EMOChina Newsletter | Ausgabe 06/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Vierte Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen: Kooperation im Bereich E-Mobilität wird fortgesetzt

2. Begrenzung bei Vergabe von NEV-Fahrzeugkennzeichen in Shenzhen aufgehoben

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

3. Chinesische Automobilhersteller starten Patentoffensive 

4. Zehntausend registrierte Logistik-NEVs in Shenzhen

5. Lokaler Protektionismus erschwert weitere Verbreitung von NEVs in China

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

6. Nachhaltige Entwicklungschancen für die NEV-Branche durch Car-Sharing

7. Kabelloses Laden von NEV-Bussen in Zentralchina

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. TÜV SÜD und Shenzhen Puri Seth Detection Technology errichten gemeinsames Batterie-Testzentrum

9. Volkswagen plant Produktion von NEVs in neuem Werk im südchinesischen Foshan

10. Errichtung von 415 Ladestationen und 200.000 Ladesäulen in der südchinesischen Provinz Hunan

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Vierte Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen: Kooperation im Bereich E-Mobilität wird fortgesetzt

Am 13. Juni 2016 fanden in Peking unter der Führung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang die vierten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen statt. In der zum Abschluss der diesjährigen Gespräche veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurde vereinbart, die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich innovativer Antriebe zum elektrischen Fahren fortzuführen und weiter auszubauen. In Artikel 24 der Erklärung beschließen beide Seiten beispielsweise eine weitere Zusammenarbeit im Rahmen der vierten Chinesisch-Deutschen Innovationskonferenz. Sie wollen dadurch den Dialog und die Zusammenarbeit im Rahmen der gemeinsamen Innovationsplattformen zu den Themen Elektromobilität, sauberes Wasser und Lebenswissenschaften vertiefen. Dabei sollen insbesondere Aspekte wie die Verknüpfung von Innovationsstrategien, Forschungszusammenarbeit und Unternehmensgründung sowie Technologietransfer Berücksichtigung finden. Des Weiteren sind sich beide Seiten in Artikel 30 der gemeinsamen Erklärung darüber einig, dass Elektromobilität, intelligente Verkehrssysteme sowie automatisiertes und vernetztes Fahren neue Potenziale für eine sichere, saubere und effiziente Mobilität schafft und die Zusammenarbeit in den Bereichen Standardisierung, wissenschaftlicher Austausch sowie Forschungszusammenarbeit weiter fortgeführt werden soll. Darüber hinaus sollen Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Städte beider Länder dabei unterstützt werden, neue Kooperationen im Rahmen des im Juni 2011 zwischen dem Bundesumweltministerium und der chinesischen National Development and Reform Commission unterzeichneten Memorandums zur Zusammenarbeit beim Recycling von Traktionsbatterien aufzunehmen.

Im Rahmen der ersten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen im Juni 2011 hatten beide Länder in Berlin bereits eine „Gemeinsame Erklärung zur Errichtung einer strategischen Partnerschaft für Elektromobilität“ veröffentlicht. Seitdem hat sich die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich der Elektromobilität beständig weiterentwickelt und umfasst unter anderem Themen wie die Leistung und Sicherheit von Fahrzeugen und Batterien, Batterierecycling sowie intelligente Stromnetze. Im vergangenen Jahr haben sich beide Seiten beispielsweise bereits auf einheitliche Standards für Stecker von Wechselstromladeeinrichtungen (AC) geeinigt. Fahrzeuge beider Länder lassen sich dadurch mit dem gleichen AC-System aufladen.

Quellen: Die Bundesregierung (13.06.2016), 12365 Auto (15.06.2016)

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2. Begrenzung bei Vergabe von NEV-Fahrzeugkennzeichen in Shenzhen aufgehoben

Die Regierung der südchinesischen Stadt Shenzhen intensiviert ihre Maßnahmen zur weiteren Verbreitung von Elektrofahrzeugen. So haben die Shenzhen Transport Commission gemeinsam mit der Shenzhen Municipal Development and Reform Comission, dem Urban Residential Environment Committee und dem Traffic Police Bureau von Shenzhen ein neues Verfahren für die Vergabe von Fahrzeugkennzeichen eingeführt.

