EMOChina Newsletter | Ausgabe 04/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Shanghai veröffentlicht neue NEV-Subventionsstandards

2. Neue Subventionsregeln für Elektrobusse in Peking

3. Einführung neuer Fahrzeugkennzeichen für NEVs

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. Mehr als 15.000 verkaufte Elektrofahrzeuge im März - BYD, BAIC und JAC an der Spitze

5. Widersprüchliche Herstellerangaben zu Batteriekapazität und Reichweite von Elektrofahrzeugen

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

6. Kabelloses Laden von Elektrofahrzeugen als zukunftsweisende Entwicklung

7. Ladeinfrastruktur: Verbesserte Nutzerfreundlichkeit für Endkunden

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. Škoda kooperiert mit Volkswagen und SAIC Motor – Investitionen in NEVs geplant

9. Provinz Jiangxi investiert 120 Millionen Yuan in Ladestationen an Autobahnraststätten

10. Qingdao soll zu einem Zentrum für New Energy Vehicles in Ostchina aufsteigen

11. BAIC BJEV und TU Dresden errichten gemeinsames Forschungszentrum für Leichtbauweise

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Shanghai veröffentlicht neue NEV-Subventionsstandards

Am 1. April hat die Shanghaier Stadtregierung die vorübergehenden „Vorschriften zur Förderung des Erwerbs und Betriebs von New Energy Vehicles (NEVs)” auf deren Webseite veröffentlicht. In den neuen Vorgaben, einer Erweiterung der Vorschriften aus dem Jahr 2015, werden die Subventionsstandards je nach Fahrzeugmodell und Leistungsindikatoren ausführlicher geregelt als bisher. Auch die Ziele der Subventionsmaßnahmen werden umfassender beschrieben und beinhalten nun auch die Bereiche Förderung von technologischen Entwicklungen, Energieeinsparung und Emissionsreduzierung sowie Verbesserungen beim Vertriebsservice und dem Recycling von Batterien.  

Laut den neuen Vorschriften sollen NEVs in Zukunft auf der Grundlage der jeweiligen Fahrzeugart sowie in Abhängigkeit der Batteriekapazität gefördert werden. Subventionen für reine Elektroautos sollen so je nach Reichweite maximal 30.000 Yuan betragen. Plug-in-Hybridautos mit einer rein elektrisch zurücklegbaren Reichweite von mehr als 50 Kilometern sollen mit höchstens 10.000 Yuan gefördert werden. Elektrobusse werden je nach Reichweite und Energieverbrauch pro Einheit mit maximal 250.000 Yuan subventioniert. Des Weiteren sollen die Subventionen für reine Elektroautos, Plug-in-Hybridautos und Elektro-Lastwagen entsprechend ihrer Batteriekapazität einen Betrag von 1.500 Yuan pro Kilowattstunde nicht überschreiten. Subventionen für mit Brennstoffzellen angetriebene Autos belaufen sich auf 200.000 Yuan, die für Kleinbusse und kleine LKW auf 400.000 Yuan. Mittelgroße und große Busse sowie LKW sollen sogar mit 600.000 Yuan gefördert werden. Generell sollen sich in Zukunft die Subventionen mit steigendem Absatz automatisch verringern. Davon ausgenommen sind mit Brennstoffzellen angetriebene Fahrzeuge. 

Quellen: d1ev (01.04.2016)

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2. Neue Subventionsregeln für Elektrobusse in Peking

Am 14. April veröffentlichte das Beijing Municipal Bureau of Finance neue Subventionsregeln für mit neuen Energien angetriebene Busse in Peking. Subventionen für Elektrobusse sollen im nächsten Jahr im Vergleich zu 2016 um 20 Prozent sinken. Insofern wird sich der Höchstbetrag an Subventionen für elektrisch angetriebene Kleinbusse, nachdem er im Jahr 2016 maximal 55.000 Yuan betragen hat, in 2017 auf 44.000 Yuan verringern. Der Mindestförderbetrag reduziert sich von 25.000 Yuan in diesem Jahr, auf 20.000 Yuan in 2017. Der genaue Förderbetrag richtet sich nach der Reichweite, die die Busse maximal zurücklegen können. Im Vergleich dazu werden mit Brennstoffzellen angetriebene Kleinbusse einheitlich mit 200.000 Yuan subventioniert. Subventionskürzungen sind hier im Jahr 2017 voraussichtlich nicht geplant.  

