EMOChina Newsletter | Ausgabe 09/16

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Ministry of Industry and Information Technology regelt NEV-Herstellermarkt neu

2. Subventionsbetrug von fünf NEV-Herstellern durch Ministry of Finance aufgedeckt

3. Ladeinfrastrukturplan sieht 27.000 Ladesäulen im südchinesischen Xiamen bis 2020 vor

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. NEV-Car-Sharing steigt zum attraktiven Geschäftsmodell verschiedener Branchen auf

5. Massive Anschaffungen von Elektrobussen führen zu Boom auf dem Ladesäulenmarkt

6. Jahresumsatz der Batterieindustrie um das Dreifache angestiegen

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. Abkommen für erstes staatliches Wasser- und Brennstoffzellenlabor in China unterzeichnet

8. Neue Graphen-Powerbank verspricht kürzere Ladezeiten

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

9. VW geht Kooperation mit chinesischem Elektroautomobilhersteller JAC ein

10. BMWs Zukunftspläne versprechen neue NEV-Modelle und autonomes Fahren in China ab 2021

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Ministry of Industry and Information Technology regelt NEV-Herstellermarkt neu

Das chinesische Ministry of Industry and Information Technology (MIIT) veröffentlichte am 12. August neue Regularien, die klare Kriterien für Elektroautomobilhersteller definieren. Der neue Entwurf, der derzeit noch gesetzgebenden Körperschaften zur Beratung und Abstimmung vorliegt, soll eine Vorversion aus dem Jahr 2009 ablösen, die Automobilherstellern die Produktion von Elektrofahrzeugen unter bestimmten Voraussetzungen gestattet hatte. Wann die neue Regelung in Kraft treten soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

In der Neuauflage sollen darüber hinaus auch New Energy Vehicles (NEVs) neu klassifiziert werden. In Zukunft gelten nur noch Plug-In-Hybridfahrzeuge, Batterie-Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge als NEVs. Zuvor waren auch durch andere alternative Energien, wie beispielsweise den als Dieselersatz fungierenden Dimethylether, angetriebene Fahrzeuge als NEVs bezeichnet worden. Außerdem müssen NEV-Hersteller über die drei Schlüsseltechnologien des Elektrofahrzeugs (Batterie, Elektronik, Motor) verfügen, statt wie zuvor lediglich nur über eine der genannten Technologien. Des Weiteren werden NEV-Hersteller dazu angehalten, eine eigene Datenbank einzurichten, die verschiedene Informationen ihrer abgesetzten Fahrzeuge während der gesamten Nutzungsdauer speichert.

Laut Aussagen von Dong Yang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM), verfolge das MIIT mit diesen Veränderungen das Ziel, den NEV-Herstellermarkt besser zu regulieren und Hersteller vom Markt zu drängen, die den neuen Standards nicht gerecht werden. Dies könnte laut Ye Shengji, stellvertretender Generalsekretär der CAAM, auch dazu beitragen, dass sich Hersteller vermehrt auf die Entwicklung qualitativ hochwertigerer Fahrzeuge konzentrieren, um den Auflagen des MIIT zu entsprechen.

Durch den neuen Entwurf soll auch eine bessere Verteilung von Subventionen gewährleistet und diesbezüglicher Subventionsbetrug vorgebeugt werden, da die Hersteller dazu verpflichtet werden, ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern und innovativer zu arbeiten, äußerte Song Qiuling, stellvertretende Direktorin der Wirtschaftsabteilung des Ministry of Finance Mitte August.

Quellen: Ministry of Industry and Information Technology (12.08.2016), National Business Daily (18.08.16), China Daily (29.08.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | weiterlesen (3) | nach oben

 

2. Subventionsbetrug von fünf NEV-Herstellern durch Ministry of Finance aufgedeckt

Am 8. September gab das chinesische Ministry of Finance (MOF) das Ergebnis einer Untersuchung über die Subventionsförderung von New Energy Vehicles (NEVs) bekannt, in der seit Anfang dieses Jahres insgesamt 90 NEV-Hersteller überprüft wurden. Gemäß den veröffentlichten Ergebnissen durch das MOF wurde der Missbrauch von Subventionen durch fünf chinesische Automobilhersteller nachgewiesen.

