

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01/17 Weltweit führend: 100.000 registrierte Elektrofahrzeuge in Shanghai

Laut der Shanghai Economic and Information Technology Commission (SHEITC) sind in der Stadt Shanghai weltweit die meisten Elektrofahrzeuge zugelassen. In der ostchinesischen Metropole sind aktuell rund 100.000 New Energy Vehicles (NEVs) registriert. Allein im Jahr 2016 wurden laut SHEITC über 45.000 NEVs in Shanghai angemeldet. Der enorme Ladebedarf dieser Fahrzeuge wird über ein dichtes Netz aus derzeit mehr als 20.000 Ladeeinrichtungen abgedeckt. Dies gab das Unternehmen Shanghai Electric Power, hauptverantwortlich für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Stadt, Ende Dezember im Rahmen der Jahresabschlusssitzung bekannt.

In den vergangenen Monaten wurden laut Unternehmensangaben insgesamt 227 öffentliche Ladestationen im Stadtzentrum, 12 Ladestationen für Elektrobusse sowie 22 Ladeeinrichtungen entlang von Autobahnen in einem Abstand von rund fünf Kilometer voneinander entfernt eingerichtet. Die öffentlichen Ladestationen im Zentrum wurden insbesondere an Verkehrsknotenpunkten, Einkaufszentren und U-Bahn Stationen installiert. Zusätzlich zu den öffentlichen Ladestationen richtete Shanghai Electric Power weitere rund 5.000 Ladeeinrichtungen für Privatpersonen und Unternehmen ein.

Laut dem im März 2016 durch das Shanghai Transport Committee veröffentlichten Ladeinfrastrukturplan für Elektrofahrzeuge (2016-2020) soll die Ladeinfrastruktur in Shanghai noch weiter massiv ausgebaut werden. Im Jahr 2020 sollen rund 210.000 Ladeeinrichtungen in der chinesischen Metropole zur Verfügung stehen.

Quellen: Shanghai Daily (28.12.2016), State Grid (26.12.2016), Shanghai Municipal Transportation Commission (03.2016)

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Innovative Produkte und Dienstleistungen

03/17 Chinesisches Startup präsentiert selbststeuerndes elektrisches Konzeptfahrzeug

Das auf die Herstellung von New Energy Vehicles (NEVs) spezialisierte chinesische Startup NIO aus Shanghai will bis zum Jahr 2020 Elektrofahrzeuge auf den US-Markt bringen. Das gaben Padmasree Warrior, CEO der US-Niederlassung, und Li Bin, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem South by Southwest Festival in Austin, Texas, Anfang März bekannt.

Während der Veranstaltung stellte NIO sein erstes selbststeuerndes elektrisch angetriebenes Konzeptfahrzeug „eve“ vor. Laut Unternehmensangaben soll das Fahrzeug mit Hilfe eines Fahrerassistenzsystems gesteuert werden. Dieses fungiert über eine intuitive Benutzerschnittstelle des Fahrzeugs, die das Auto mit der Außenwelt verbindet und über Sprache und Anzeigen auf sogenannten Augmented-Reality-Scheiben kommuniziert und die Gewohnheiten des Fahrers erlernen kann. Auf das konventionelle Lenkrad soll so laut Unternehmensangaben verzichtet werden können. CEO Warrior zufolge solle das System ab 2020 für amerikanische Modelle angeboten werden.

In China soll das Fahrzeug nach Herstellerangaben auf dem dritten Automatisierungsgrad erstmals im Rahmen der Shanghai International Automobile Industry Exhibition im April vorgestellt werden und ab der zweiten Jahreshälfte für Vorreservierungen zur Verfügung stehen. Auf dieser Vorstufe des vollständigen autonomen Fahrens soll das Fahrzeug laut Angaben des Unternehmens bereits selbstständig Funktionen wie das Auslösen des Blinkers, Spurwechsel und Spurhalten durchführen können. Die Auslieferung solle 2018 erfolgen.

Quellen: The Paper (11.03.2017), NIO (10.03.2017)

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02/17 Produktionsstätte für LTO-Batterien in der Stadt Tianjin geplant

Anfang Februar vereinbarten der südchinesische Elektroautomobil- und Batteriehersteller Zhuhai Yinlong New Energy und der größte chinesische Klimaanlagenhersteller Gree Electric Appliances mit Sitz in Zhuhai gemeinsam mit der Stadtregierung der Hafenstadt Tianjin in Nordchina eine strategische Zusammenarbeit im Bereich New Energy Vehicles (NEVs). Im Rahmen einer Unterzeichnungszeremonie in Tianjin gingen die drei Partner eine Rahmenvereinbarung zum Aufbau einer Produktionsstätte für die Herstellung intelligenter Elektrogeräte, Elektrofahrzeuge und die Entwicklung verbesserter Antriebsbatterien für NEVs ein.

