EMOChina Newsletter | Ausgabe 02/2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe:

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. MIIT veröffentlicht neue Regularien für Elektroautomobilhersteller 

2. Erster Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter NEVs nach neuen Kriterien herausgegeben 

3. Chinesische Ministerien veröffentlichen Richtlinie zur Förderung des Recyclings wiederverwertbarer Materialien 

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. Bilanz 2016: Über 500.000 NEVs in China abgesetzt 

5. Ergebnis aktueller Online-Befragung: Immer mehr Chinesen würden ein Elektroauto kaufen

6. Peking reserviert 60.000 NEV-Kennzeichen für 2017

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. Produktionsstätte für LTO-Batterien in der Stadt Tianjin geplant

 

 PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. Umfangreicher Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Provinz Zhejiang

9. VW plant bis 2025 rund 1,5 Millionen NEVs in China abzusetzen

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. MIIT veröffentlicht neue Regularien für Elektroautomobilhersteller

Das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichte am 16. Januar dieses Jahres neue Regularien, die klare Kriterien für Elektroautomobilhersteller definieren und diesen die Produktion von Elektrofahrzeugen nur unter bestimmten Voraussetzungen gestatten. Die neuen Regularien lösen eine Vorversion aus dem Jahr 2009 ab. Bereits im August 2016 hatte das MIIT einen Entwurf gesetzgebenden Körperschaften zur Beratung und Abstimmung vorgelegt. Die neuen Regularien sollen zum 1. Juli 2017 in Kraft treten.

In den neuen Regularien sollen New Energy Vehicles (NEVs) neu klassifiziert werden. In Zukunft gelten nur noch Plug-In-Hybridfahrzeuge, Batterie-Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge als NEVs. Zuvor waren auch Fahrzeuge, die durch andere alternative Energien, wie beispielsweise den als Dieselersatz fungierenden Dimethylether, angetrieben werden, als NEVs bezeichnet worden. Außerdem müssen NEV-Hersteller über die drei Schlüsseltechnologien eines Elektrofahrzeuges (Batterie, Elektronik, Motor) verfügen, statt wie zuvor lediglich nur über eine der genannten Technologien. Des Weiteren werden die Hersteller dazu angehalten, eine eigene Datenbank einzurichten, die diverse Informationen über die abgesetzten Fahrzeuge während der gesamten Nutzungsdauer speichert.

Laut einer offiziellen Stellungnahme des MIIT sind vor allem Qualitäts- und Sicherheitsmängel der Fahrzeuge und infolge dessen eine zunehmende Anzahl an Unfällen ein Grund für die strikteren Regularien für Elektroautomobilhersteller. Außerdem sollen Hersteller durch die Regularien dazu verpflichtet werden, innovativer zu sein und ihre Fahrzeuge kontinuierlich weiterzuentwickeln, um vor allem Sicherheitsrisiken entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollen die Standards zu einer besseren Regulierung des Herstellermarktes beitragen, indem Hersteller vom Markt verdrängt werden, die nicht entsprechend der neuen Standards produzieren können.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (16.01.2017), eeo.com (16.01.2017)

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2. Erster Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter NEVs nach neuen Kriterien herausgegeben 

Das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichte im Januar den ersten Fahrzeugkatalog förderungsberechtigter New Energy Vehicles (NEVs) für das Jahr 2017. Staatliche Subventionen können Automobilhersteller nur für die NEV-Modelle beantragen, die auch im Katalog gelistet sind.

Seit Anfang des Jahres müssen NEV-Hersteller, die staatliche Subventionen für ihre Fahrzeugmodelle beantragen wollen, die Aufnahme in die vom MIIT veröffentlichten Fahrzeugkataloge für empfohlene NEVs offiziell beim China Vehicle Technology Service Center neu beantragen. Grund sind neue technische Standards für NEVs, die im Rahmen der neuen Subventionsregelung vom 1. Januar 2017 des MIIT, des Ministry of Finance, der National Development and Reform Commission und des Ministry of Science and Technology veröffentlicht wurden waren.

