EMOChina Newsletter | Ausgabe 07/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Nanjing veröffentlicht neuen Plan zur Verbreitung von NEVs und neue Subventionsregularien

2. VW-Modell e-up! in Verzeichnis steuerfreier NEV-Modelle aufgenommen

3. Tesla Model X erhält NEV-Kennzeichen in Peking

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. Verlangsamtes Absatzwachstum für zweites Halbjahr prognostiziert

5. Brandvorfälle im ersten Halbjahr: Elektroautos müssen sicherer werden

6. BYD rechnet mit einer Million verkauften Elektrofahrzeugen in 2020

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. Solarzellenhersteller Hanergy präsentiert neue Solar-Konzeptfahrzeuge

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. Deutschland und China fördern Zusammenarbeit im Bereich der Ladetechnologie

9. Neue Konzernstrategie: Volkswagen legt Fokus auf Elektromobilität

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Nanjing veröffentlicht neuen Plan zur Verbreitung von NEVs und neue Subventionsregularien

Mitte Juni hat das Nanjing Transportation Bureau neue „Regularien zur Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs) und der Verteilung von Subventionen im Jahr 2016“ veröffentlicht. Nach diesen sollen in Nanjing, Hauptstadt der Provinz Jiangsu, in diesem Jahr insgesamt rund 2.500 NEVs zugelassen werden. Im Einzelnen ist die Zulassung von insgesamt 500 Bussen, 500 Spezialfahrzeugen, wie Feuerwehrfahrzeuge oder Betonfahrmischer, sowie 1.500 Pkw geplant. Des Weiteren sollen in Nanjing insgesamt 3.000 neue Ladesäulen aufgebaut werden, davon rund 2.200 mit Wechselstrombetrieb sowie weitere 800 Gleichstrom-Schnellladesäulen. 

Die Höhe der Subventionen für reine Elektrofahrzeuge richtet sich laut der neuen Regularien entsprechend nach deren maximaler Reichweite. Hier werden drei Fahrzeugkategorien unterschieden. Fahrzeuge der bestimmten Kategorie werden jeweils mit 15.000 (100 km - 150 km), 23.000 (150 km – 250 km) und 30.000 (mehr als 250 km) Yuan gefördert. Für Plug-in-Hybridfahrzeuge mit einer rein elektrisch zurücklegbaren Reichweite von mehr als 50 Kilometern betragen die Subventionen 15.000 Yuan. Außerdem muss die Höchstgeschwindigkeit der subventionierten NEVs mindestens 100 km/h betragen. 

Subventionen für NEV-Busse sollen laut den neuen Regularien ebenfalls in Abhängigkeit der Reichweite von 20.000 bis zu 150.000 Yuan reichen. Subventionen für Plug-in-Hybrid-Spezialfahrzeuge sowie -Lkw betragen 15.000 Yuan, reine Elektro-Spezialfahrzeuge und Elektro-Lkw werden abhängig von der Batteriekapazität mit 400 Yuan pro Kilowattstunde gefördert, maximal aber mit 30.000 Yuan pro Fahrzeug. 

Für mit Brennstoffzellen angetriebene NEVs liegen die Subventionen von Pkw bei 60.000 Yuan, für kleine Busse sowie Lkw betragen sie 80.000 Yuan. Große Busse sowie mittlere und schwere Lkw werden mit 100.000 Yuan gefördert. Für alle Fahrzeugarten gilt, dass die Subventionen der Provinz- und Lokalregierung zusammen 60 Prozent des Verkaufspreises nicht übersteigen dürfen. 

Darüber hinaus unterstützt das Nanjing Bureau of Finance mit finanziellen Anreizen Unternehmen beim Aufbau und Betrieb von Ladeanlagen. Die Subventionen sind abhängig von der Gesamtleistung der jeweiligen Ladesäule und betragen bei mit Wechselstrom betriebenen Säulen 400 Yuan je Kilowatt und bei mit Gleichstrom betriebenen Schnellladesäulen 600 Yuan je Kilowatt.

Quelle: d1ev (18.06.2016)

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2. VW-Modell e-up! in Verzeichnis steuerfreier NEV-Modelle aufgenommen

Im Juni veröffentlichte das Ministry of Industry and Information Technology auf seiner Webseite das achte Verzeichnis steuerfreier NEV-Modelle. In dem neuen Verzeichnis sind 39 NEV-Personenkraftwagen gelistet. Das siebte Verzeichnis war Mitte April dieses Jahres veröffentlicht worden, bleibt aber wie die vorangegangenen Verzeichnisse weiterhin gültig. Für Fahrzeugmodelle dieser Verzeichnisse entfällt beim Autokauf eine einmalige Steuer von in der Regel rund 10 Prozent des Verkaufspreises. Für das bekannte Elektroautomodell e6 von BYD reduzierte sich der Kaufpreis nach Aufnahme in das Verzeichnis beispielsweise um rund 15.000 Yuan. 