Das Unternehmen Gemsea Coach Manufacturing aus dem südöstlichen Suzhou, das sich auf das Design und die Herstellung von Elektrokleinbussen und elektrisch betriebenen Logistikfahrzeugen spezialisiert hat, hatte beispielsweise zu Unrecht durch das Einreichen gefälschter Dokumente über Materialeinkäufe und die Produktion von NEVs die staatliche Fördersumme von rund 262 Millionen Yuan erhalten. Als Folge wird dem Unternehmen fortan der Anspruch auf künftige Fördergelder abgesprochen, ebenso wird eine Sperre für die Herstellung von NEVs verhängt. Darüber hinaus muss der NEV-Hersteller die staatlichen Subventionen für die Fahrzeuge die im Jahr 2015 hergestellt wurden zurückzahlen, ebenso wie die im Voraus erhaltenen Fördergelder.

Des Weiteren beschuldigt das MOF weitere vier Unternehmen des Subventionsbetrugs. So werden der Bushersteller Higer Bus mit Sitz im südostchinesischen Suzhou, Shenzhen Wuzhoulong Motors aus der südlichen Metropole Shenzhen, Chery Wanda aus der Provinzhauptstadt Guiyang in Guizhou im Süden des Landes sowie Shaolin Bus aus dem zentralchinesischen Xingyang in Henan als Subventionsbetrüger in den veröffentlichten Untersuchungsergebnissen genannt. Diese vier Hersteller hatten unrechtmäßig für rund 2.200 noch nicht hergestellte Fahrzeuge eine Fördersumme von knapp 750 Millionen Yuan erhalten. Nun müssen die genannten Unternehmen nicht nur die für das Jahr 2015 erhaltenen Subventionen zurückzahlen, sondern zusätzlich ein Bußgeld von 50% der Summe der bezogenen Fördergelder zurückerstatten. Auch in diesen Fällen wird den Unternehmen ab 2016 eine finanzielle Unterstützung durch den Staat abgesprochen. Ob die Unternehmen jemals wieder Anspruch auf Fördergelder erheben können, soll von weiteren Untersuchungen auch durch andere Ministerien abhängen. Genauere Angaben zu den Prüfungskriterien wurden im Bericht des MOF nicht veröffentlicht.

Die Regierungen der Provinzen und Städte, in denen die angeklagten Unternehmen ihren Sitz haben, werden nun vom MOF im Detail über die Untersuchungsergebnisse informiert und dazu aufgefordert, jene Hersteller zu überprüfen, die das MOF bisher nicht in seine Untersuchung aufgenommen hatte.

Quellen: Ministry of Finance (08.09.2016), EVlook (08.09.2016), Spiegel Online (13.09.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | weiterlesen (3) | nach oben

 

3. Ladeinfrastrukturplan sieht 27.000 Ladesäulen im südchinesischen Xiamen bis 2020 vor

Ende August veröffentlichte die Stadtregierung der Stadt Xiamen im südchinesischen Fujian einen Strukturplan, der den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für New Energy Vehicles (NEVs) in den Jahren 2016 bis 2020 vorsieht. Ausschlaggebend ist der erhöhte Ladebedarf, denn die Stadt fördert verstärkt die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen und investiert in die Anschaffung von Elektrobussen und elektrisch angetriebene Taxis, Müllwagen, Logistikfahrzeuge sowie Dienstautos der Polizei und anderer öffentlicher Einrichtungen. Laut Regierungsangaben sollen in Xiamen bis einschließlich 2020 rund 26.000 NEVs registriert und im Einsatz sein – ein Anteil von zwei bis drei Prozent aller angemeldeten Fahrzeuge.

Gemäß dem Ladeinfrastrukturplan sollen bis 2020 insgesamt 92 Millionen Yuan in den Aufbau von rund 27.000 Ladesäulen fließen. Dabei soll vor allem im Stadtzentrum ein dichtes Ladenetz entstehen, in dem alle 900 Meter öffentliche Ladesäulen installiert werden, die auch Privatpersonen zur Nutzung zur Verfügung stehen. Des Weiteren sind Ladesäulen auf Parkplätzen öffentlicher Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser oder Schulen und in Wohngebieten geplant. Um den Ladebedarf im öffentlichen Personennahverkehr zu decken, werden spezielle Ladepunkte für Elektrobusse und Taxis eingerichtet.