Ein durch Zhuhai Yinlong vorangetriebener Schwerpunkt der neuen Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung und Herstellung von NEV-Antriebsbatterien sein, bei denen die bisherigen Lithiumzellen mittels einer Lithium-Titanat-Anode (LTO) optimiert werden sollen. Bei diesen sogenannten LTO-Batterien wird die herkömmliche Grafitanode durch eine Lithium-Titanat-Anode ersetzt. Lithium-Titanat soll laut Unternehmensangaben gegenüber Graphitanoden eine größere Oberfläche aufweisen und damit die Ladung deutlich schneller aufnehmen und abgeben können. Laut Zhuhai Yinlong sollen dadurch die Zellen stärker belastet werden können, was zu einer Erhöhung der Ladezyklen führt. Bis zu 25.000 Ladevorgänge sollen laut Herstellerangaben möglich sein. Außerdem sollen die LTO-Batterien laut Hersteller bereits innerhalb von sechs Minuten nahezu vollständig aufgeladen werden können und eine längere Nutzungsdauer aufweisen. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien bei minus 20 Grad Celsius nicht mehr funktionsfähig sind, sollen LTO-Batterien noch bei Temperaturen zwischen minus 50 und 60 Grad Celsius beladen werden können. Die Herstellungskosten der LTO-Batterien sind zwar 1,5 bis 2 Mal so hoch wie die von Lithium-Ionen-Batterien, durch die überdurchschnittlich lange Nutzungsdauer relativieren sich die Kosten jedoch entsprechend.

Die eigens von Zhuhai Yinlong am Standort Tianjin produzierten verbesserten Antriebsbatterien sollen in Elektrofahrzeugen Einsatz finden, die ebenfalls in der neu geplanten Produktionsstätte in der Hafenstadt hergestellt werden sollen. Gree Electric Appliances soll die Klimaanlagen der Fahrzeuge liefern.

Quellen: Beijing Business Today (07.02.2017), Zhuhai Yinlong New Energy (16.02.2017), China Business Journal (21.02.2017)

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01/17 Faraday Future stellt neues Elektrofahrzeug vor

Anfang Januar stellte der US-amerikanische Elektroautomobilhersteller Faraday Future im Rahmen der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) das neue Elektroautomodell FF91 vor. Nick Sampson, Entwicklungsleiter des amerikanischen Start-up, und Jia Yueting, CEO des chinesischen Technologieunternehmens LeEco, dem finanziellen Partner von Faraday Future, präsentierten gemeinsam das neue Fahrzeugmodell zum Messeauftakt in Las Vegas.

Der elektrisch angetriebene FF91 soll laut Herstellerangaben auf eine Leistung von 1.050 PS kommen und innerhalb von 2,39 Sekunden von Null auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen können. Laut Hersteller soll das Fahrzeug mit einer Batterieleistung von 130 kWh pro vollständige Ladung eine Reichweite von 700 Kilometer zurücklegen können. Die Produktion soll im Jahr 2018 serienmäßig anlaufen.

Laut Hong Bae, Direktor der Abteilung für Autonomes Fahren bei Faraday Future, ist der FF91 mit einem hochmodernen LiDAR-System zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung ausgestattet. Durch Laserstrahlen wird die Umgebung des Fahrzeugs erfasst und in einer 3D-Landkarte abgebildet. Darüber hinaus sollen weitere Kameras und Ultraschallgeräte dazu beitragen, ein präzises und sicheres Autonomes Parken zu ermöglichen. Mittels einer speziellen Gesichtserkennungstechnologie soll das Öffnen des Fahrzeuges möglich sein.

LeEco engagiert sich nicht nur als Investor im Bereich Elektromobilität, sondern agiert auch selbst in der Entwicklung und Produktion von New Energy Vehicles. Ende Dezember 2016 gab das Technologieunternehmen bekannt, eine Produktionsanlage für elektrisch angetriebene Fahrzeuge in der ostchinesischen Provinz Zhejiang aufbauen zu wollen. In der Anlage sollen zukünftig jährlich 400.000 Elektrofahrzeuge der Eigenmarke LeSEE produziert werden.

