EMOChina Newsletter | Ausgabe 11/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Roadmap zur weiteren Förderung der Elektromobilitätsbranche veröffentlicht

2. Ladeinfrastruktur soll 2020 Bedarf von fünf Millionen NEVs decken

3. Einführung von NEV-Fahrzeugkennzeichen in fünf chinesischen Städten

4. Chinesischer Staatsrat stellt Plan zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen vor

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

5. Elektromobilität fördert Zusammenarbeit zwischen chinesischen und ausländischen Automobilherstellern

6. Batterierecycling verspricht großes Marktpotential

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. Baubeginn einer Produktionsstätte für Schnellladebatterien in Nordchina

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. VW baut Geschäft auf chinesischem NEV-Markt aus

9. Audi verstärkt Engagement im Bereich Elektromobilität in China

10. BMW kooperiert mit chinesischem Car-Sharing-Unternehmen

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Roadmap zur weiteren Förderung der Elektromobilitätsbranche veröffentlicht

Ende Oktober veröffentlichte das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) eine Roadmap, die die weitere Entwicklung der Elektromobilitätsbranche in China für die kommenden 15 Jahre beschreibt. Die „Roadmap for Energy Saving and New Energy Vehicles“ wurde von der Society of Automotive Engineers of China, einer Vereinigung von Experten der Automobilindustrie, ausgearbeitet. Vor rund einem Jahr hatten das MIIT und das chinesische National Manufacturing Strategy Advisory Committee die über 500 Experten mit der Ausarbeitung der Roadmap beauftragt. Die Roadmap legt Ziele für den Marktanteil von New Energy Vehicles (NEVs) und den weiteren Ausbau von Ladeinfrastruktur bis ins Jahr 2030 fest. Konkrete Richtlinien für die Umsetzung sollen in naher Zukunft veröffentlicht werden.  

Laut Roadmap soll der Anteil von NEVs an allen abgesetzten Fahrzeugen in China bis ins Jahr 2030 sukzessive gesteigert werden. So soll der Anteil der abgesetzten Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 bei sieben Prozent, im Jahr 2030 bereits bei 40 Prozent aller abgesetzten Fahrzeuge innerhalb eines Jahres liegen. Insgesamt sollen im Jahr 2030 rund 80 Millionen NEVs auf Chinas Straßen fahren. Chinesische Automobilhersteller sind angehalten, verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren und weitere Verbesserungen von Antriebs- und Batterietechnologien voranzutreiben. Im Jahr 2020 sollen rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge bereits standardmäßig eine Reichweite von mindestens 300 Kilometer erreichen können. Bis 2030 soll die Reichweite sogar bei 500 Kilometern liegen.

In der Roadmap wird außerdem der weitere Ausbau der landesweiten Ladeinfrastruktur beschrieben. Bis ins Jahr 2020 sollen chinaweit mindestens fünf Millionen Ladesäulen installiert sein; im Jahr 2030 sollen es rund 80 Millionen sein.

Quellen: Society of Automotive Engineers of China (26.10.2016), Sina Auto (26.10.2016), China Daily (31.10.2016)

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2. Ladeinfrastruktur soll 2020 Bedarf von fünf Millionen NEVs decken

Im Rahmen des 13. Fünfjahresplans (2016-2020) veröffentlichten die chinesische National Development and Reform Comission und die National Energy Administration Anfang November einen Energieentwicklungsplan, der landesweit umgesetzt werden soll.

Der Plan sieht vor, fossile Energiequellen langfristig durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Außerdem soll die chinesische Bevölkerung in ländlichen Regionen einen besseren Zugang zu Strom erhalten. Bis ins Jahr 2020 soll der Stromverbrauch pro Kopf auf 5.000 kWh erhöht werden. Investitionen sollen vor allem in den Ausbau der Energieinfrastruktur fließen. Neben dem Bau von Solar-, Wind- und Kernenergiekraftwerken soll besonders der Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch angetriebene Fahrzeuge vorangetrieben werden. Hier rückt vor allem die Einrichtung von Ladesäulen in Wohnsiedlungen, auf Firmengeländen oder an Bus- und Taxistationen in den Fokus. Darüber hinaus sieht der Plan vor, die Anzahl von Ladesäulen auf Parkplätzen von öffentlichen Einrichtungen weiter zu erhöhen und zusätzlich Schnelllade- und Batteriewechselstationen entlang von Autobahnen einzurichten.

Bis ins Jahr 2020 soll ein landesweites Ladeinfrastrukturnetz bestehend aus über 12.000 Lade- und Batteriewechselstationen sowie mehr als 4,8 Millionen Ladesäulen entstehen, das den Ladebedarf von über fünf Millionen NEVs abdecken soll. Diese Zielsetzung orientiert sich an der aktuell vom Ministry of Industry and Information Technology veröffentlichten „Roadmap for Energy Saving and New Energy Vehicles“.