Quellen: d1ev (07.09.2016)

weiterlesen | nach oben

 

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4. NEV-Car-Sharing steigt zum attraktiven Geschäftsmodell verschiedener Branchen auf

Für eine nachhaltigere Entwicklung der Elektromobilitätsbranche spielen Car-Sharing-Modelle mit Elektrofahrzeugen in China eine immer wichtigere Rolle. So werden Car-Sharing-Modelle in denen New Energy Vehicles (NEVs) zum Einsatz kommen, auch attraktiver für Investitionen und das Engagement von Unternehmen aus anderen Branchen. Immer mehr Automobilhersteller und Technologie-Unternehmen, aber auch komplett branchenfremde Unternehmen haben das Potenzial des Marktes erkannt und investieren in Car-Sharing-Dienstleistungen mit NEVs und entwickeln beispielsweise Car-Sharing-Apps oder bauen entsprechende Plattformen auf. 

Ein Beispiel für ein branchenfremdes Unternehmen, das sich seit kurzem im Bereich NEV-Car-Sharing engagiert und damit alternative Geschäftswege einschlägt, ist die China Pingmei Shenma Group mit Sitz in der Provinzhauptstadt Zhengzhou der zentralchinesischen Provinz Henan. Das Unternehmen ist in der Chemie- und Kohleindustrie aktiv und gab bekannt, rund einhundert reine Elektrofahrzeuge angeschafft zu haben, die nun durch Car-Sharing vermietet werden sollen. Hierzu wurde neben der Errichtung einer NEV-Wartungsstätte auf dem Firmengelände auch in die Fortbildung von Service-Mitarbeitern investiert, die die Vermietung der Elektrofahrzeuge betreuen.

Quelle: Securities Times (26.08.2016)

weiterlesen | nach oben

 

5. Massive Anschaffung von Elektrobussen führt zu Boom auf dem Ladesäulenmarkt

Aktuell betreffen staatliche Fördermaßnahmen für New Energy Vehicles (NEVs) vor allem den Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. In keinem anderen Sektor wurden in diesem Jahr so viele Neuanschaffungen getätigt. Dabei investierten Lokalregierungen vor allem in Elektrobusse. Aktuell werden in China rund 30 Elektroautomobilhersteller gezählt, die neben Personenkraftwagen auch Elektrobusse produzieren.

In Shanghai wurden beispielsweise allein im Juli Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr im Wert von 288 Millionen Yuan von der Stadtregierung angeschafft. Der enorme Anstieg an Elektrobussen in den Städten wirkt sich in einem regelrechten Boom auf dem Ladesäulenmarkt aus, da der Ladebedarf entsprechend gedeckt werden muss. So stellt auch der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur eine unabdingbare Voraussetzung für die weitere Entwicklung des NEV-Marktes dar.

Ergebnissen des Forschungs- und Beratungsinstitutes Gaogong Industry Institutes (GGII) aus dem südchinesischen Shenzhen zufolge soll die Anzahl der Elektrobusse im öffentlichen Nahverkehr jährlich weiterhin um 20% steigen. Bis zum Jahr 2020 rechnet das Institut mit etwa 450.000 Elektrobussen in Chinas öffentlichem Nahverkehrsnetz und damit mit einem Bedarf von mehr als 100.000 Ladesäulen. Experten des GGII beziffern den Markt für Ladeinfrastruktur mit einem Wert von rund 20 Milliarden Yuan, selbst wenn sich die reinen Herstellungskosten durch technologische Verbesserungen weiter reduzieren würden. Tang Guoqing, Vizegeneraldirektor des Unternehmens Kelu New Energy Transport, das seinen Sitz in Nanchang, der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Jiangxi hat und im Bereich Aufbau und Wartung von NEV-Ladeinfrastruktur tätig ist, geht davon aus, dass sich die Kosten einer Ladesäule für Elektrobusse einschließlich der Ausgaben für deren Elektronik sowie Kontrollsysteme auf rund 250.000 Yuan belaufen würden. Sollten beispielsweise in Nanchang alle aktuell eingesetzten 3.200 Busse im öffentlichen Nahverkehr durch elektrisch betriebene Fahrzeuge ersetzt werden, ergibt sich ein Gesamtbedarf von rund 800 Ladesäulen. Für den Aufbau und die Installation dieser Säulen würden der Stadtregierung dann Kosten von über 200 Millionen Yuan entstehen.

