EMOChina Newsletter | Ausgabe 05/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Ladeinfrastruktur in Peking: Alle 900 Meter eine Ladesäule

2. Shanghai veröffentlicht Fördermaßnahmen für Ladeanlagen von Elektrofahrzeugen

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

3. Neue Subventionsregeln für NEVs in Shanghai führen zu Auftragsrückgängen bei BYD-Elektrofahrzeugen

4. In China wird weltweit die Hälfte aller Elektroautos verkauft

5. Fünf Herausforderungen für den Durchbruch von NEVs in China

6. Neue NEV-Industrieparks - Branchenentwicklung dennoch ungewiss

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. LeEco stellt neuen „Tesla-Jäger“ vor

8. Chinesische Logistikbranche setzt vermehrt auf NEVs

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

9. Chongqing plant massiven Ausbau der NEV-Industrie

10. VW sieht Zukunft der Elektromobilität in China

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Ladeinfrastruktur in Peking: Alle 900 Meter eine Ladesäule

Am 21. April hat die Beijing Municipal Commission of Development and Reform den für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidenden „Plan zur Entwicklung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Peking von 2016 bis 2020“ veröffentlicht. Nach diesem Plan soll in der Hauptstadt bis 2020 ein kompatibles, intelligentes und effizientes Netz mit Ladeeinrichtungen entstehen, das den Ladebedarf von rund 600.000 Elektrofahrzeugen abdecken kann. Im Pekinger Stadtkern sowie in den Außenbezirken Tongzhou, Yizhuang und Yanqing soll bis zum Jahr 2020 alle 900 Meter mindestens eine Ladesäule installiert sein. Peking, Tianjin und die Nachbarprovinz Hebei sollen außerdem die Informations- und Bezahldienstleistungen ihrer öffentlichen Ladestationen bis 2020 in einem System vereint haben.

Diese im Plan vorgesehenen Ziele für die weitere Entwicklung des Ladenetzes in Peking sollen Verbesserungen in drei spezifischen Bereichen mit sich bringen: Erstens soll bis 2020 jedes privat genutzte Elektrofahrzeug über eine eigene Ladesäule verfügen. Zweitens soll die Vereinheitlichung und Vernetzung der Ladeanlagen zu einem dichten Ladenetz im gesamten Stadtgebiet führen, in der Ladeanlagen nicht weniger als fünf Kilometer voneinander entfernt stehen. Drittens sollen an öffentlichen Parkplätzen für den Personennahverkehr, für Logistikfahrzeuge, Taxis und für Fahrzeuge der Stadtreinigung sowie zusätzlich an Touristenattraktionen rund 10.000 Ladesäulen eingerichtet werden. 

Bis zum Ende des vergangenen Jahres sind nach Angaben verschiedener Pekinger Behörden insgesamt 35.900 Elektrofahrzeuge verkauft worden, etwas mehr als die Hälfte an Privatpersonen. Nach Regierungsangaben soll die Anzahl von Elektrofahrzeugen bis ins Jahr 2020 weiter auf rund 600.000  Fahrzeuge ansteigen, davon 450.000 privat genutzte Fahrzeuge. Um den Ladebedarf entsprechend zu decken, rechnet die Pekinger Stadtregierung mit einem zusätzlichen Bedarf an 435.000 Ladesäulen, davon unter anderem 65.000 öffentliche und rund 360.000 private Säulen.

Quelle: Xinhua News (22.04.2016)

weiterlesen | nach oben

 

2. Shanghai veröffentlicht Fördermaßnahmen für Ladeanlagen von Elektrofahrzeugen

Die Shanghaier Stadtregierung hat am 29. April neue Fördermaßnahmen für den Ausbau von Ladeanlagen veröffentlicht. Diese wurden von der Shanghai Municipal Commission of Development and Reform gemeinsam mit sechs weiteren lokalen Behörden ausgearbeitet und stellen eine Anpassung der Fördermaßnahmen aus dem Jahr 2013 dar. Eine Neufassung war notwendig geworden, damit die von der Zentralregierung erlassenen staatlichen Richtlinien für den Ladeinfrastrukturbereich bessere Berücksichtigung finden. Die neuen Fördermaßnahmen haben das Ziel, die Verbreitung von Ladesäulen weiter zu fördern, die Effizienz der Ladeanlagen zu erhöhen, die Lenkung von privatem Kapital für Investitionen zu verbessern sowie die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Sie sollen staatliche Fördermaßnahmen und Marktmechanismen in Einklang bringen und verschiedene Akteure im Investitionsbereich gleichermaßen erreichen, um das Investitionsumfeld weiter zu verbessern. 

