AHK World Business Outlook: Weltwirtschaftsklima kühlt sich ab

Die globalen Konjunkturerwartungen der deutschen Unternehmen sind deutlich zurückgegangen, das zeigt der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgestellte "AHK World Business Outlook".

Für die Untersuchung hatten die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) im September und Oktober eine Befragung durchgeführt, an der sich weltweit über 3.500 deutsche Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie Betriebe mit engem Deutschlandbezug beteiligten.

 

Ergebnisse der Umfrage für China:

Die ersten Auswirkungen des Handelskonfliktes mit den USA lassen sich in den Handelsströmen bereits erkennen. Die chinesischen Ausfuhren von Aluminium, Stahl und Eisenerz in die USA sind nach Inkrafttreten der US-Zölle gesunken. Der abermalige Anstieg der US-Importzölle im Januar 2019 auf zahlreiche chinesische Produkte von derzeit zehn auf 25 Prozent dürfte die Situation noch einmal verschärfen. Bisher konnte der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit durch die Abwertung des Renminbis noch teilweise abgefedert werden. Aktuell lockert die Nationalbank mit Blick auf den Handelsstreit bereits ihre Geldpolitik, um einer Verschlechterung der konjunkturellen Lage vorzubeugen. Daher fallen die Wachstumsraten im Land der Mitte weiter hoch aus. Die chinesische Wirtschaft entwickelt sich insgesamt aber weniger schwungvoll als in den letzten Jahren. Auch deutsche Unternehmen zeigen sich von dieser Entwicklung betroffen. Daher sinkt der Lagesaldo deutlich von 55 auf 34 Punkte. Für die nächsten zwölf Monate erwarten 41 Prozent eine bessere Geschäftsentwicklung, elf Prozent eine schlechtere. Der Erwartungssaldo reduziert sich um zwölf auf 30 Punkte. Größte Sorge bereitet den Unternehmen derzeit der Fachkräftemangel (45 Prozent). Gefolgt von der Inlandsnachfrage (43 Prozent) und den Arbeitskosten (37 Prozent).

 

Download AHK World Business Outlook (Deutsch)

Mehr Informationen (DIHK)

 

 

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