Quelle: Gaogong Industry Institute News Portal (01.09.2016)

weiterlesen | nach oben

 

6. Jahresumsatz der Batterieindustrie um das Dreifache angestiegen

Laut des aktuellen Jahresberichtes über die Entwicklung der Automobiltechnik in China, der von der Non-Profit-Organisation Society of Automotive Engineers of China (SAE China) Anfang September veröffentlicht wurde, stieg der Jahresumsatz der wichtigsten chinesischen Batterieproduzenten in den letzten fünf Jahren um das Dreifache. Grund für diese Entwicklung ist vor allem die gestiegene Nachfrage nach Batterien in Zusammenhang mit der weiteren Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs) in China.

Im Rahmen des aktuellen Regierungsprogramms „Made in China 2025“, mit dem China sich durch Fokussierung auf Innovationen, Automatisierung der Produktion sowie Digitalisierung der Industrie bis 2025 als „Industrienation“ etablieren will, gilt Elektromobilität als eine von zehn Schlüsselindustrien, die von der Regierung besonders gefördert werden. Die staatliche Unterstützung der Branche wirkt sich positiv auf den Absatz von reinen Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen aus. Allein von Januar bis Juli 2016 wurden in China rund 320.000 NEVs produziert, dies entspricht bereits einem Anteil von etwa 65% der Gesamtmenge der in 2015 knapp 500.000 gefertigten Einheiten. Die hohe Produktionsquote von NEVs kommt dabei auch Batterieherstellern zugute, die gleichzeitig von den positiven Marktentwicklungen profitieren. So erhöhte sich der Jahresumsatz in der Batterieindustrie von etwa 124.000 Yuan pro Mitarbeiter im Jahr 2010 auf 488.000 Yuan in 2015. Wie ebenfalls aus dem Bericht von SAE China hervorgeht, investieren Hersteller von Elektrofahrzeugen sowie Batterieproduzenten auch verstärkt in Forschung und Entwicklung. Der führende chinesische Elektroautomobilhersteller BYD meldete beispielsweise bis Ende 2015 rund 120 Patente für Batterien an und tritt damit in direkten Wettbewerb mit den beiden führenden südkoreanischen Unternehmen LG Chem und dem Akkumulatorenhersteller Samsung SDI, die ebenfalls seit Jahren verstärkt an der Entwicklung von NEV-Batterien arbeiten.

Quelle: Beijing Business Today (06.09.2016)

weiterlesen | nach oben

 

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. Abkommen für erstes staatliches Wasser- und Brennstoffzellenlabor in China unterzeichnet

Am 7. September unterzeichneten Vertreter des China National Institute of Standardization (CNIS) und des Foshan (Yunfu) Industrial Transfer Parks ein Kooperationsabkommen, in dem beide Seiten vereinbaren, ein staatliches Wasser- und Brennstoffzellenlabor auf dem Gelände des Industrieparks im südchinesischen Guangdong aufzubauen, um dort alternative Antriebsmöglichkeiten für New Energy Vehicles (NEVs) zu erforschen. Zuvor hatte Xu Guo, Mitglied des ständigen Ausschusses der südchinesischen Stadt Foshan, Mitte August verkündet, dass der Aufbau einer Fertigungsanlage für Wasserstofffahrzeuge im Foshan (Yunfu) Industrial Transfer Park bereits abgeschlossen sei. Laut neuesten Berichten soll der Automobilhersteller Feichi aus Foshan bereits ab Mitte Oktober die Produktionsanlage nutzen, um an der Entwicklung von zwei Wasserstofffahrzeugmodellen zu arbeiten. Weitere Automobilhersteller sollen zeitnah folgen.

Neben dem technischen Aufbau des Labors soll ein Expertenteam außerdem mit der Forschung und Entwicklung einer entsprechenden Infrastruktur wie beispielsweise Wasserstoffladestationen beginnen. Ferner sollen internationale Seminare zum Thema Wasserstofftechnologien und deren Standardisierung angeboten werden, mit dem Zweck der Förderung der internationalen Zusammenarbeit und einer weiteren technischen Entwicklung in diesem Bereich.

Laut Ma Lincong, Direktor des CNIS, soll das Labor zu einem späteren Zeitpunkt zu Chinas erstem Qualitätsprüfzentrum für Wasser- und Brennstoffzellen ernannt werden. Infolgedessen rechnet Ma auch damit, dass sich Herstellerfirmen in industriellen Clustern in der unmittelbaren Nähe des Prüfzentrums ansiedeln werden und so zu einer weiteren Entwicklung einer industriellen Wertschöpfungskette bestehend aus Herstellung, Qualitätskontrolle und Sicherheitsprüfung von Wasser- und Brennstoffzellen in der Region beitragen.