Der neue Förderungskatalog ist an die Fördermaßnahmen aus dem Jahr 2013 angelehnt. Weitere Änderungen betreffen vor allem die Höhe und den Umfang der Fördermaßnahmen. Erstens ist eine Verdoppelung der Subventionen für Ladeanlagen geplant. Zweitens wird mehr Wert auf die Vernetzung von Ladedienstleistungen gelegt. So sollen beispielsweise Ladestationen verschiedener Anbieter in einer Informationsplattform zusammengeführt werden. Drittens soll die Beantragung sowie die Genehmigung von Subventionen vereinfacht werden. In diesem Zusammenhang soll der Antragszeitraum für Fördermittel von einem Jahr auf vier Monate verkürzt werden.

Quellen: d1ev (09.05.2016), Shanghai Government (09.05.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | nach oben

 

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

3. Neue Subventionsregeln für NEVs in Shanghai führen zu Auftragsrückgängen bei BYD-Elektrofahrzeugen 

Nachdem die Shanghaier Stadtregierung Anfang April die vorübergehenden „Vorschriften zur Förderung des Erwerbs und Betriebs von New Energy Vehicles (NEVs)“ veröffentlicht hatte, die für verschiedene Fahrzeugmodelle Subventionskürzungen zwischen 10.000 und 30.000 Yuan vorsehen, sind bereits daraus resultierende negative Auswirkungen auf den NEV-Markt ersichtlich. Verschiedene Autohändler in Shanghai berichten beispielsweise von Auftragsstornierungen ihrer Kunden. Betroffen ist auch das in China absatzstärkste Elektroauto-Modell BYD Qin. Hier sollen nach Händlerangaben aufgrund von Subventionskürzungen von 61.500 Yuan auf 40.000 Yuan insgesamt 30 Prozent der geplanten Käufe storniert worden sein. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres lag die Zahl der verkauften Fahrzeuge des Modells Qin bei lediglich 1.580 Fahrzeugen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von knapp 60 Prozent entspricht. Ein BYD-Vertreter berichtet, dass verschiedene Unternehmensabteilungen gegenwärtig intensiv Maßnahmen entwickeln, die den Absatz trotz reduzierter staatlicher Subventionen wieder stimulieren sollen. Die Ideen reichen von der Entwicklung von Fahrzeugmodellen mit einer reduzierten Ausstattung bis hin zur Vergabe zusätzlicher Subventionen durch den Hersteller selbst. Die beiden chinesischen Hersteller BAIC und JAC haben solche Maßnahmen bereits ergriffen und gewähren Käufern ihrer Elektrofahrzeuge einen Preisnachlass in Höhe der zuvor gezahlten staatlichen Subventionen. Der Absatz des Modells e550 des Automobilherstellers Roewe ist dagegen erheblich angestiegen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass dieses Fahrzeugmodell bisher nicht von Subventionskürzungen betroffen ist. 

Subventionskürzungen sollen in Zukunft auch Plug-in-Hybridfahrzeuge betreffen. Sobald die Zahl der seit Januar 2014 in Shanghai verkauften Plug-in Hybridautos 40.000 Fahrzeuge überschreitet, sollen sich die lokalen Subventionen für diese Modelle automatisch von derzeit 10.000 Yuan auf 5.000 Yuan verringern. Bei mehr als 60.000 abgesetzten Fahrzeugen sollen Subventionen vollständig entfallen.

Quelle: de1v (20.04.2016)

weiterlesen | nach oben

 

4. In China wird weltweit die Hälfte aller Elektroautos verkauft

China etabliert sich, gestützt durch massive Fördermaßnahmen von Seiten der Zentral- und Lokalregierungen, allmählich als Leitmarkt für Elektromobilität. Nach Angaben des an der Universität Duisburg-Essen ansässigen CAR-Center Automotive Research wurden insgesamt 331.000 Fahrzeuge der im Jahr 2015 weltweit abgesetzten 650.000 reinen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge in China verkauft. Damit liegt der Anteil Chinas bei 50,9 Prozent. Da der chinesische Elektroautomarkt jedoch stark fragmentiert ist, ist diese Prozentangabe laut Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR, mit Vorsicht zu betrachten.