Die erste Liste für das Jahr 2017 weist insgesamt 185 NEV-Modelle auf, darunter unter anderem Fahrzeugmodelle der chinesischen Automobilhersteller BAIC, BYD, Changan, Chery und Geely. Förderungsberechtigt sind außerdem erstmals auch NEVs, in denen Lithium-Ternär- sowie NCM-Batterien eingesetzt sind, die eine hohe Energiedichte aufweisen, bisher jedoch mehrheitlich von koreanischen Batterieherstellern gefertigt werden.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Fahrzeugmodelle in den Katalog aufgenommen werden. Im vergangenen Jahr hatte das MIIT fünf Fahrzeugkataloge veröffentlicht, in denen insgesamt 2.193 förderungsberechtigte Fahrzeugmodelle gelistet waren.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (23.01.2017), Xinhua Net (24.01.2017), Automotive News China (24.01.2017)

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3. Chinesische Ministerien veröffentlichen Richtlinie zur Förderung des Recyclings wiederverwertbarer Materialien

Anfang Februar veröffentlichten das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT), das Ministry of Commerce und das Ministry of Science and Technology eine Richtlinie zur Förderung des Recyclings von wiederverwertbaren Ressourcen. Provinzregierungen und produzierende Unternehmen sollen sich verstärkt damit befassen, wie Produkte besser entsorgt beziehungsweise recycelt werden können. Ziel der Richtlinie ist, das Recycling von Materialien und Rohstoffen zu fördern, die zwar nicht zwangsläufig runderneuert werden können, aber zumindest nach dem Recyclingprozess in industrielle Produktionsprozesse oder natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Beispiele sind Nichteisenmetalle, Kunststoffe und Gummi.

Staatlich unterstützte Pilotprojekte zum Recycling von wiederverwertbaren Materialien sollen von führenden Unternehmen bestimmter Branchen durchgeführt werden, mit dem Ziel, bis ins Jahr 2020 musterhafte Recyclingsysteme chinaweit aufzubauen. Bis 2020 sollen rund 0,35 Milliarden Tonnen wiederverwertbarer Materialien recycelt werden können.

Einer der zehn Kernpunkte der neuen Richtlinie betrifft das Recycling von verwendeten Antriebsbatterien in New Energy Vehicles (NEVs). Der Richtlinie zufolge sollen Pilotstädte in der Metropolregion Jing-Jin-Ji (Peking, Tianjin und Hebei-Provinz), im südostchinesischen Yangtze-Delta und dem südchinesischen Perlflussdelta ausgewählt werden, um dort staatlich finanzierte Demonstrationsprojekte für das Recycling von Antriebsbatterien einzurichten.

Mitte Oktober 2016 hatte das MIIT durch die Veröffentlichung von Kodierungsstandards für Antriebsbatterien einen Grundstein für den Aufbau eines umfassenden Batterie-Managementsystems gelegt. Ziel des Kodierungsstandards ist eine bessere Verwaltung der Batterien hinsichtlich des Herstellungs- und Recycling-Prozesses. Batterien sollen durch eine Seriennummer, einen Herstellercode sowie detaillierte Angaben in Bezug auf Material, Maße und Kategorie besser gekennzeichnet werden. In Zukunft soll dadurch auch das Batterie-Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus NEVs verbessert werden, um die in den Batterien verwendeten Metalle wie Kupfer, Aluminium und das wertvolle Lithium wiederzugewinnen und erneut zur Batterieherstellung zu nutzen.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (25.01.2017), d1ev (04.02.2017)

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4. Bilanz 2016: Über 500.000 NEVs in China abgesetzt

Im Jahr 2016 wurden in China insgesamt 517.000 New Energy Vehicles (NEVs) produziert und 507.000 NEVs abgesetzt. Diese Zahlen veröffentlichte die China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) Mitte Januar 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz in Peking. Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich die Produktionsmenge von NEVs um 51,7 Prozent und die Absatzmenge um 53 Prozent erhöht. 81 Prozent der im Jahr 2016 verkauften NEVs waren rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge, Plug-In-Hybridfahrzeuge machten 19 Prozent aus.