Das bisher geltende System bestehend aus zwei Fahrzeugkategorien soll um einen Bereich erweitert werden. Die zuvor in einer Kategorie zusammengefassten reinen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge sollen künftig neben der Kategorie für Fahrzeuge mit Kraftstoffantrieb jeweils einen eigenständigen Bereich bilden. Wurden in der Vergangenheit jährlich höchstens 20.000 New Energy Vehicles (NEVs) zugelassen, soll die Anzahl der zur Verfügung stehenden Kennzeichen ab jetzt nicht mehr begrenzt sein. Fahrzeugkennzeichen sollen den Käufern von Elektrofahrzeugen außerdem ohne Zeitverzögerung zugeteilt werden. Käufer von Fahrzeugen mit Kraftstoffantrieb müssen hingegen weiterhin an einer Verlosung der Kennzeichen teilnehmen und sich insofern auf lange Wartezeiten einstellen. Die veröffentlichten Maßnahmen bringen noch eine weitere Neuerung mit sich: Als Zweitwagen sind in Zukunft nur noch reine Elektrofahrzeuge erlaubt. Außerdem darf eine Person generell nicht mehr als zwei Fahrzeuge registrieren. Durch diese Maßnahmen erhoffen sich die beteiligten Stellen eine bessere Förderung von reinen Elektrofahrzeugen. 

Wie streng die Restriktionen beim Autokauf in Shenzhen inzwischen sind, zeigt sich auch darin, dass laut der Tageszeitung China Daily im Mai rund 500.000 Anmeldungen für die Zulassung eines Fahrzeugs mit herkömmlichem Antrieb eingereicht wurden. Insgesamt wurden jedoch lediglich rund 3.000 Kennzeichen zugeteilt. In der südchinesischen Metropole ist im Jahr 2016 außerdem die Anmeldung von Fahrzeugen mit Kraftstoffbetrieb auf 80.000 Neuzulassungen beschränkt. Besondere Fördermaßnahmen der Regierung für NEVs, als auch die hohen Kosten einer Anmeldung eines Fahrzeuges mit Kraftstoffantrieb von rund 46.000 Yuan, haben bisher noch nicht zu einer reduzierten Nachfrage nach Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb geführt.

Quellen: d1ev (03.06.2016), China Daily (03.06.2016), Automobil Produktion (06.06.2016)

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

3. Chinesische Automobilhersteller starten Patentoffensive 

Laut einer aktuellen Studie der deutschen Beratungsgesellschaft ANP management consulting, ist die Zahl der Patente chinesischer Unternehmen aus der Automobilindustrie in letzter Zeit rasant angestiegen. Vor allem in den Bereichen Elektromobilität und Digitalisierung ist diese Entwicklung besonders deutlich. In diesem Zusammenhang setzt die chinesische Regierung mit der Initiative „Made in China 2025“ auf eine systematische Förderung der Innovationskraft chinesischer Automobilhersteller und -zulieferer. Traditionelle Antriebskonzepte werden dabei weitestgehend außer Acht gelassen. Stattdessen sollen sich Automobilhersteller auf Themen wie Elektromobilität, Digitalisierung und die Vernetzung von Fahrzeugen fokussieren. 

Bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen setzt China auf die Zusammenarbeit von Autoherstellern, IT-Unternehmen und Universitäten. So arbeitet beispielsweise der Automobilhersteller Dongfeng Motor mit dem Telekommunikationsausrüster Huawei zusammen, Chery Automobile kooperiert mit dem auf die Fertigung von Elektronikprodukten spezialisierten taiwanesischen Unternehmen Foxconn und der Wuhan Universität. SAIC Motor arbeitet mit dem Internetunternehmen Alibaba zusammen.