Insgesamt sind 29 reine Elektrofahrzeugmodelle Bestandteil des neuen Verzeichnisses, darunter auch der e-Up! von VW als einziges importiertes Modell. Viele bekannte Fahrzeugmodelle chinesischer Hersteller, wie etwa die Modelle iEV6E von JAC, EV200 von BAIC oder Song EV von BYD, wurden ebenfalls neu in das Verzeichnis aufgenommen. Des Weiteren sind insgesamt zehn Plug-in-Hybridfahrzeuge Bestandteil des neuen Verzeichnisses, darunter der Audi A3 Sportback e-tron und der Golf GTE von VW als die beiden einzigen importierten Hybrid-Modelle.

Quelle: Auto Sohu (23.06.2016)

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3. Tesla Model X erhält NEV-Kennzeichen in Peking

Mit rund 400 Gästen feierte Ende Juni der bekannte Elektroautomobilhersteller Tesla die Übergabe von sechs Fahrzeugen des neuen Tesla Model X im Tesla Beijing Golden Port Experience Center an ihre neuen Besitzer. Das markante, mit Flügeltüren ausgestattete Elektro-SUV-Modell des amerikanischen Herstellers ist nun auch auf dem größten Automobilmarkt der Welt erhältlich. 

Vor kurzem hatte die Beijing Municipal Commission of Economy and Information Technology auf ihrer Webseite die achte Auflage der Liste veröffentlicht, in der jene reine Elektroautomodelle eingetragen sind, für die man in Peking ein Kennzeichen für New Energy Vehicles (NEVs) beantragen kann. In diese Liste wurde aktuell auch das Model X von Tesla aufgenommen. Damit ist die Beantragung eines Fahrzeugkennzeichens für dieses Fahrzeugmodell in Peking ohne die Teilnahme an einer Lotterie möglich. Solange für das laufende Jahr noch freie NEV-Kennzeichen zur Verfügung stehen, findet eine freie Zuteilung statt. Der Preis für das Fahrzeugmodell liegt laut der Unternehmenswebseite von Tesla zwischen 960.000 und 1.480.000 Yuan und variiert abhängig von den gewünschten Sonderausstattungen. 

Darüber hinaus konkretisieren sich Teslas Pläne eines eigenen Produktionsstandortes in China. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge plane Tesla in Shanghai gemeinsam mit der Immobilienfirma Shanghai Jinqiao Export Processing Zone Development eine Fabrik für die Herstellung von Elektrofahrzeugen zu errichten. Beide Partner wollen insgesamt neun Milliarden Dollar in das Projekt investieren. Eine Produktionsstätte in China hätte für Tesla den Vorteil, dass auf die dort hergestellten Fahrzeuge keine Importsteuer in Höhe von 25 Prozent fällig wäre, die derzeit importierte Tesla-Modelle stark verteuert.

Quellen: Auto Sohu (21.06.2016), Manager Magazin (21.06.2016), Electrek (24.06.2016)

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4. Verlangsamtes Absatzwachstum für zweites Halbjahr prognostiziert 

Nach der von dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Nielsen und der China Association of Automobile Manufacturer im Juli gemeinsam veröffentlichten Studie „Chinese Automobile Consumers White Paper 2016“ soll sich das Absatzwachstum von New Energy Vehicles (NEVs) in der zweiten Jahreshälfte verlangsamen. Grund dafür seien die von der chinesischen Regierung verkürzten Subventionszahlungen und die in einigen großen Städten verringerten Zulassungsquoten für Fahrzeuge allgemein. Während in Städten wie beispielsweise Peking oder Shenzhen bereits eigene Quoten für die Zulassung von NEVs eingeführt wurden, wirkt sich die Reduzierung der allgemeinen Fahrzeugquoten in Städten ohne spezielle NEV-Kennzeichen gleichzeitig auch negativ auf die Verbreitung von NEVs aus. Im Zuge der Verlagerung einer durch staatliche Subventionen getriebenen Nachfrage hin zu einer Nachfrage, die von individuellen Bedürfnissen bestimmt ist, prognostiziert die Studie vor allem Hybridelektroautos eine leuchtende Zukunft.