Quelle: Xinhua Net (09.11.2016)

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3. Einführung von NEV-Fahrzeugkennzeichen in fünf chinesischen Städten

Ab 1. Dezember sollen in den ostchinesischen Städten Shanghai, Nanjing und Wuxi, im nordöstlichen Jinan sowie in der südlichen Metropole Shenzhen spezielle Fahrzeugkennzeichen für New Energy Vehicles (NEVs) eingeführt werden. Dies gab der Vizeminister des Ministry of Public Security (MPS) Huang Ming auf der China Public Security Traffic Management Conference Anfang November in Shanghai bekannt. Durch die speziellen Kennzeichen soll eine bessere Verwaltung der Fahrzeuge sowie eine deutlichere Abgrenzung von herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen ermöglicht werden. Die leichtere Abgrenzung von anderen Fahrzeugen könnte beispielsweise bei der Beurteilung von Verkehrsverstößen vorteilhaft sein. In vielen chinesischen Städten sind NEVs von Fahrbeschränkungen ausgenommen, da sie zu einer Verringerung von Emissionen beitragen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das MPS die unterschiedliche Kennzeichnung angekündigt und dann im April dieses Jahres unterschiedliche Vorschläge auf der Webseite zur Kommentierung und Bewertung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die neuen NEV-Fahrzeugkennzeichen orientieren sich überwiegend an den Standard-Kennzeichen. Neben einem chinesischen Schriftzeichen, das die Provinz angibt, in der das Fahrzeug angemeldet ist, besteht die Nummer aus einer Kombination von Ziffern und Buchstaben. Das neue NEV-Kennzeichen wird jedoch um eine zusätzliche Ziffer beziehungsweise einen Buchstaben ergänzt. Dadurch sind in Zukunft zusätzliche Kombinationen möglich, sollte die Zahl registrierter NEVs weiter ansteigen. Im Gegensatz zu den blauen Standard-Kennzeichen sind die neuen NEV-Kennzeichen in der Farbe Grün gestaltet.

 Quellen: Auto Sohu (09.11.2016), China Daily  (23.11.2016)

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4. Chinesischer Staatsrat stellt Plan zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen vor

Im Rahmen des 13. Fünfjahresplans (2016-2020) veröffentlichte der chinesische Staatsrat Ende Oktober auf seiner Webseite einen Plan, der weitere Ziele zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen formuliert. Unter anderem sollen die Treibhausgas-Emissionen pro BIP-Einheit bis zum Jahr 2020 um 18 Prozent gesenkt werden. Der neue Plan ist bindend für Regierungen auf Provinz- und Stadtebene, die nun dazu angehalten sind, konkrete Schritte auszuarbeiten und Maßnahmen im Sinne der Zielerreichung durchzuführen. Das vom Staatsrat einberufene National Leading Committee on Climate Change (NLCCC) soll dabei die Aktivitäten der Lokalregierungen überwachen. Das NLCCC wurde bereits im Jahr 2007 gegründet und berät die chinesische Regierung zu allen Themen rund um den Klimawandel.

Einer der wichtigsten Schritte in Zusammenhang mit der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen ist die Reduzierung der Kohlenstoff-Emissionen von Fahrzeugen für den kommerziellen Gebrauch wie Minivans und Lastwagen. Bis 2020 sollen die Kohlenstoff-Emissionen von Lastwagen um 8 Prozent, die von dienstlich genutzten Personenwagen um 2,6 Prozent gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird vor allem in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. Neben dem Ausbau des Schienenverkehrs in den Städten soll hauptsächlich die Ladeinfrastruktur für New Energy Vehicles (NEVs) optimiert werden.

Quellen: Chinesischer Staatsrat (27.10.2016), Zero Emissions Auto (07.11.2016)

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

5. Elektromobilität fördert Zusammenarbeit zwischen chinesischen und ausländischen Automobilherstellern

Unternehmensgründungen von Automobilherstellern, die ausschließlich herkömmlich angetriebene Fahrzeuge produzieren, sollen zukünftig stark eingeschränkt werden. Dies gab der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang auf der wöchentlich stattfindenden  Vorstandssitzung des chinesischen Staatsrates Anfang Oktober bekannt.