Die meisten in China registrierten Patente betreffen dabei die Batterietechnik von Elektrofahrzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem autonomen Fahren. Patente im Batteriebereich werden hauptsächlich von Unternehmen angemeldet, Patente in Bezug auf autonomes Fahren und Assistenzsysteme vermehrt von Forschungseinrichtungen und Universitäten. Laut Peter Nagel, Geschäftsführer von ANP management consulting, sollten sich die deutschen Automobilhersteller und -zulieferer einen genauen Überblick über bereits vorhandene Patente chinesischer Wettbewerber verschaffen, um die eigenen Forschungsausgaben effizient einsetzen zu können und mögliche Kosten durch Rechtverletzungsansprüche möglichst gering zu halten. Problematisch sei hierbei jedoch, dass die meisten Patente lediglich in chinesischer Sprache vorliegen und teilweise unter anderem Namen angemeldet sind.

Quelle: Automobil Produktion (09.05.2016)

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4. Zehntausend registrierte Logistik-NEVs in Shenzhen

Die Stadtregierung der südchinesischen Metropole Shenzhen fördert verstärkt den Einsatz von New Energy Vehicles (NEVs) im Logistikbereich. Dadurch soll ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Luftqualität geleistet werden. Besonders der Hafen, der in Bezug auf das Umschlagvolumen zu einem der größten der Welt zählt, bietet ein enormes Potenzial für die Erhöhung des Anteils von Elektrofahrzeugen in dieser Branche. 

Im Rahmen der Eröffnungszeremonie des Shenzhen Port Logistics New Energy Vehicle Promotion Center wurde kürzlich durch das Shenzhen Transportation Committee bekannt gegeben, dass weltweit die meisten Logistik-NEVs in Shenzhen registriert sind - derzeit rund 10.000 Fahrzeuge. Laut Lou Heru, Parteisekretär des Transportation Committee, zählt die Branche der Elektromobilität zu den aufstrebenden Schwerpunktsektoren in Shenzhen. Mit dem Ziel, die Verbreitung von NEVs weiter voranzutreiben, wurden staatliche Subventionen und andere Unterstützungsmaßnahmen wie beispielsweise die Ausnahme von Fahrbeschränkungen an bestimmten Tagen oder auf bestimmten Strecken eingeführt. 

Nachdem im vergangenen Jahr bis Oktober lediglich 300 neue Logistik-NEVs in Shenzhen registriert worden waren, führten Subventionszahlungen und weitere Fördermaßnahmen bis Ende Dezember zu einer schlagartigen Steigerung der registrierten Fahrzeuge auf über 8.000 Logistik-NEVs. In den ersten vier Monaten 2016 wurden weitere rund 800 Logistik-NEVs zugelassen, insgesamt ist für 2016 eine Anzahl von 4.000 registrierten Fahrzeugen vorgesehen. Von 2016 bis 2020 sollen insgesamt 25.000 Logistik-NEVs hinzukommen. Ausgehend von 4.000 Fahrzeugen in diesem Jahr, soll die Zuwachsrate zu diesem Zweck jährlich um 500 Logistik-NEVs ansteigen. Trotz des schnellen Anstiegs der registrierten Fahrzeuge, wurden bis Ende April jedoch lediglich rund 2.200 Logistik-NEVs eingesetzt. Diese sind zwar beim Umweltschutz und laufenden Kosten gegenüber herkömmlichen Logistikfahrzeugen im Vorteil, stellen die Unternehmen jedoch bei einem weiträumigen Einsatz über längere Strecken und Zeiträume noch immer vor große Herausforderungen, da beispielsweise die Ladeinfrastruktur noch nicht vollständig ausgebaut ist.