Die Rangliste der Elektroautomobilhersteller führte 2016 der chinesische Autohersteller BYD mit einer Absatzmenge von über 100.000 chinaweit verkauften Fahrzeugen an. Darauf folgen BAIC BJEV und Geely mit jeweils über 45.000 verkauften Fahrzeugen.

Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich der Anstieg der Produktions- und Absatzmenge von NEVs jedoch verlangsamt. Yao Jie, stellvertretender Generalsekretär der CAAM, zeigte sich auf der Pressekonferenz zum Jahresbeginn dennoch optimistisch und prognostiziert eine nachhaltigere Entwicklung der chinesischen Elektroautomobilitätsbranche. Laut Yao Jie würden auch die seit Anfang des Jahres geltenden Subventionskürzungen für Hersteller zu einer stabileren Entwicklung der Branche beitragen. 

Quellen: d1ev (12.01.2017), Gasgoo Auto (16.01.2017), Spiegel Online (24.01.2017)

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5. Ergebnis aktueller Online-Befragung: Immer mehr Chinesen würden ein Elektroauto kaufen

Mitte Januar veröffentlichten das chinesische Online-Nachrichtenportal Phoenix Media und das amerikanische Marktforschungsunternehmen Nielsen im Rahmen des Chinese Automobile Annual Festival in einem Bericht die Ergebnisse einer Online-Befragung zum Nutzerverhalten chinesischer Autofahrer. Die Befragung wurde online im Zeitraum von August bis November 2016 unter Straßenverkehrsteilnehmern aus rund 20 chinesischen Großstädten durchgeführt.

Dem Bericht zufolge könnten sich aktuell rund 87 Prozent der Umfrageteilnehmer vorstellen, ein New Energy Vehicles (NEVs) zu erwerben. Darunter würden drei Prozent zweifelsfrei ein NEV kaufen, 28 Prozent ziehen ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug einem herkömmlich angetriebenen Fahrzeug vor und 56 Prozent äußerten sich indifferent bezüglich einer der beiden Alternativen. Auch bei weniger staatlicher Förderung wären laut Umfrage immer noch 76 Prozent der Umfrageteilnehmer grundsätzlich am Erwerb eines Elektrofahrzeugs interessiert. 34 Prozent der Befragten wären sogar dazu bereit einen höheren Preis für ein NEV zu zahlen als für ein herkömmlich angetriebenes Fahrzeug.

Umweltfreundlichkeit, niedrige Kosten sowie die Ausnahme von Fahrbeschränkungen in chinesischen Metropolen sind die Hauptfaktoren, die laut chinesischen Autofahrern für den Erwerb eines NEVs sprechen. Demgegenüber wirken sich eine unzureichend ausgebaute Ladeinfrastruktur, lange Ladezeiten sowie eine zu geringe Reichweite negativ auf die Kaufentscheidung aus. Ein unzureichender Sicherheitsstandard von Elektrofahrzeugen wurde laut Li Li, Senior Direktorin beim Marktforschungsunternehmen Nielsen am Standort Peking, relativ selten von den Befragten genannt. Den Grund dafür sieht Li in einem zunehmenden Vertrauen der Kunden in Elektroautomobilhersteller und deren Fahrzeuge.