Hersteller von Elektrobussen dürfen außerdem entsprechend der neuen Regelungen lediglich eine Fördersumme von Zentral-, Lokal- und Stadtregierung beantragen, die insgesamt 60 Prozent des Verkaufspreises des Busses nicht überschreitet. 

Quelle: OFWeek (15.04.2016), d1ev (16.04.2016)

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3. Einführung neuer Fahrzeugkennzeichen für NEVs

Das Ministry of Public Security hat auf seiner Webseite angegeben, dass für New Energy Vehicles (NEVs) landesweit neue Kennzeichen eingeführt werden sollen. Dadurch sollen NEVs besser von anderen Fahrzeugen unterscheidbar sein, was beispielsweise bei der Beurteilung von Verkehrsverstößen vorteilhaft sein könnte. In vielen Städten sind NEVs von Fahrbeschränkungen ausgenommen, da sie zu einer Verringerung von Emissionen beitragen. Die Fahrbeschränkung wird meist mittels der letzten Ziffer des Fahrzeugkennzeichens geregelt. Durch die neue, deutlichere Kennzeichnung von NEVs, könnten hierbei Missverständnisse leichter ausgeräumt werden. 

Das Traffic Management Bureau, das dem Ministry of Public Security unterstellt ist, hat zur Vorbereitung der Einführung unterschiedliche Designs für die Fahrzeugkennzeichen von NEVs entworfen. Bis Ende April hatten Bürger die Möglichkeit auf der Webseite des Traffic Management Bureau über drei Design-Vorschläge abzustimmen. Nach Angaben des Traffic Management Bureaus sollen die neuen NEV-Kennzeichen im Gegensatz zu den blauen Standard-Kennzeichen in der Farbe Grün gestaltet sein. Neben einem chinesischen Schriftzeichen, das die Provinz angibt, in der das Fahrzeug angemeldet ist, soll das NEV-Kennzeichen insgesamt sieben Ziffern beziehungsweise Buchstaben enthalten. Zur Vermeidung von Doppelungen ist dies eine Ziffer beziehungsweise ein Buchstabe mehr als bei regulären Kennzeichen.

Quellen: China Daily (19.04.2016), Auto Sohu (18.04.2016) 

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4. Mehr als 15.000 verkaufte Elektrofahrzeuge im März - BYD, BAIC und JAC an der Spitze 

Nach einem zweimonatigen Abwärtstrend verglichen mit dem Jahresende 2015, entwickelten sich Absatz und Umsatz von New Energy Vehicles (NEVs) im März wieder in eine positive Richtung. Dies belegen die von der China Passenger Car Association (CPCA) veröffentlichten Zahlen für den Monat März. Die Anzahl der in China verkauften NEVs stieg im Vergleich zum Vormonat um 55 Prozent auf 15.600 Fahrzeuge an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Wachstum von 60 Prozent. 

Reine Elektrofahrzeuge machen dabei mit 10.579 abgesetzten Fahrzeugen insgesamt 68 Prozent der Gesamtsumme an verkauften NEVs aus. Die Anzahl der abgesetzten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge lag bei 5.044 verkauften Fahrzeugen.

Die Rangliste der Hersteller mit den im März am häufigsten verkauften reinen Elektrofahrzeugen wird von BYD mit 3.006 ausgelieferten Fahrzeugen angeführt. Dahinter folgen BAIC und JAC mit 2.426 beziehungsweise 1.802 abgesetzten Fahrzeugen. Diese drei Hersteller verkauften damit 69 Prozent aller in China im März abgesetzten Elektrofahrzeuge. Alle weiteren Hersteller konnten jeweils nicht mehr als 1.000 NEVs im Monat März absetzen. 

Vergleicht man die Absatzzahlen von 39.500 NEVs im ersten Quartal mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr, entspricht dies einem Anstieg von 50 Prozent. Insgesamt sind im ersten Jahresviertel 2016 rund 24.700 reine Elektrofahrzeuge und 14.800 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge verkauft worden.