Quellen: tetimes (04.06.2016), Shenzhen Transport Commission (25.05.2016), Shenzhen Economic Daily (25.05.2016)

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5. Lokaler Protektionismus erschwert weitere Verbreitung von NEVs in China

Die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen und die Stärkung des Elektromobilitätssektors sind Zielsetzungen der chinesischen Regierung der vergangenen Jahre, die hauptsächlich durch Subventionen angetrieben wurden. Durch beschlossene Subventionskürzungen Anfang des Jahres 2016 und einer Verlagerung der Fördermaßnahmen in Richtung Forschung und Entwicklung, will die Regierung nun einen faireren Wettbewerb innerhalb der Branche unterstützen und mehr Marktmechanismen zulassen. Vor allem lokaler Protektionismus wirkt sich gegenwärtig noch nachteilig auf eine weitere positive Entwicklung der Branche in China aus.  

Zutage tritt dieser Protektionismus in unterschiedlichen Formen. Es kann vorkommen, dass Provinzregierungen auswärtigen Elektroautomobilherstellern anderer Provinzen lediglich dann Zutritt zum lokalen Markt gewähren, wenn diese auch vor Ort ein eigenes Produktionswerk errichten oder Fahrzeugteile von lokalen Herstellern einkaufen. Andere Lokalregierungen richten ihre Subventionspolitik sowie technische Normenvorgaben an lokalen Herstellern von Elektrofahrzeugen aus. Technische Normen können in manchen Provinzen dann sogar von staatlichen Vorgaben abweichen, was den Verkauf von New Energy Vehicles (NEVs) für Hersteller aus anderen Provinzen oder dem Ausland erschwert. Des Weiteren kann es vorkommen, dass nationale Subventionen in bestimmten Provinzen nicht zugeteilt werden, die in anderen Regionen die Regel sind. So schließen beispielsweise einige Lokalregierungen Plug-in-Hybridfahrzeuge aus dem NEV-Verzeichnis aus oder koppeln Subventionen für diese an die Größe des Treibstofftanks, um lokale Hersteller dieser Fahrzeugmodelle zu bevorzugen. 

Im vergangenen Jahr wurden über 200.000 Elektroautos von insgesamt 19 Elektroautomobilherstellern und über 120.000 Nutzfahrzeuge von über zehn verschiedenen Herstellern produziert. Dies zeigt, dass eine vergleichsweise geringe Anzahl an Fahrzeugen von einer relativ großen Menge an Herstellern auf den Markt gebracht wird. In China sind insofern viele NEV-Hersteller mit einem unterschiedlichen Niveau in Bezug auf Technologie und Absatzvolumen aktiv. Laut Experten der chinesischen Plattform für Elektromobilität ChinaEV100, soll die Branche in den kommenden fünf Jahren eine Transformationsphase durchleben. Während staatliche Eingriffe in den Markt zurückgefahren werden, sollen Marktmechanismen eine immer dominantere Rolle spielen. Derzeit schützt lokaler Protektionismus jedoch noch rückständige Hersteller und behindert den Transformationsprozess.

Quelle: Auto Sohu (21.06.2016)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

6. Nachhaltige Entwicklungschancen für die NEV-Branche durch Car-Sharing

Im Zuge der von der chinesischen Regierung verabschiedeten Kürzungen von Kaufprämien im Bereich Elektromobilität setzen Lokalregierungen nun verstärkt auf neue Fördermaßnahmen, die nicht ausschließlich auf den Kaufpreis von Elektrofahrzeugen abzielen. Der Schwerpunkt der Förderungen verlagert sich aktuell auf den Ausbau von Servicedienstleistungen wie beispielsweise Car-Sharing, bei denen New Energy Vehicles (NEVs) zum Einsatz kommen.  

NEVs im Car-Sharing einzusetzen bietet sich vor allem auch deshalb an, weil Elektrofahrzeuge bei einer hohen Auslastung über einen längeren Zeitraum umweltfreundlicher und im Betrieb preisgünstiger sind als Kraftstofffahrzeuge. Für die nachhaltigere Entwicklung der Elektromobilitätsbranche spielen Car-Sharing-Modelle mit Elektrofahrzeugen insofern eine wesentliche Rolle. 