Quellen: d1ev (18.01.2017), Phoenix Media (18.01.2017)

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6. Peking reserviert 60.000 NEV-Kennzeichen für 2017

Dem Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau zufolge sollen im Jahr 2017 in Peking insgesamt 60.000 Kennzeichen für New Energy Vehicles (NEVs) vergeben werden. Davon 85 Prozent an Privatpersonen, 5 Prozent an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie 10 Prozent für den gewerblichen Gebrauch. Eine Lizenz ist sechs Monate gültig; in diesem Zeitraum muss das Fahrzeug angemeldet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Anzahl der zu vergebenen NEV-Lizenzen in der Hauptstadt auf dem gleichen Niveau. Dass die Anzahl der Kennzeichen für NEVs nicht erhöht wurde sehen Branchenkenner als Zeichen dafür, dass nach dem starken und vor allem subventionsgetriebenen Wachstum der letzten Jahre nun eher von einer nachhaltigeren Entwicklung auszugehen ist. Ebenfalls wie im Vorjahr ist auch die Anzahl der Kennzeichen für herkömmlich angetriebene Fahrzeuge mit 90.000 unverändert. 2017 sollen insgesamt 150.000 Neufahrzeuge in Peking zugelassen werden.

Laut Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau sind seit Jahresbeginn bereits über 42.000 Anträge für die Zulassung eines NEV von Privatpersonen und über 4.000 Anträge von rund 2.700 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eingegangen. Im Gegensatz zum Lotterieverfahren mittels dem Kennzeichen für konventionelle Fahrzeuge vergeben werden, können NEV-Lizenzen seit Anfang 2016 direkt bei der zuständigen Behörde beantragt werden. Die Vergabe erfolgt abhängig vom zeitlichen Eingang des Antrages nach dem Windhundprinzip. Statistiken des chinesischen NEV-Onlineportals d1ev zufolge wurden zwischen Anfang 2014 und Ende 2016 rund 90 Prozent aller Anträge durch das Bureau genehmigt. Bei der Kennzeichenvergabe in diesem Jahr sollen zunächst die 17.000 Antragsteller aus dem Vorjahr bevorzugt werden, die aufgrund einer begrenzten Anzahl der Kennzeichen in 2016 keine Zulassung erhalten hatten.

Quellen: Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau (04.02.2017), Beijing Passenger Car Quota Adjustment Management Bureau (09.02.2017), Automobil Produktion (07.02.2017), d1ev (13.02.2017)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. Produktionsstätte für LTO-Batterien in der Stadt Tianjin geplant

Anfang Februar vereinbarten der südchinesische Elektroautomobil- und Batteriehersteller Zhuhai Yinlong New Energy und der größte chinesische Klimaanlagenhersteller Gree Electric Appliances mit Sitz in Zhuhai gemeinsam mit der Stadtregierung der Hafenstadt Tianjin in Nordchina eine strategische Zusammenarbeit im Bereich New Energy Vehicles (NEVs). Im Rahmen einer Unterzeichnungszeremonie in Tianjin gingen die drei Partner eine Rahmenvereinbarung zum Aufbau einer Produktionsstätte für die Herstellung intelligenter Elektrogeräte, Elektrofahrzeuge und die Entwicklung verbesserter Antriebsbatterien für NEVs ein. 

Ein durch Zhuhai Yinlong vorangetriebener Schwerpunkt der neuen Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung und Herstellung von NEV-Antriebsbatterien sein, bei denen die bisherigen Lithiumzellen mittels einer Lithium-Titanat-Anode (LTO) optimiert werden sollen. Bei diesen sogenannten LTO-Batterien wird die herkömmliche Grafitanode durch eine Lithium-Titanat-Anode ersetzt. Lithium-Titanat soll laut Unternehmensangaben gegenüber Graphitanoden eine größere Oberfläche aufweisen und damit die Ladung deutlich schneller aufnehmen und abgeben können. Laut Zhuhai Yinlong sollen dadurch die Zellen stärker belastet werden können, was zu einer Erhöhung der Ladezyklen führt. Bis zu 25.000 Ladevorgänge sollen laut Herstellerangaben möglich sein. Außerdem sollen die LTO-Batterien laut Hersteller bereits innerhalb von sechs Minuten nahezu vollständig aufgeladen werden können und eine längere Nutzungsdauer aufweisen. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien bei minus 20 Grad Celsius nicht mehr funktionsfähig sind, sollen LTO-Batterien noch bei Temperaturen zwischen minus 50 und 60 Grad Celsius beladen werden können. Die Herstellungskosten der LTO-Batterien sind zwar 1,5 bis 2 Mal so hoch wie die von Lithium-Ionen-Batterien, durch die überdurchschnittlich lange Nutzungsdauer relativieren sich die Kosten jedoch entsprechend.