Laut der vorgestellten Studie erwägen aktuell 14 Prozent der potenziellen chinesischen Autokäufer die Anschaffung eines reinen Elektrofahrzeugs. 22 Prozent bevorzugen ein Plug-in-Hybridauto. Für künftige Verkaufssteigerungen von NEVs sind laut der Studie eine wachsende Akzeptanz von NEVs in der Bevölkerung und das höhere Bewusstsein für Umweltschutz die treibenden Kräfte.

Im Rahmen der Studie schreibt Zhao Xinzhi, Leiter der Abteilung China Auto Vertical bei Nielsen, NEVs in den nächsten drei Jahren ein höheres Absatzwachstum als Fahrzeugen mit Kraftstoffantrieb zu. Eine jährliche Verdreifachung der Absatzzahlen wie in den Jahren 2014 und 2015 wird allerdings nicht mehr erreicht. Bis zum Jahr 2018 soll die Zahl der verkauften NEV-Personenkraftwagen auf insgesamt 600.000 abgesetzte Fahrzeuge steigen und dreimal so hoch sein wie im Jahr 2015, in dem rund 200.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden. Reine Elektrofahrzeuge sollen einen Großteil der verkauften NEVs ausmachen. 

Da nach 2020 keine staatlichen Subventionszahlungen für den Kauf von Elektrofahrzeugen mehr fließen sollen, erwartet Zhao als Resultat daraus einen rasant steigenden Absatz von Hybridelektrofahrzeugen sowie Plug-in-Hybridfahrzeugen. Derzeit profitieren vor allem reine Elektrofahrzeuge von vergleichsweisen hohen finanziellen Förderungen der Regierung. Automobilhersteller sollten sich in Zukunft deshalb nicht nur auf reine Elektrofahrzeuge konzentrieren, sondern auch die Entwicklung von Hybrid-Modellen vorantreiben.

Quellen: China Daily (12.07.2016), CINN (12.07.2016)

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5. Brandvorfälle im ersten Halbjahr: Elektroautos müssen sicherer werden

Während in China im ersten Halbjahr 2016 das Absatzwachstum von New Energy Vehicles (NEVs) weiter gestiegen ist, könnten dennoch Vorfälle, bei denen aufgrund minderer Qualität oder mangelnder Sicherheitskonzepte Probleme bei deren Benutzung gemeldet wurden, eine weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen in China beeinträchtigen. 

Laut eigenen Recherchen des chinesischen NEV-Nachrichtenportals d1ev.com sind seit Anfang 2016 weltweit elf Brandvorfälle von NEVs bekannt, davon zehn in China und einer in Norwegen. Meist stehen die Vorfälle in Zusammenhang mit einer in Brand geratenen Fahrzeugbatterie oder wurden von Störfällen der Elektronik wie beispielsweise einem Kurzschluss des Verteilerkastens, veralteten Drähten oder einem Ausfall der Klimaanlage ausgelöst. Teilweise sind die Vorfälle auch auf äußere Umstände zurückzuführen, wie unter anderem auf eine Fremdentzündung durch andere in der Nähe in Brand geratene Fahrzeuge, einen unerlaubten Umbau durch den Fahrzeugbesitzer oder Fremdkörper im Auspuffrohr.

Die zehn Brandvorfälle in China betrafen Modelle von neun chinesischen Herstellern. Insgesamt waren in sieben Fällen reine Elektrofahrzeuge, in zwei Fällen jeweils Plug-in-Hybridfahrzeuge und Hybridelektrofahrzeuge betroffen. Acht der zehn Vorfälle ereigneten sich in den Großstädten Peking, Shanghai und Shenzhen, in denen vergleichsweise auch mehr NEVs im Einsatz sind. Allein drei der Vorfälle in China fallen auf den Juni, was wohl auch auf das warme Klima zurückzuführen ist. 

Vorfälle dieser Art wirken sich mitunter negativ auf eine weitere Verbreitung von NEVs in China aus, da sie das Vertrauen potentieller Käufer in die Sicherheit der Fahrzeuge beeinträchtigen. Branchenexperten fordern Hersteller von Elektrofahrzeugen deshalb auf, diesen Sicherheitsaspekten einen größeren Stellenwert einzuräumen.