Derzeit investieren immer mehr Automobilhersteller und Technologie-Unternehmen in Car-Sharing-Dienstleistungen mit NEVs. Yi Yi Car-Sharing, Yi Du Car-Sharing und Gofun Car-Sharing waren die ersten Anbieter von Services, über die Kunden auch Elektrofahrzeuge mieten können. Des Weiteren hat auch das bekannte chinesische Technologieunternehmen LeEco bereits zwei Milliarden Yuan in die Entwicklung einer Car-Sharing-App mit dem Namen LeShare investiert. Car-Sharing-Plattformen lassen sich einfach über das Smartphone bedienen. Nach der Registrierung kann ein in der Nähe abgestelltes Elektrofahrzeug per App gesucht und reserviert werden. Den Reservierungscode erhält man direkt auf das Smartphone und kann darüber das Auto öffnen und für die Fahrt mieten. Nach der Benutzung kann das Fahrzeug einfach am Zielort stehen gelassen werden. Das Aufladen übernimmt der Car-Sharing-Anbieter. Die Nutzungskosten richten sich in der Regel nach der jeweiligen Fahrtzeit und der zurückgelegten Distanz.

Quelle: EV Look (03.06.2016)

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7. Kabelloses Laden von NEV-Bussen in Zentralchina  

Mitte Juni hat die Provinzregierung von Henan gemeinsam mit dem chinesischen Telekommunikationsanbieter Zhongxing Telecommunication Equipment Corporation (ZTE) eine strategische Kooperation zum weiteren Ausbau von kabelloser Ladetechnik für Elektrobusse unterzeichnet. Im Rahmen der Kooperation soll der Aufbau einer kabellosen Ladeinfrastruktur in der Provinzhauptstadt Zhengzhou möglichst bald realisiert werden. Die Ladetechnologie wurde von ZTE speziell für reine Elektrobusse konzipiert. Eine vollständige Aufladung der im Bus eingesetzten Batterien soll laut Unternehmensangaben nach fünf bis sechs Stunden erreicht sein. Die Busse sollen damit auf eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern kommen können. Bis Ende 2015 waren in Zhengzhou mehr als 4.000 E-Busse im Einsatz. Dies entspricht einem Anteil von rund 65 Prozent aller in Zhengzhou betriebenen Busse. Im landesweiten Vergleich liegt die Stadt damit an der Spitze. 

Das kabellose Laden der Elektrobusse soll auch den Einwohnern von Zhengzhou Vorteile bringen. Beispielsweise ermöglicht das Aufladen der Fahrzeugbatterien während der Standzeit an Haltestellen den dauerhaften Einsatz der Busse und Fahrgäste müssen nicht aufgrund langer Ladezeiten auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Aufgrund ihrer geringen Emissionen im Vergleich zu Bussen mit Kraftstoffantrieb tragen Elektrobusse zusätzlich zu einer besseren Luftqualität im Stadtgebiet bei.

Quelle: d1ev (19.06.2016)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. TÜV SÜD und Shenzhen Puri Seth Detection Technology errichten gemeinsames Batterie-Testzentrum

Ende Mai haben der TÜV SÜD und die Firma Shenzhen Puri Seth Detection Technology (PTL) auf der 12. China International Battery Fair in Shenzhen eine strategische Kooperationsvereinbarung zur Prüfung und Zertifizierung von Batterien unterzeichnet. TÜV SÜD und PTL planen ein ganzheitliches Test- und Evaluierungszentrum zur Prüfung der Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung von Batterien zu errichten. Der genaue Standort des neuen Zentrums ist derzeit noch nicht bekannt. Batterieproduzenten und Hersteller von New Energy Vehicles (NEVs) sollen durch das neue Testzentrum von umfassenden Prüfungsdienstleistungen für Batteriesysteme profitieren können. Des Weiteren soll das Zentrum technische Serviceleistungen für die Entwicklung und Vermarktung von Batterien anbieten und so auch die Wettbewerbsfähigkeit der Batteriehersteller auf dem chinesischen Markt stärken. Ausgestattet mit unterschiedlichen Prüfanlagen sollen in dem Testzentrum Batterien für Elektrofahrzeuge nach amerikanischen, europäischen, chinesischen und japanischen Standards getestet werden können. Die Prüfung soll alle Arten einzelner NEV-Batterien, Batteriegruppen sowie -systeme umfassen. 