Die eigens von Zhuhai Yinlong am Standort Tianjin produzierten verbesserten Antriebsbatterien sollen in Elektrofahrzeugen Einsatz finden, die ebenfalls in der neu geplanten Produktionsstätte in der Hafenstadt hergestellt werden sollen. Gree Electric Appliances soll die Klimaanlagen der Fahrzeuge liefern.

Quellen: Beijing Business Today (07.02.2017), Zhuhai Yinlong New Energy (16.02.2017), China Business Journal (21.02.2017)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. Umfangreicher Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Provinz Zhejiang

Eine der größten Herausforderungen vor denen die Elektromobilitätsbranche in China steht, ist eine flächendeckende Errichtung von Ladestationen für New Energy Vehicles (NEVs). Um den gestiegenen Ladebedarf von Elektrofahrzeugen in der Region zu decken, soll in der ostchinesischen Provinz Zhejiang nun das Ladeinfrastrukturnetz in städtischen Gebieten massiv ausgebaut werden. Dies gab die regionale Niederlassung des staatlichen Energieunternehmens State Grid zum Jahresbeginn bekannt.

State Grid installierte bereits im vergangenen Jahr über 400 Ladestationen in der Region. Mehrere hundert Ladesäulen wurden außerdem entlang der wichtigsten Autobahnen an Raststätten und Tankstellen eingerichtet. Bis Ende 2017 sollen weitere Ladesäulen in einem Abstand von höchstens zwei Kilometer im gesamten urbanen Gebiet von elf Städten hinzukommen. Die Verbesserung der Ladeinfrastruktur in der Region soll auch dazu beitragen, dass künftig mehr Menschen von herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen auf NEVs umsteigen. Im Rahmen des aktuellen Fünfjahresplans (2016-2020) der Provinz Zhejiang sollen bis 2020 Ladesäulen für mehr als 230.000 NEVs zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Xinhua Net (19.01.2017)

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9. VW plant bis 2025 rund 1,5 Millionen NEVs in China abzusetzen

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen plant bis zum Jahr 2025 rund 1,5 Millionen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge in China abzusetzen. Dies erklärte Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstandes der Volkswagen AG und Präsident der Volkswagen Group China, Mitte Januar im Rahmen des China EV100 Forums in Peking. Bis zum Jahr 2020 strebt Volkswagen eine Absatzmenge von rund 400.000 New Energy Vehicles (NEVs) in China an.

Um diese Absatzziele zu erreichen, will der Automobilhersteller in den kommenden Jahren hauptsächlich neue Elektroautomodelle auf den chinesischen Markt bringen. Bereits 2017 soll die Plug-In-Hybrid-Variante der Luxuslimousine Phideon mit einer Reichweite von rund 300 Kilometer in China eingeführt werden. In den kommenden fünf Jahren sind weitere 15 NEV-Modelle geplant, darunter Modelle in denen die Technologie Modularer Elektrobaukasten (MEB) eingesetzt wird. Durch die Verwendung von zwei Antriebssystemen im Bereich der Vorderachse und im Heck der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge soll eine Reichweite von rund 600 Kilometer erzielt werden können. Heizmann berichtete außerdem, dass Volkswagen gemeinsam mit dem Kooperationspartner Anhui Jianghui Automobile (JAC) an der Entwicklung kostengünstiger NEVs speziell für den chinesischen Markt arbeite.

Quellen: d1ev (15.01.2017), Automobil Produktion (16.01.2017)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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