Quellen: China Daily (04.01.2017), Baidu Baijia (04.01.2017), China Daily (28.12.2016)

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Projekte und Kooperationen

03/17 BAIC errichtet Fertigungsanlage für NEVs in der Stadt Chongqing

Anfang März begann der chinesische Elektroautomobilhersteller BAIC Jiaqing New Energy Vehicle Technology mit dem Aufbau einer neuen Fertigungsanlage für New Energy Vehicles (NEVs) an seinem Sitz in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. Das Unternehmen BAIC Jiaqing wurde im vergangenen Jahr von dem chinesischen NEV-Hersteller BAIC BJEV gegründet, um den Markt für Elektrofahrzeuge in Südwestchina weiter zu erschließen.

Laut BAIC Jiaqing soll die Anlage nach Fertigstellung eine Gesamtfläche von rund 750.000 Quadratmeter umfassen und bereits zwei Jahre nach Baubeginn in Betrieb genommen werden können. Das investierte Kapital beläuft sich laut Unternehmensangaben auf rund 3 Milliarden Yuan. Laut Xu Heyi, Vorstandsvorsitzender von BAIC, soll in der neuen Fertigungsanlage eine jährliche Produktionskapazität von rund 300.000 Fahrzeugen erreicht werden. Bis 2020 plant BAIC Jiaqing gemeinsam mit den beiden bereits in Chongqing ansässigen Elektroautomobilherstellern BAIC Yinxiang und BAIC Special Vehicle mehr als eine Million NEVs in Chongqing herzustellen.

Quelle: Auto News (01.03.2017)

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03/17 Automobilzulieferer Beijing WKW plant Fertigung von NEVs in Deutschland

Anfang März veröffentlichte der chinesisch-deutsche Automobilzulieferer Beijing WKW Automotive Parts auf der Webseite der Börse Shenzhen einen Emissionsplan für die nicht-öffentliche Ausgabe von Wertpapieren im Wert von 5 Milliarden Yuan. Mit dem durch die Emission der Wertpapiere erhaltenen Kapital will das Unternehmen den Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie einer Fertigungsstätte für elektrische Fahrzeuge in Deutschland finanzieren. Laut Beijing WKW soll in diesem Zusammenhang eine Tochtergesellschaft in Deutschland gegründet werden. Der genaue Standort für die Fertigungsstätte wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.

Laut Beijing WKW soll bis Mai 2017 die Genehmigung der chinesischen Regierung sowie der zuständigen Stellen in Deutschland vorliegen und anschließend das Grundstück in Deutschland erworben werden. Von Mai bis Oktober 2017 sollen entsprechende Vorort-Inspektionen stattfinden. Bereits bis Oktober 2018 soll der Aufbau der Fertigungsstätte abgeschlossen sein, so dass die Inbetriebnahme voraussichtlich im September 2019 erfolgen kann. Vorgesehen ist laut Unternehmensangaben eine jährliche Produktionskapazität von rund 100.000 elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.

Quellen: Gasgoo (10.03.2017), WKW Automotive (10.03.2017)

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03/17 VW und JAC bauen Kooperation im Bereich elektrische SUVs weiter aus

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen will die Kooperation mit seinem chinesischen Partner Anhui Jianghuai Automobile (JAC) weiter ausbauen und künftig preisgünstige Elektrofahrzeuge auf den chinesischen Markt bringen. Dies verkündete Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, Mitte März in Wolfsburg. Auch Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstandes und Präsident der VW Group China äußerte sich im Rahmen einer Pressekonferenz auf der 87. Geneva International Motor Show Mitte März in Genf zu der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Automobilhersteller. Laut Heizmann plant VW in Kooperation mit JAC im kommenden Jahr ein elektrisch angetriebenes SUV-Modell auf den chinesischen Markt zu bringen. Im September 2016 hatte VW mit JAC ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um im Bereich Elektromobilität langfristig zusammenzuarbeiten. Der Aufsichtsrat von VW habe der Kooperation mit JAC bereits zugestimmt. Jetzt fehle noch die Genehmigung der chinesischen Regierung, so Heizmann im Rahmen der Pressekonferenz. Das neue Joint Venture soll voraussichtlich in der ostchinesischen Stadt Hefei gegründet werden, dem Hauptsitz von JAC.

Ein stärkeres Engagement in den Bereichen Elektromobilität sowie Mobilitätsdienstleistungen hatte VW im vergangenen Jahr im Rahmen der „Together – Strategie 2025“ festgelegt. China stellt in diesem Zusammenhang als größter Absatzmarkt für Elektrofahrzeuge einen wichtigen Zielmarkt dar.