Quellen: Sina News (19.08.2016), Southern Daily (08.09.2016), Yunfu Daily (23.09.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | weiterlesen (3) | nach oben

 

8. Neue Graphen-Powerbank verspricht kürzere Ladezeiten

Anfang September brachte der größte chinesische LCD-Hersteller Dongxu Optoelectronic mit Sitz in der südchinesischen Metropole Shenzhen die weltweit erste sogenannte Graphen-Powerbank auf den chinesischen Markt. Laut Herstellerangaben benötigt das Energiespeichergerät mit einer Leistung von 4800mAh lediglich 15 Minuten um voll beladen zu werden. Das Gerät besteht aus vier Graphen-basierten Lithiumbatterien, die durch eine Anodenreinheit von 99% eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzen und somit eine kurze Ladezeit ermöglichen. Mit dem Gerät können laut Aussagen des Projektverantwortlichen Gou Shouwu neben tragbaren Elektrogeräten wie Smartphones und Tablets auch Drohnen geladen werden. Zukünftig soll das Energiespeichergerät auch im Rahmen der Beladung von New Energy Vehicles (NEVs) eingesetzt werden.

Wang Zhonghui, Leiter der Abteilung für Batterieentwicklung auf Graphen-Basis von Dongxu Optoelectronic, räumte auf der International Graphene Innovation Conference am 23. September in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao ein, dass bisher zwar erst 10.000 Einheiten des Energiespeichers hergestellt worden seien, die Ausweitung der Produktion aber bereits bevor stehe, genauso wie eine zukünftige Kooperation mit verschiedenen Unternehmen der Elektromobilitätsbranche. Mit Elektroautomobilherstellern wolle man gemeinsam daran arbeiten, die Ladezeiten für NEVs durch die Verwendung von Graphen-basierten Batterien zu verkürzen. Zu den bevorzugten Partnern des Unternehmens gehört beispielsweise der chinesische Automobilhersteller BYD, der sich an seinem Standort im zentralchinesischen Xi’an vor allem auf Batterieproduktion konzentriert. Um eine Zusammenarbeit mit BYD weiter vorzubereiten, plant Dongxu Optoelectronic Produktionsstätten aus der Stadt Taizhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu weiter in den Westen zu verlagern. Der Beginn einer Zusammenarbeit mit Beijing Dynamic Power, einem Hersteller von NEV-Ladeinfrastruktur, wie beispielsweise Ladeschränke für E-Bikes und Ladesäulen, wurde bereits zwischen beiden Seiten vertraglich festgehalten.

Quellen: Dongxu Group (09.09.16), The Paper (13.09.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | nach oben

 

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

9. VW geht Kooperation mit chinesischem Elektroautomobilhersteller JAC ein

Anfang September unterzeichneten Vertreter der Volkswagen AG und des chinesischen Automobilherstellers Anhui Jianghuai Automobile (JAC) in Wolfsburg ein Memorandum of Understanding mit dem Ziel, im Bereich New Energy Vehicles (NEVs) langfristig zu kooperieren und gemeinsam an der Entwicklung, Produktion sowie Vermarktung von innovativen batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen für den chinesischen Markt zu arbeiten.

In einem ersten Schritt besprechen die beiden Automobilhersteller, inwieweit die Gründung eines Joint Ventures umsetzbar ist. Eine formale Vereinbarung über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens soll dabei zeitnah unterzeichnet werden. Grund für den Zusammenschluss ist vor allem das Bestreben von Volkswagen, sein Engagement in China auf dem NEV-Markt auszubauen. Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen äußerte, dass ein Joint Venture nicht nur profitabel für die beiden Unternehmen sei, sondern gleichzeitig auch ein Gewinn für die Umwelt und die chinesische Bevölkerung darstelle.

Volkswagen ist seit Ende der 1980er durch zwei Partnerschaften mit der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) Motor und der First Automotive Works (FAW) in China vertreten. Im Rahmen seiner Konzernstrategie plant das Wolfsburger Unternehmen mehr als 30 reine Elektrofahrzeuge in den nächsten zehn Jahren zu entwickeln und diese weltweit auf den Markt zu bringen. Im Zuge der neuen Strategie plant Volkswagen außerdem, bis 2025 weltweit zwei bis drei Millionen Fahrzeuge pro Jahr abzusetzen. JAC lieferte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 334.000 Fahrzeuge seiner Automobilmarken „Jianghuai“ und „Ankai“ an Kunden aus. Eine Verkaufssteigerung von mehr als 14% im Vergleich zum Vorjahr. Der Verkauf von NEVs des chinesischen Automobilherstellers nahm sogar um mehr als 260% für denselben Zeitraum zu.