Quellen: d1ev (11.04.2016)

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5. Widersprüchliche Herstellerangaben zu Batteriekapazität und Reichweite von Elektrofahrzeugen

Nach Angaben der bei der State Administration for Industry and Commerce ansässigen chinesischen Zentrale für Verbraucherschutz ist die Anzahl von Beschwerden in Bezug auf widersprüchliche Herstellerangaben zu Batteriekapazität und Reichweite von reinen Elektrofahrzeugen in letzter Zeit stark angestiegen. Verbraucher gaben beispielsweise an, dass kürzlich erworbene Elektroautos statt einer angegebenen Reichweite von 300 Kilometern nur 100 Kilometer pro Batterieaufladung zurücklegen können. 

Auch das Ministry of Public Security bestätigt den Anstieg an Beschwerden seit 2014. Hauptprobleme, die in Zusammenhang mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen geäußert werden, seien ebenfalls übertriebene Herstellerangaben zu Batteriekapazität und der maximalen Reichweite sowie Probleme mit der Aufladung und undichte Batterien. Darüber hinaus beklagten sich einige Verbraucher auch darüber, dass sich Batterien zeitweise nicht genutzter Fahrzeuge von selbst wieder entladen würden. Betroffen seien davon unter anderem Elektroauto-Modelle der Hersteller BAIC, JAC, Dongfeng Nissan und Denza.  

Nach dem chinesischen Verbraucherschutzgesetz müssen Hersteller eigentlich Qualität, Leistung, Anwendungsbereich sowie Gültigkeitsdauer ihrer Produkte und Dienstleistungen real und umfassend beschreiben und dürfen keine falschen oder mehrdeutigen Angaben machen. Auch aus Sicherheitsaspekten sind Übertreibungen in Werbetexten oder widersprüchliche Produktbeschreibungen mit einem Risiko behaftet. 

Quelle: Xinhua News (01.04.2016)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

6. Kabelloses Laden von Elektrofahrzeugen als zukunftsweisende Entwicklung

Anfang April organisierte das chinesische Unternehmen Beijing Science and Technology Development in Peking die Konferenz „E.IF – Energy Internet Innovation“, auf der hauptsächlich Gründer chinesischer und amerikanischer Energie- und Internetunternehmen zusammen kamen, um über neue Ideen für Chinas nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. 

He Fanbo, CEO des in Peking ansässigen Start-Ups Beijing Ouleyuandong Technology, stellte in seinem Vortrag im Rahmen der Konferenz kabelloses Laden als zukunftsweisende Entwicklung der Elektromobilitätsbranche heraus. Autofahrer würden sich nur dann von einem Umstieg auf ein Elektroauto überzeugen lassen, wenn dessen Nutzung umweltfreundlich aber auch praktisch sei. Kabelloses Laden wäre vor diesem Hintergrund eine der grundlegenden neuen Entwicklungen, in die weiter investiert werden sollte. Das Unternehmen wurde im vergangenen Jahr gegründet und investiert verstärkt in die Forschung und Entwicklung technischer Systeme für kabelloses Laden von elektrischen Nutz- und Passagierfahrzeugen und arbeitet in diesem Bereich auch eng mit der Tsinghua Universität in Peking zusammen. 

Kabelloses Laden hat einen praktischen Vorteil gegenüber den gängigen Lademöglichkeiten: Hält das Elektrofahrzeug auf einem mit der Technik ausgestatteten Parkplatz, beginnt der Ladevorgang automatisch. Darüber hinaus lässt sich die kabellose Ladetechnik in der Straße installieren, sodass auch während der Fahrt eine Ladung stattfinden kann. Diese revolutionäre Technik könnte in der Zukunft dazu führen, dass für Elektrofahrzeuge kleinere Batterien ausreichen würden, was sich positiv auf die Herstellkosten auswirken könnte. Außerdem könnte die Batterie des Fahrzeugs über Ladeelemente in der Straße während der Fahrt ständig automatisch kabellos beladen werden. Die Gefahr, nicht rechtzeitig eine Ladestation erreichen zu können, würde hierdurch entfallen. Die beiden Hauptprobleme – eine unzureichende Ladeinfrastruktur sowie eine zu geringe Reichweite –  die sich aktuell ungünstig auf eine weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen auswirken, könnten durch die neue Technik des kabellosen Ladens gelöst werden. 