Nach Angaben des CAR führen chinesische Hersteller auch die Rangliste der weltweit am meisten verkauften reinen Elektrofahrzeuge an. Die ersten fünf Plätze aller abgesetzten reinen Elektrofahrzeuge belegen die chinesischen Hersteller Zotye (rund 25.000 Fahrzeuge), Kandi (rund 20.000 Fahrzeuge), BAIC (rund 18.000 Fahrzeuge), BYD (rund 11.000 Fahrzeuge) und JAC (rund 9.000 Fahrzeuge). Da globale Automobilhersteller noch immer keine reinen Elektrofahrzeuge in China produzieren, ist ein solcher Vorsprung der chinesischen Hersteller keine allzu große Überraschung. Außerdem handelt es sich bei den absatzstarken Modellen meist um Kleinwagen, deren Höchstgeschwindigkeit lediglich 80 Kilometer pro Stunde beträgt und die auf eine Reichweite von 150 bis 200 Kilometer beschränkt sind.

Durch noch immer hohe staatliche Förderungen sowie gleichzeitige Sanktionen gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in Metropolregionen, ist der chinesische Elektromobilitätsmarkt auch für globale Automobilhersteller interessant. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC geht in einer kürzlich vorgelegten Studie davon aus, dass sich die Zahl der in China produzierten New Energy Vehicles bis 2022 um durchschnittlich rund 22 Prozent pro Jahr erhöhen wird.

Quelle: Automobil Produktion (22.04.2016)

weiterlesen | nach oben

 

5. Fünf Herausforderungen für den Durchbruch von NEVs in China

Zwar spricht die chinesische Regierung dem Elektromobilitätssektor in der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes eine Schlüsselrolle zu, dennoch steht die Branche vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Im Jahr 2015 wurden in China rund 447.000 New Energy Vehicles (NEVs) produziert, mehr als drei Mal so viele wie im Vorjahr. In Verbindung mit der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen stieg auch der Ladebedarf und entsprechend die Nachfrage nach Ladeeinrichtungen. Nach Angaben des Ministry of Industry and Information Technology wurden im Jahr 2014 in China insgesamt 723 Ladestationen und 28.000 Ladesäulen eingerichtet. Ein Jahr später waren es bereits 3.600 Ladestationen und 49.000 Ladesäulen. Trotz dieser Fortschritte ist eine unzureichende Ladeinfrastruktur noch immer das größte Hindernis für die weitere Verbreitung von NEVs im Land. 

Folgende fünf Herausforderungen stehen besonders hierbei im Fokus: Erstens ist es in den für China typischen abgegrenzten Wohnsiedlungen besonders schwierig, genügend Raum für Parkplätze mit Ladeeinrichtungen einzuplanen. Zweitens sind diverse Risiken, wie beispielsweise Selbstentzündungen von Batterien und weitere Mängel in Bezug auf Sicherheit und Stabilität von Lithium-Ionen-Batterien noch nicht behoben und deren Technologie ist noch nicht voll ausgereift. Drittens sind Hersteller von Elektrofahrzeugen und Batterien aufgrund reduzierter staatlicher Subventionen von Absatzrisiken betroffen und investieren so auch weniger in den Ausbau von Ladeeinrichtungen. Viertens verläuft der Ausbau des Ladenetzes trotz der bereits genannten Fortschritte langsamer als erwartet, was gleichzeitig wieder negative Effekte auf die künftigen Verkaufszahlen von NEVs mit sich bringt. Fünftens bieten unterschiedliche Anbieter Ladedienstleistungen an, deren Bezahlkarten sowie Informationssysteme noch nicht vereinheitlicht sind. Die chinesische Regierung zielt daher auf die Entwicklung eines intelligenten Systems ab, das den Austausch von Daten ermöglicht und verschiedene Informations- und Bezahlsysteme vereint. Auch die Daten verschiedener Ladeeinrichtungen sowie Fahrzeuginformationen sollen in Zukunft über das Netz ausgetauscht werden. Die Konzepte Internet of Vehicles und Internet of Things sollen hierbei zukünftig eine entscheidende Rolle spielen.