Die chinesische Regierung treibt die weitere Entwicklung der Elektromobilitätsbranche voran und fördert verstärkt Automobilhersteller, die sich im Bereich Elektromobilität engagieren. An Qingheng, Direktor des China Advisory Committee of Automobile Manufacturers, sieht hier Gelegenheit für weitere Kooperationen zwischen chinesischen und ausländischen Herstellern. Ein Beispiel sei laut An der kürzliche Zusammenschluss des deutschen Automobilherstellers Volkswagen mit dem chinesischen Hersteller Anhui Jianghuai Automobile. Auch der starke Konkurrenzkampf unter Automobilherstellern auf dem chinesischen Markt, staatliche Subventionen für New Energy Vehicles und eine Quotenregelung, die die Produktion herkömmlich angetriebener Fahrzeuge beschränken soll, könnten laut dem stellvertretenden Generalsekretär der China Association of Automobile Manufacturers Ye Shengji in Zukunft weitere Kooperationen zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen der Automobilbranche hervorbringen. Laut Ye sind dies außerdem auch Gründe dafür, dass sich bereits bestehende Joint Ventures zunehmend im Bereich Elektromobilität engagieren und gemeinsam an der Entwicklung von Fahrzeugen für den chinesischen Markt arbeiten. 

Quelle: China Automotive News (01.11.2016)

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6. Batterierecycling verspricht großes Marktpotential

Der steigende Absatz von Elektrofahrzeugen in China führt gleichzeitig zu einer erhöhten Nachfrage nach Antriebsbatterien. Bis ins Jahr 2018 soll ein Marktvolumen von rund fünf Milliarden Yuan allein für Traktionsbatterien für New Energy Vehicles (NEVs) erreicht werden. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung des chinesischen Marktforschungsunternehmens Trendforce mit Sitz in der südchinesischen Metropole Shenzhen.

Auch das in Shenzhen ansässige Beratungsunternehmen Zhiyan Consulting Group hat Mitte Oktober in einem Bericht die zukünftigen Entwicklungen auf dem chinesischen Batteriemarkt für Lithium-Ionen-Batterien für die Jahre 2017 bis 2022 vorgestellt. Laut dem Bericht haben Antriebsbatterien in dienstlich genutzten Elektrofahrzeugen eine durchschnittliche Nutzungsdauer von etwa drei Jahren. Batterien in privat genutzten elektrisch angetriebenen Fahrzeugen weisen eine Nutzungsdauer von rund fünf Jahren auf. Aufgrund dieser Angaben zur durchschnittlichen Nutzungsdauer in Verbindung mit einem weiteren landesweiten Anstieg der Absatzzahlen von NEVs, schätzt die Zhiyan Consulting Group die Menge von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien bis zum Jahr 2020 auf rund 500.000 Tonnen.

Da die in den Batterien enthaltenen Metalle wie Kobalt, Lithium und Nickel im Rahmen von unterschiedlichen Recyclingverfahren wiedergewonnen werden können, ergibt sich laut der Zhiyan Consulting Group ein großes Marktpotential für die Recyclingbranche. Laut Prognosen des Unternehmens könnte der Markt für Recycling aus NEV-Batterien bis zum Jahr 2018 auf ein Volumen von fünf Milliarden Yuan anwachsen.

Quellen: Tech News (09.11.2016), China Association of Automobile Facturers (21.10.2016), Zhiyan Consulting Group (10.2016)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. Baubeginn einer Produktionsstätte für Schnellladebatterien in Nordchina

Anfang November wurde im Industriepark des Bezirks Nangang in der nordchinesischen Stadt Harbin mit dem Bau einer Produktionsstätte für Schnellladebatterien begonnen. In der Anlage sollen zukünftig Batterien für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb hergestellt werden, die auch bei Temperaturen von minus 55 Grad innerhalb von sechs Minuten bis zu 90 Prozent beladen werden können und eine jährliche Batteriekapazität von 240.000 kWh aufweisen sollen. Die Kältebeständigkeit ist vor allem für den Betrieb von Elektrofahrzeugen in den nordöstlichen Provinzen Chinas relevant, da die Durchschnittstemperaturen im Winter bei circa minus 30 Grad liegen. Das Patent für die kältebeständigen Batterien besitzt das Pekinger Unternehmen Beijing Zhongboxinyuan Technology, das vorrangig im Bereich der Technologieentwicklung von Antriebsbatterien für New Energy Vehicles (NEVs) aktiv ist und gleichzeitig auch die Produktionsstätte in Harbin betreiben wird. Zusätzlich zur Produktionsanlage soll ein Prüfzentrum eingerichtet werden, in dem die mit kältebeständigen Batterien ausgestatteten Elektrofahrzeuge auf Qualität und Sicherheit getestet werden sollen. 

Laut Zhang Bo, Vorstandsvorsitzender von Beijing Zhongboxinyuan Technology, werden sich in Harbin in naher Zukunft noch weitere Unternehmen aus dem Bereich Elektromobilität ansiedeln. Die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang könnte sich so zu einem NEV-Cluster in der Region entwickeln. 