Quelle: d1ev (05.07.2016)

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6. BYD rechnet mit einer Million verkauften Elektrofahrzeugen in 2020

Ende Juni kündigte Wang Chuanfu, Gründer und Vorsitzender des chinesischen Automobilherstellers BYD, auf dem Wirtschaftsforum Summer Davos 2016 in Tianjin an, dass BYD im Jahr 2020 einen Absatz von insgesamt einer Million Elektrofahrzeugen plane. Im vergangenen Jahr hatte das aus der südchinesischen Metropole Shenzhen stammende Unternehmen rund 62.000 Elektrofahrzeuge verkauft. Ein Wachstum um mehr als 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Im Rahmen des Forums äußerte Wang, dass er keinen Grund sehe, warum die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nicht weiter steigen sollte. Fallende Verkaufspreise und eine verbesserte Ladeinfrastruktur würden mehr Kunden zu einem Kauf eines Elektroautos bewegen. Mehr als 300.000 verkaufte Elektrofahrzeuge in China im Jahr 2015, ein Anteil von 1,3 Prozent an allen in China verkauften Fahrzeugen, würde bereits einen Meilenstein für die Elektromobilitätsbranche bedeuten, so Wang. Da das Interesse chinesischer Kunden an New Energy Vehicles (NEVs) seiner Meinung nach noch weiter steigen wird, rechnet Wang bis 2025 sogar mit einem Anteil von 30 Prozent der NEVs an allen in China abgesetzten Fahrzeugen. 

Während auch andere Marktexperten Wangs Annahmen stützen und ebenfalls von einem anhaltend starken Wachstum der NEV-Branche in China ausgehen, blickt beispielsweise Chen Qingtai, Vorsitzender der chinesischen Plattform für Elektromobilität China EV100, weniger positiv in die Zukunft. Chen warnt davor, Produktqualität und Sicherheitsaspekte zu vernachlässigen. Aktuell würden Hersteller von Elektrofahrzeugen ihre Anforderungen für Qualitätskontrollen herabsetzen und auch deutlich weniger in Forschung und Entwicklung investieren. Für eine nachhaltige Entwicklung der Branche sei aber weniger eine derzeit hohe Produktionskapazität entscheidend, vielmehr würden technologische Errungenschaften im Hinblick auf bessere Qualitätsstandards der Fahrzeuge und Batterien die Verbreitung von Elektrofahrzeugen positiv beeinflussen. Eine aktuelle Umfrage des Magazins Auto Business Review zeigt außerdem, dass rund 80 Prozent der chinesischen NEV-Besitzer sich nur aufgrund einer schnellen Vergabe des Fahrzeugkennzeichens für ein Elektrofahrzeug entschieden haben. Zusätzlich wird die Ausnahme von Fahrbeschränkungen als wesentlicher Grund für den NEV-Kauf genannt.

Quellen: China Daily (27.06.2016), China Daily European (02.07.2016)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. Solarzellenhersteller Hanergy präsentiert neue Solar-Konzeptfahrzeuge  

Anfang Juli stellte das chinesische Unternehmen Hanergy auf einer Pressekonferenz in Peking vier neu entwickelte Solar-Konzeptfahrzeuge vor. Das Pekinger Unternehmen ist laut eigenen Angaben ein weltweit führender Hersteller von Dünnschicht-Solarzellen. Die vorgestellten Elektrofahrzeuge sind mit einer Schicht aus Solarzellen überzogen und sollen die zur Fortbewegung benötigte Energie durch die Umwandlung von Sonnenenergie eigenständig produzieren können. Die Solarzellen weisen bei dieser Umwandlung laut offizieller Angabe des amerikanischen National Renewable Energy Laboratory (NREL), dem staatlich finanzierten US-Hauptlabor für Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz, einen Wirkungsgrad von 31,6 Prozent auf. Im Bereich der Dünnschicht-Solarzellentechnologie gilt dies aktuell als der weltweit höchste Wert.  

Nach Angaben von Hanergy ist jeweils eine Fläche von 3,5 bis 7,5 Quadratmeter der neuen Solar-Fahrzeuge mit einer Solarzellenschicht überzogen, über die sie täglich zwischen acht bis zehn Kilowattstunden elektrische Energie selbst erzeugen können. Laut Herstellerangaben sei dies eine ausreichende Menge an Energie um eine Strecke von rund 80 Kilometern zurückzulegen, was unter normalen Umständen für die Bedürfnisse im Stadtverkehr ausreichend sei. Bei schlechten Wetterverhältnissen kann das Fahrzeug zusätzlich aber auch auf herkömmliche Weise an einer Ladesäule aufgeladen werden. 

Hanergy gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Durch Übernahmen anderer Unternehmen der Solarenergiebranche, wie der deutschen Firma Solibro und den amerikanischen Unternehmen MiaSolé, Global Solar Energy und Alta Devices, konnte Hanergy in den vergangenen Jahren innovative Technologien sowie Fachpersonal unter dem eigenen Dach vereinen.  

Die vorgestellten Solar-Konzeptfahrzeuge will Hanergy voraussichtlich in zwei bis drei Jahren auf den Markt bringen. Erst dann wird sich zeigen, ob es dem Unternehmen gelungen ist, ein qualitativ hochwertiges Elektrofahrzeug zu entwickeln, das seine benötigte Energie darüber hinaus sogar noch selbst erzeugen kann.