Quelle: de1v (03.05.2016)

weiterlesen | nach oben

 

6. Neue NEV-Industrieparks - Branchenentwicklung dennoch ungewiss

Einem Beitrag des Senders China National Radio (CNR) zufolge, erlebte China in den vergangenen zwei Jahren einen wahren Boom im Hinblick auf die Entstehung von neuen Industrieparks für Unternehmen aus dem Elektromobilitätssektor. Der Sender schätzt in diesem Zusammenhang, dass sich in China rund 30 Projekte für New Energy Vehicles (NEV) mit einer Investitionssumme von 100 Milliarden Yuan im Bau beziehungsweise in Planung befinden. Vor dem Hintergrund des langsameren Wachstums in den traditionellen Industriebranchen wurden von Lokalregierungen Investitionen in neue Industrien wie beispielsweise der Branche der Elektromobilität angeregt. Um Elektroautomobilhersteller und Batterieproduzenten für eine Ansiedlung im lokalen Industriepark anzuwerben, wurden teilweise sogar die kostenlose Nutzung von Grundstücken sowie hohe Subventionszahlungen versprochen. 

Zwar wirkt ein solcher Boom an neu entstehenden NEV-Industrieparks auf den ersten Blick positiv, dennoch steht die Branche noch vor großen Herausforderungen. Zhang Shaohu, Chefredakteur der Zeitschrift Automotive Quality, wies in dem Beitrag der Sendung von CNR darauf hin, dass neue NEV-Industrieparks, die auf der Basis von lokalen Unterstützungsmaßnahmen und Subventionen für Unternehmen durch Lokalregierungen entstanden seien, leicht zu einem regionalen Protektionismus führen würden, der Marktstrukturen aushebelt. Des Weiteren sei der Absatz von verschiedenen NEV-Modellen ungleichmäßig, vor allem einfachere, preislich günstigere NEV-Modelle hätten weiterhin Probleme, in den Markt vorzustoßen. Zusätzlich wäre ein Großteil der chinesischen Kunden noch nicht von den Vorteilen von Elektrofahrzeugen überzeugt und würde erst dann über die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges nachdenken, wenn beispielsweise Probleme wie eine unzureichende Ladeinfrastruktur oder die mangelnde Reichweite gelöst seien.

Quelle: CNR (10.05.2016)

weiterlesen | nach oben

 

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. LeEco stellt neuen „Tesla-Jäger“ vor

Auf der Beijing Auto Show Ende April präsentierte Jia Yueting, CEO des chinesischen Technologie-Unternehmens LeEco, das erste reine Elektrofahrzeug seines Unternehmens, das gleichzeitig als möglicher Tesla-Konkurrent gesehen wird. Zwar investiert Jia Yueting auch bereits in das kalifornische Elektroautomobil-Start-up Faraday Future, doch die Entwicklung des neuen reinen Elektroautos von LeEco mit dem Namen LeSee entstand unter der Federführung von LeEco selbst. Partner bei der Entwicklung des 209 km/h schnellen Fahrzeugs, welches ein vollautomatisiertes und vollelektrisches Fahren ermöglichen soll und induktiv aufgeladen wird, ist der Sportwagenhersteller Aston Martin. Während die Software des Fahrzeugs aus China kommen soll, ist die Produktion des Autos beim Tochterunternehmen Faraday Future in den USA geplant. In der Nähe von Las Vegas wird derzeit ein Werk für die Produktion von Elektromotoren und Batterien geplant. Die Investitionssumme von einer Milliarde US-Dollar stammt dabei aus einer Kooperation von Aston Martin und Faraday Future. 

Die Entwicklung des E-Sportwagens wird jedoch auch kritisch gesehen. Laut Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association, konnte bisher kein chinesischer Autobauer bei der Entwicklung seiner Elektrofahrzeuge mit einem hohen Qualitätsniveau überzeugen. Auch bestehe derzeit noch keine richtige Nachfrage nach Elektrofahrzeugen unter chinesischen Konsumenten. Die hohen Absatzzahlen seien vielmehr auf staatliche Subventionszahlungen zurückzuführen. 

Das Besondere an dem Konzept von LeEco und Aston Martin soll am Ende nicht das Fahrzeug selbst sein, sondern das eigentliche Geschäftsmodell. Jia Yueting kündigte an, dass die Autos von LeEco eines Tages kostenlos sein sollen, da seiner Meinung nach das Geschäft mit „Hardware“ langfristig gesehen nicht ertragsbringend sei. Geld lasse sich seiner Ansicht nach lediglich mit hochwertigen Dienstleistungen und einem guten Kundenservice verdienen, nicht aber durch den Verkauf von Geräten beziehungsweise Fahrzeugen. Noch konnte LeEco jedooch nicht glaubhaft erklären, wie ein solches Geschäftsmodell auf Fahrzeuge übertragen werden kann.