Im Rahmen der Unterzeichnungszeremonie stellte der Vizepräsident der Abteilung für Product Services von TÜV SÜD China, Robert Puto, die große Bedeutung der Kooperation mit PTL heraus. In den Bereichen Sicherheitsinfrastruktur, Anlagenkapazitäten, Testverfahren, -ebenen und -eignung sowie Laborführung soll das neue Zentrum weltweit führend werden.

Quelle: Huanqiu Finance (25.05.2016)

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9. Volkswagen plant Produktion von NEVs in neuem Werk im südchinesischen Foshan

Die drei Produktionswerke des Joint Venture FAW-Volkswagen im chinesischen Changchun, Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Jilin, in der westlich gelegenen Stadt Chengdu sowie dem südlichen Foshan in der Provinz Guangdong, verfügen über ein jährliches Produktionsvolumen von 1,5 Millionen Fahrzeugen. Diese Kapazität soll nach Angaben von FAW-Volkswagen bis 2020 auf drei Millionen Fahrzeuge gesteigert werden. Zu diesem Zweck wurde bereits im Mai 2014 damit begonnen, das Werk im südlichen Foshan weiter auszubauen um dessen Produktionskapazität zu verdoppeln. Nach der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2017 sollen dort auch New Energy Vehicles (NEVs) von Volkswagen und Audi vom Band laufen.

Das rein elektrisch angetriebene Fahrzeugmodell e-Golf könnte das erste Elektrofahrzeug von Volkswagen sein, das in China produziert werden würde. Laut dem Leiter der PR-Abteilung von FAW-Volkswagen, Li Pengcheng, sollen in den kommenden Jahren noch weitere Plug-in-Hybridfahrzeuge und reine Elektrofahrzeuge auf den chinesischen Markt gebracht werden, deren Produktion ebenfalls in China geplant ist. Laut Branchenexperten könnte in Zukunft auch der A3 Sportback e-tron, ein Plug-in-Hybridauto der Marke Audi, in Foshan produziert werden. Die Produktion des mit Kraftstoffantrieb ausgestatteten Audi-Modell A3 erfolgt aktuell bereits in Foshan. 

Quelle: China.com (03.06.2016)

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10. Errichtung von 415 Ladestationen und 200.000 Ladesäulen in der südchinesischen Provinz Hunan

Kürzlich veröffentlichte die Regierung der südchinesischen Provinz Hunan einen Plan für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für New Energy Vehicles (NEVs) in der Region für den Zeitraum 2016 bis 2020. Gemäß des Plans sollen in Hunan bis zum Jahr 2020 zusätzlich 415 Ladestationen und 200.000 Ladesäulen eingerichtet und in Betrieb genommen werden. Die neuen Anlagen sollen in Zukunft den Ladebedarf von rund 220.000 NEVs abdecken können. In neu errichteten Wohngebieten sollen alle Parkplätze mit Ladeanlagen oder zumindest der für eine spätere Einrichtung von Ladeeinrichtungen notwendigen technischen Infrastruktur ausgerüstet werden. Bei neuen öffentlichen Parkplätzen soll mindestens für 10 Prozent der Stellplätze die gleiche Vorgabe gelten. Anträge, die neu beim National Special Construction Fund eingereicht werden, sollen hauptsächlich auf Projekte zur Förderung des Aufbaus von Ladeanlagen abzielen. 

Laut den im Jahr 2015 veröffentlichten Regularien für den Strompreis zur Beladung von Elektrofahrzeugen haben private Betreiber von Ladeanlagen das Recht, Nutzungsgebühren für den verbrauchten Strom sowie den Ladeservice zu erheben. Anfallende Kosten müssen transparent an der Ladesäule angezeigt und nach dem Ladevorgang entsprechend abgerechnet werden.

Quelle: d1ev (06.06.2016)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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