Quellen: Volkswagen AG (07.09.2016), finanzen.net (07.09.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | nach oben

 

10. BMWs Zukunftspläne versprechen neue NEV-Modelle und autonomes Fahren in China ab 2021

Auf einer Pressekonferenz im westchinesischen Chengdu präsentierte die BMW Group Anfang September fünf neue New Energy Vehicles (NEV) für den chinesischen Markt und gab außerdem bekannt, bis Ende des Jahres neun NEV-Modelle in China auf den Markt bringen zu wollen, darunter auch Plug-In-Hybridfahrzeuge. Wie im Rahmen der bereits im Frühjahr vorgestellten Konzernstrategie bekannt gegeben, will sich die BMW Group in Zukunft vor allem auf Themen wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität fokussieren.

Die neuen NEV-Modelle für den chinesischen Markt sind Teil der BMW iPerformance-Produktfamilie, die aus der Submarke BMW i hervorging und 2013 mit dem BMW i3 und dem BMW i8 seine ersten Elektromodelle hervorbrachte. Im Rahmen der Vorstellung der neuen Elektrofahrzeuge in Chengdu äußerte Olaf Kastner, Präsident und CEO der BMW Group Region China, dass die Kernmodelle, wie beispielsweise der BMW M5, schon bald auch als Version mit iPerformance-Technologie erhältlich sein sollen. BMW will so eine Produktpalette aus NEVs anbieten, die neue Standards hinsichtlich Sicherheit, Fahr- und Batterieleistung sowie intelligentem Energiemanagement setzen sollen. 

Neben der Produktion neuer NEVs arbeitet BMW zusätzlich daran, seinen E-Mobilitätsservice in China weiter auszubauen. Bis Ende des Jahres sollen 1.500 ChargeNow-Stationen in Chinas Großstädten eingerichtet werden, 1.000 Stationen wurden bereits installiert.

In Kooperation mit dem amerikanischen Chipproduzenten Intel und dem israelischen Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemhersteller Mobileye plant BMW darüber hinaus im Jahr 2021 den BMW iNEXT auf den chinesischen Markt zu bringen. Das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug soll ein autonomes Fahrerlebnis realisieren können. Die Einführung des neuen Modells gilt als ein strategischer Schritt, um sich auf dem rasant entwickelnden chinesischen Elektroautomobilmarkt an der Spitze zu positionieren. Das enorme Potenzial des chinesischen Marktes will der deutsche Automobilhersteller auch dazu nutzen, mit den Konkurrenten Tesla und Google in Wettbewerb zu treten, die bereits Prototyp-Tests im Bereich des autonomen Fahrens abgeschlossen haben. 

Quellen: BMW Group (16.03.2016), Sohu (02.09.2016), China Daily (06.09.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | weiterlesen (3) | nach oben





© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

An- und Abmeldung:
Wenn Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr empfangen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff Abmelden an emochina@bj.china.ahk.de. Wenn Sie diesen Newsletter weitergeleitet bekommen haben und sich gerne anmelden möchten, besuchen Sie unsere Anmeldeseite.

Newsletter Archiv:
Artikel aus vergangenen Newslettern finden Sie auf unserer Webseite.

Haftungsausschluss:
Trotz sorgfältiger Auswahl und Prüfung der Inhalte des Newsletters übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Originalquelle.

Urheberrechtliche Bestimmungen:
Auf den abgerufenen Newsletter findet deutsches Urheberrecht Anwendung. Einer vollständigen wie teilweisen Verwertung jeglicher Art insbesondere durch Verbreitung oder Verlinkung stimmen wir gerne zu, sofern als Quelle das EMOChina Projekt der German Industry & Commerce Greater China Beijing gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sichtbar ausgewiesen wird. Das Urheberrecht des Bannerbilds Charging battery of an electric car hat "wellphoto - Fotolia".

Kontakt Redaktion:
German Industry & Commerce Greater China | Beijing
Unit 0830, Landmark Tower II, 8 Dongsanhuan North Road
Chaoyang District, 100004 Beijing, PR China
Tel: +86-10-6539-6670
E-Mail: emochina@bj.china.ahk.de
Web: www.china.ahk.de