Quellen: Handelsblatt (27.04.2016), Automobil Produktion (28.04.2016)

weiterlesen (1) | weiterleiten (2) | nach oben

 

8. Chinesische Logistikbranche setzt vermehrt auf NEVs

Trotz staatlicher Subventionskürzungen werden New Energy Vehicles (NEVs) in der Logistikbranche in China vermehrt eingesetzt. Dafür sprechen laut Wang Chenfeng, Geschäftsführer des Logistikunternehmens Tiantian Logistics mit Sitz in der ostchinesischen Stadt Hangzhou, unter anderem die vorher genau festlegbare Streckenroute sowie das Einsparen hoher Treibstoffkosten.  

Wang Qingnian, Professor für Fahrzeugtechnik an der Universität Jilin und führender Wissenschaftler für Technologien im Bereich von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen in China, hat die Verwendung von NEVs in der Logistikbrache bereits vor einigen Jahren mit seinem Forschungsteam diskutiert und schon damals den sinnvollen Einsatz dieser Fahrzeuge in der Branche bestätigt. Aufgrund einer vorab fest definierbaren Strecke in Bezug auf Streckenführung und -länge sowie der Möglichkeit, die Aufladung der Fahrzeugbatterien gut zu planen, eignet sich der Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugmodellen seiner Ansicht nach besonders im Transport- und Logistikbereich. Neuerdings können Elektrofahrzeuge auch über eine Plattform miteinander vernetzt werden. Darüber sollen beispielsweise technische Störungen oder Lageinformationen direkt an ein Datenzentrum übermittelt werden, um mögliche Probleme direkt und zeitnah beheben zu können. 

Auch die Elektroautomobilhersteller profitieren von dem Einsatz ihrer Modelle in der Logistikindustrie. Nach Gan Shengquan, Vorsitzender des NEV-Herstellers Horwing Motors in der ostchinesischen Stadt Suzhou, hat sein Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren die Vermietung von NEVs an Logistikunternehmen getestet und dabei sehr positive Erfahrungen gemacht. Inzwischen ist die Anzahl der von Horwing Motors vermieteten NEV-Logistikfahrzeuge auf mehr als 1.000 Fahrzeuge angestiegen. Solche neuen Geschäftsmodelle sind immer häufiger eine Option für Fahrzeughersteller. Sie profitieren statt von dem Verkauf der Fahrzeuge von den Einnahmen aus Miet- und Ladegebühren. Logistikunternehmen müssen ihre Fahrzeuge nicht mehr selbst warten oder reparieren und können so Kosten einsparen.

Quelle: Wokeji (06.05.2016)

weiterlesen | nach oben

 

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

9. Chongqing plant massiven Ausbau der NEV-Industrie

Im Rahmen einer Projektunterzeichnung eines neuen Produktions- und Entwicklungsstandortes für ein Batterieunternehmen in der zur westchinesischen Metropole Chongqing gehörenden Changshou Economic & Technological Development Zone forderte Weng Jieming, stellvertretender Oberbürgermeister von Chongqing, Vertreter der Stadtbezirke und angrenzender Kreisstädte dazu auf, den Ausbau der Industrie für New Energy Vehicles (NEVs) weiter zu fördern. Bei der Ansiedlung neuer Unternehmen soll die Entwicklung und Erforschung neuer Technologien, der Einsatz von hochwertigen Materialien und die Entwicklung von Schlüsselkomponenten, wie etwa Batterien, in den Fokus rücken. Dabei soll für Unternehmen der Branche das Entwicklungsumfeld verbessert und etwa Logistik- und Verwaltungskosten gesenkt werden. 

Die Stärkung der Branche der Elektromobilität ist eine von zehn strategisch geförderten Industrien durch die Stadtregierung. In Chongqing soll insgesamt die Ansiedlung von Industrieanlagen mit einem Investitionsvolumen von 100 Milliarden Yuan anvisiert werden. 

Nach Inbetriebnahme des Produktionsstandortes wird mit einer jährlichen Produktion von 400 Millionen einzelnen Batteriezellen und 100.000 kompletten Batteriesystemen gerechnet. Des Weiteren soll ein Standort für das Recycling von Batterien und ein Forschungszentrum für die gefahrlose Behandlung von Batteriezellen errichtet werden. Damit soll die Changshou Economic & Technological Development Zone zu einem der größten ganzheitlichen Standorte für die Batterieproduktion im Südwesten Chinas aufsteigen. 