Quellen: d1ev (03.07.2016), Auto Sina (04.07.2016), China Daily (04.07.2016)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. Deutschland und China fördern Zusammenarbeit im Bereich der Ladetechnologie

Im Rahmen der 4. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen veranstaltete das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit der chinesischen National Development and Reform Commission am 13. Juni das 8. Deutsch-Chinesische Forum für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Peking. Im Rahmen des Forums unterzeichneten Vertreter des chinesischen Unternehmens Shanghai Dianba New Energy Technology, der Chinese Renewable Energy Society sowie von INFRAWIND EURASIA, eine deutsche Initiative zur Unterstützung der europäisch-asiatischen Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien, eine strategische Absichtserklärung zur Einrichtung einer „Deutsch-Chinesischen Kooperationsplattform für Elektrofahrzeuge zur Entwicklung kompatibler NEV-Betriebssysteme“. 

Gemäß dieser Absichtserklärung wollen Deutschland und China die Batteriewechseltechnologie des Unternehmens Shanghai Dianba New Energy auf dem europäischen Markt fördern. Shanghai Dianba New Energy Technology ist bereits seit 2001 im Bereich Ladetechnologie für NEVs aktiv und hat sich dabei speziell auf das Wechseln von austauschbaren Batterien konzentriert. Im Vergleich zum herkömmlichen Ladevorgang eines NEVs lässt sich beim Batteriewechsel enorme Zeit einsparen, da eine neue, bereits aufgeladene Batterie innerhalb kürzester Zeit in das Fahrzeug eingesetzt werden kann. Die beiden Länder beschlossen außerdem eine engere Kooperation im Bereich Management von Batteriesystemen sowie der Entwicklung und dem Design von neuen Elektrofahrzeugmodellen.

Quelle: d1ev (22.06.2016)

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9. Neue Konzernstrategie: Volkswagen legt Fokus auf Elektromobilität

Die Volkswagen AG stellte Mitte Juni ihre neue Konzernstrategie „Together - Strategie 2025“ in Wolfsburg vor. Im Rahmen dieser Strategie soll die Entwicklung elektrisch angetriebener Fahrzeuge eine besondere Rolle spielen. Batterietechnologie, Digitalisierung und autonomes Fahren sollen zu den neuen Kompetenzfeldern des Konzerns ausgebaut werden. Volkswagen will sich so zu einem weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Strategie liegt laut Konzernchef Matthias Müller in der Verbesserung des Kerngeschäfts. Verschiedene Automarken der Volkswagen Gruppe sollen im Hinblick auf deren jeweilige Zielgruppe strategisch besser positioniert werden. Bereits eingeleitete regionale Wachstumsstrategien in besonders attraktiven Automobilmärkten wie Nordamerika und China sollen fortgeführt werden. 

Hinsichtlich einer Fokussierung auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge umfasst die „Together - Strategie 2025“ folgende Schwerpunkte: Volkswagen will vermehrt in die Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen investieren und plant bis zum Jahr 2025 rund 30 neue New Energy Vehicles (NEVs) vorzustellen. Im Jahr 2025, so prognostiziert der Konzern, sollen weltweit zwei bis drei Millionen Elektrofahrzeuge abgesetzt werden. Dies würde einem Anteil von rund 20 bis 25 Prozent am erwarteten Gesamtabsatz des Volkswagen Konzerns entsprechen. Ein weiterer Bereich beim Umbau des automobilen Kerngeschäfts besteht in der Entwicklung innovativer Kompetenzfelder. Bei den Themen Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz will Volkswagen die nötigen Ressourcen eigenständig bereitstellen und bis 2020 die Zulassung einer selbst entwickelten technischen Lösung eines Self-Driving Systems realisieren.

Um den Batteriebedarf der eigens produzierten Elektrofahrzeuge zu decken, plant Volkswagen den Bau von insgesamt zehn Batteriefabriken. Zwar stehen die genauen Standorte für die Batterieproduktionsstätten derzeit noch nicht fest, aufgrund Chinas aktueller Entwicklung zu einem Leitmarkt für Elektromobilität berichteten jedoch mehrere Nachrichtendienste wie der chinesische Finanz-Nachrichtendienst SinoCast und die Zeitung Automotive News Europe, dass Volkswagen mehrere dieser Batteriefabriken voraussichtlich in China errichten werde.

Quellen: Volkswagen AG (16.06.2016), Xinhua News (20.06.2016), Automobil Produktion (29.06.2016)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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