Quellen: d1ev (15.03.2017), Automobil Produktion (15.03.2017)

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02/17 Umfangreicher Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Provinz Zhejiang

Eine der größten Herausforderungen vor denen die Elektromobilitätsbranche in China steht, ist eine flächendeckende Errichtung von Ladestationen für New Energy Vehicles (NEVs). Um den gestiegenen Ladebedarf von Elektrofahrzeugen in der Region zu decken, soll in der ostchinesischen Provinz Zhejiang nun das Ladeinfrastrukturnetz in städtischen Gebieten massiv ausgebaut werden. Dies gab die regionale Niederlassung des staatlichen Energieunternehmens State Grid zum Jahresbeginn bekannt.

State Grid installierte bereits im vergangenen Jahr über 400 Ladestationen in der Region. Mehrere hundert Ladesäulen wurden außerdem entlang der wichtigsten Autobahnen an Raststätten und Tankstellen eingerichtet. Bis Ende 2017 sollen weitere Ladesäulen in einem Abstand von höchstens zwei Kilometer im gesamten urbanen Gebiet von elf Städten hinzukommen. Die Verbesserung der Ladeinfrastruktur in der Region soll auch dazu beitragen, dass künftig mehr Menschen von herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen auf NEVs umsteigen. Im Rahmen des aktuellen Fünfjahresplans (2016-2020) der Provinz Zhejiang sollen bis 2020 Ladesäulen für mehr als 230.000 NEVs zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Xinhua Net (19.01.2017)

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02/17 VW plant bis 2025 rund 1,5 Millionen NEVs in China abzusetzen

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen plant bis zum Jahr 2025 rund 1,5 Millionen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge in China abzusetzen. Dies erklärte Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstandes der Volkswagen AG und Präsident der Volkswagen Group China, Mitte Januar im Rahmen des China EV100 Forums in Peking. Bis zum Jahr 2020 strebt Volkswagen eine Absatzmenge von rund 400.000 New Energy Vehicles (NEVs) in China an.

Um diese Absatzziele zu erreichen, will der Automobilhersteller in den kommenden Jahren hauptsächlich neue Elektroautomodelle auf den chinesischen Markt bringen. Bereits 2017 soll die Plug-In-Hybrid-Variante der Luxuslimousine Phideon mit einer Reichweite von rund 300 Kilometer in China eingeführt werden. In den kommenden fünf Jahren sind weitere 15 NEV-Modelle geplant, darunter Modelle in denen die Technologie Modularer Elektrobaukasten (MEB) eingesetzt wird. Durch die Verwendung von zwei Antriebssystemen im Bereich der Vorderachse und im Heck der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge soll eine Reichweite von rund 600 Kilometer erzielt werden können. Heizmann berichtete außerdem, dass Volkswagen gemeinsam mit dem Kooperationspartner Anhui Jianghui Automobile (JAC) an der Entwicklung kostengünstiger NEVs speziell für den chinesischen Markt arbeite.

Quellen: d1ev (15.01.2017), Automobil Produktion (16.01.2017)

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01/17 Deutsch-Chinesisches Forschungsinstitut für Elektromobilität und Autonomes Fahren in Shenyang eröffnet

Anfang Januar wurde das Deutsch-Chinesische Forschungsinstitut für Elektromobilität und Autonomes Fahren im Deutsch-Chinesischen Industriepark für Maschinen- und Anlagenbau in der nordostchinesischen Stadt Shenyang eröffnet. Der Deutsch-Chinesische Industriepark wurde auf Initiative des chinesischen Staatsrates bereits im Jahr 2014 in Shenyang eingerichtet, um die wirtschaftliche Entwicklung im Nordosten Chinas zu fördern. Das Shenyang Science and Technology Bureau, der Deutsch-Chinesische Industriepark, das deutsche Leichtbau-Unternehmen DEING-Tech mit Hauptsitz in Aalen, das auch mit einer Niederlassung in Shenyang vertreten ist, und der Verein chinesischer Automobilingenieure Deutschland (VECA) werden zukünftig als Gründungspartner des neu eingerichteten Instituts zusammen arbeiten, um die weitere Entwicklung der Elektromobilitätsbranche in der Region zu stärken. Eine Kooperationsvereinbarung wurde im Rahmen der Eröffnungszeremonie unterzeichnet.

Das Deutsch-Chinesische Forschungsinstitut will sich vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung von Antriebstechnologie engagieren. Außerdem soll auf dem Gebiet Autonomes Fahren ein Forschungsteam des VECA schwerpunktmäßig den Bereich vollautomatisiertes Fahren untersuchen, bei dem das Fahrerassistenzsystem den kompletten Fahrprozess übernimmt. Das Unternehmen DEING-Tech wird die Verwaltung des Forschungsinstituts übernehmen.

Quellen: China Electric Vehicle Net (09.01.2017), People’s Daily (05.01.2017)

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