Quelle: Chongqing Daily (21.04.2016)

weiterlesen | nach oben

 

10. VW sieht Zukunft der Elektromobilität in China

Im Rahmen der Beijing Auto Show Ende April kündigte Volkswagen an, eines von weltweit drei Innovationszentren in Peking errichten zu wollen. Dieses Zentrum soll Entwicklern und Experten in Zukunft als Innovations-Drehscheibe für neue Entwicklungen im Bereich Elektromobilität dienen und VW-Fahrzeuge zu den Schlüssellösungen in Bezug auf Oberflächendesign, Innenraumkonzept, Infotainment- und Entertainment-System sowie im Bereich Kundenservice entwickeln. Peking ist dabei ein entscheidender Standort, denn im Rahmen einer zukünftigen digitalen Transformation der Autoindustrie nimmt vor allem China eine Schlüsselrolle ein. 

Für Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG und Präsident der Volkswagen Group China, sind Digitalisierung und Elektromobilität wichtige Zukunftsthemen. China gilt dabei als Wiege für Innovationen und neue Technologien. Neue Konzepte und Lösungen sollen zunächst in China getestet werden, bevor sie auf andere Länder übertragen werden. 

Heizmann zufolge wird die Volkswagen Group China dieses Jahr, gemeinsam mit ihren beiden chinesischen Joint-Ventures, mehr als vier Milliarden Euro in ihr China-Geschäft investieren - vor allem in die Entwicklung von hocheffizienten und umweltfreundlichen Produkten sowie in fortschrittliche Produktionsprozesse. Da China mittlerweile zum größten Absatzmarkt für Elektrofahrzeuge aufgestiegen ist, will VW ein besseres Verständnis für die Ansprüche chinesischer Kunden erlangen und seine Produkte an deren Bedarf ausrichten. VW plant im Zuge dessen bis 2020 sieben neue Elektro- und Plug-in-Hybridautos auf den chinesischen Markt zu bringen. Die Fahrzeugmodelle sollen komplett in China produziert werden. Auch Dr. Herbert Diess, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG und Vorsitzender der Marke Volkswagen, bestätigte im Rahmen der Beijing Auto Show die Wichtigkeit des chinesischen Marktes. Zukunftsthemen wie Digitalisierung und autonomes Fahren würden in China bereits aktiv aufgegriffen. Auf der Auto Show präsentierte VW bereits speziell für den chinesischen Elektromobilitätsmarkt zugeschnittene Modelle. Bis 2020 soll auch ein neuer modularer Elektrifizierungsbaukasten (MEB) als neue Plattform auf dem chinesischen Markt eingeführt werden, der die technische Basis zukünftiger Fahrzeugmodelle sein soll. Auf dieser Grundlage würden Fahrzeuge zu integrierten Mobilitäts-Geräten mit verbesserten digitalen Fähigkeiten. Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie will VW unter anderem auch mit den chinesischen Internet-Unternehmen Baidu und Tencent zusammenarbeiten.

Quellen: China Daily (25.04.2016), China Daily (29.04.2016)

weiterlesen (1) | weiterlesen (2) | nach oben




© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

An- und Abmeldung:
Wenn Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr empfangen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff Abmelden an emochina@bj.china.ahk.de. Wenn Sie diesen Newsletter weitergeleitet bekommen haben und sich gerne anmelden möchten, besuchen Sie unsere Anmeldeseite.

Newsletter Archiv:
Artikel aus vergangenen Newslettern finden Sie auf unserer Webseite.

Haftungsausschluss:
Trotz sorgfältiger Auswahl und Prüfung der Inhalte des Newsletters übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Originalquelle.

Urheberrechtliche Bestimmungen:
Auf den abgerufenen Newsletter findet deutsches Urheberrecht Anwendung. Einer vollständigen wie teilweisen Verwertung jeglicher Art insbesondere durch Verbreitung oder Verlinkung stimmen wir gerne zu, sofern als Quelle das EMOChina Projekt der German Industry & Commerce Greater China Beijing gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sichtbar ausgewiesen wird. Das Urheberrecht des Bannerbilds Charging battery of an electric car hat "wellphoto - Fotolia".

Kontakt Redaktion:
German Industry & Commerce Greater China | Beijing
Unit 0830, Landmark Tower II, 8 Dongsanhuan North Road
Chaoyang District, 100004 Beijing, PR China
Tel: +86-10-6539-6670
E-Mail: emochina@bj.china.ahk.de
Web: www.china.ahk.de