Quelle: Zero Emissions Auto (01.11.2016)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. VW baut Geschäft auf chinesischem NEV-Markt aus

Im Jahr 2020 strebt der deutsche Automobilhersteller Volkswagen eine Absatzmenge von rund 400.000 New Energy Vehicles (NEVs) in China an. Das gab Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstandes der Volkswagen AG und Präsident der Volkswagen Group China, in einem Interview im Rahmen der Guangzhou Motor Show Mitte November bekannt. Bis 2025 soll sich die Anzahl abgesetzter NEVs weiter auf 1,5 Millionen Fahrzeuge erhöhen. Su Weiming, stellvertretender Geschäftsführer der Volkswagen Group China, erklärte ebenfalls im Rahmen der Guangzhou Motor Show, diese Absatzziele stünden auch in Verbindung mit dem Ende September vom chinesischen Ministry of Industry and Information Technology veröffentlichten Entwurf eines Punktesystems für Automobilhersteller. Der Entwurf sieht eine Quotenregel für Fahrzeughersteller ab dem Jahr 2018 mit dem Ziel vor, die Produktion von Elektrofahrzeugen weiter voranzutreiben.

In Zusammenhang mit einer weiteren Fokussierung auf Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt kooperiert Volkswagen auch mit chinesischen Automobilherstellern. Im September hatte VW mit dem Automobilhersteller Anhui Jianghuai Automobile ein Memorandum of Understanding für eine Zusammenarbeit im Bereich batteriebetriebener Elektrofahrzeuge unterzeichnet. Des Weiteren sind auch Kooperationsgespräche zwischen dem zu VW gehörenden Automobilhersteller Audi und SAIC Motor angelaufen. 

Quellen: Gasgoo (18.11.2016), China Times (26.11.2016)

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9. Audi verstärkt Engagement im Bereich Elektromobilität in China

Der deutsche Automobilhersteller Audi hat mit der chinesischen FAW Group einen Wachstumsplan für die kommenden zehn Jahre formuliert. In wichtigen Zukunftsfeldern soll die Zusammenarbeit intensiviert werden. Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen fünf Audi e-tron-Modelle für den chinesischen Markt durch das gemeinsame Joint Venture FAW-Volkswagen produziert und vertrieben werden. Darunter auch rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Bis zum Jahr 2025 will Audi in jedem Segment mindestens ein lokal produziertes elektrisch angetriebenes Fahrzeug anbieten. Noch in diesem Jahr soll der Audi A6 L e-tron als erster lokal gefertigter Plug-In-Hybrid auf den chinesischen Markt gebracht werden. Des Weiteren planen Audi und FAW für das kommende Jahr die Gründung eines Joint Ventures um das Engagement im Bereich Mobilitätsdienstleistungen und digitale Services zu verstärken.

Auch mit dem Automobilhersteller SAIC Motor, dem zweiten Joint Venture-Partner von Volkswagen in China, wurden Kooperationsgespräche zur Gründung eines Joint Ventures aufgenommen. Gemeinsam sollen Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt produziert sowie importierte Audi-Modelle in China vertrieben werden. 

Quellen: Audi Media Center (14.11.2016), The Business Times (14.11.2016)

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10. BMW kooperiert mit chinesischem Car-Sharing-Unternehmen

Anfang November unterzeichnete der deutsche Automobilhersteller BMW China einen Kooperationsvertrag mit dem Car-Sharing-Unternehmen EVCARD. Das Shanghaier Unternehmen ist auf die Vermietung von New Energy Vehicles (NEV) spezialisiert und bietet diese landesweit an. Im Rahmen der Kooperation sollen nun auch Elektrofahrzeuge der BMW i3-Serie des deutschen Automobilherstellers durch Car-Sharing-Services von EVCARD auf dem chinesischen Markt angeboten werden.

EVCARD ist ein Joint Venture des chinesischen Automobilherstellers SAIC Motor und der Shanghai International Automobile City (SIAC). Laut Einschätzungen des General Managers von SIAC, Rong Wenwei, konnte sich EVCARD bereits als größter NEV-Car-Sharing-Anbieter in China etablieren. Aktuell werden mehr als 4.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge angeboten. Einschätzungen des freiberuflichen Automobil-Consultants Zhang Xiang zufolge sind Elektrofahrzeuge der BMW i3-Serie in China sehr gefragt. Aufgrund fehlender Subventionen für importierte Fahrzeugmodelle ausländischer Hersteller sind laut Zhang die Absatzzahlen im Vergleich zu Modellen chinesischer Hersteller jedoch relativ niedrig. Durch die neue Zusammenarbeit mit dem Shanghaier Car-Sharing-Anbieter hätten chinesische Kunden nun die Möglichkeit, die Fahrzeuge zu testen.

Quellen: Cheyun (03.11.2016),  Shanghai Daily (16.02.2015)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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