Quellen: Sina Auto (03.04.2016)

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7. Ladeinfrastruktur: Verbesserte Nutzerfreundlichkeit für Endkunden

Mit der weiteren Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs) wächst in China auch die Konkurrenz unter den Anbietern von Ladeinfrastrukturlösungen. Grundsätzlich ist dies zu begrüßen, denn mehr Konkurrenz unter den Anbietern kann dazu führen, dass neben einer Erhöhung der Anzahl der installierten Ladeeinrichtungen auch die Nutzerfreundlichkeit für den Endkunden in den Vordergrund gerückt wird. 

Nach einer landesweiten Vereinheitlichung der Ladestecker Anfang 2016, sollen nun auch Serviceleistungen, wie beispielsweise die Suche von Ladepunkten oder die Bezahlung für den Ladevorgang, in einem System vereinheitlicht werden. Bisher nutzen Besitzer von NEVs unterschiedliche Apps, um sich über die Verfügbarkeit von Ladestationen zu informieren, und benötigen zur Bezahlung für den Ladevorgang an unterschiedlichen Stationen je nach Anbieter unterschiedliche Bezahlkarten. 

Auch die Zentralregierung strebt seit Ende Februar eine Zusammenführung von Dienstleistungen an, die in Zusammenhang mit der Benutzung von Elektrofahrzeugen stehen. So haben die National Development and Reform Commission, die National Energy Administration und das Ministry of Industry and Information Technology gemeinsam eine Richtlinie erlassen, in der das Konzept „Internet Plus“ und eine intelligente Energienutzung näher beschrieben werden. Anbieter von Ladeinfrastruktur werden darin angehalten, innovative Geschäftsmodelle und ein einheitliches Dienstleistungsnetzwerk zu entwickeln. 

Aktuell wird der Markt für Ladeinfrastruktur von staatlichen Unternehmen wie State Grid oder Potevio dominiert. Trotz deren relativ großer Ladenetze ist es jedoch ein klarer Nachteil, dass an der jeweiligen Ladestation lediglich mit deren eigener Karte für den Ladevorgang bezahlt werden kann und kein Austausch von Daten auf einer gemeinsamen Plattform stattfindet. Im Gegensatz dazu sind private Anbieter von Ladesäulen weit innovativer. Unternehmen wie „Star Charge“ oder „Ueee Network Technology“ arbeiten bereits an der Errichtung einer gemeinsamen Plattform, über die Fahrer von NEVs Informationen zu Ladeeinrichtungen unterschiedlicher Anbieter abrufen können.

Quelle: d1ev (20.04.2016)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. Škoda kooperiert mit Volkswagen und SAIC Motor – Investitionen in NEVs geplant

Anlässlich des Besuches von Staatspräsident Xi Jinping in Tschechien Ende März dieses Jahres, unterzeichneten Vertreter von Volkswagen, SAIC Motor und Škoda Auto am 30. März im Beisein der chinesischen und tschechischen Staatspräsidenten ein Memorandum of Understanding (MoU). Škoda plant die Präsenz auf dem chinesischen Automobilmarkt in Zusammenarbeit mit dem langjährigen chinesischen Joint Venture Partner SAIC Volkswagen Automotive zu verstärken. 

Gemäß der Vereinbarung plant das Joint Venture SAIC Volkswagen Automotive in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro für den Ausbau der Škoda-Modellpalette in China. Investitionen sollen auch in zukunftsweisende elektrische Antriebskonzepte fließen. Des Weiteren soll auch in neue Konzepte investiert werden, die eine Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet sowie die Digitalisierung des Individualverkehrs vorantreiben. 

Die Unternehmen Volkswagen, SAIC Motor und Škoda vereinbarten darüber hinaus eine Kapitalbeteiligung von Škoda am Joint Venture SAIC Volkswagen Automotive mit dem Ziel, eines eigenständigen Markenaufbaus und eines profilierteren Auftritts von Škoda in China. Die Investitionen können auch als wichtiges Signal des Unternehmens verstanden werden, in Zukunft die Forschung und Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte sowie umweltfreundlicher Technologien in China weiter voranzutreiben. 

Quelle: Volkswagen AG (30.03.2016), NewsV5 Net (31.03.2016)

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9. Provinz Jiangxi investiert 120 Millionen Yuan in Ladestationen an Autobahnraststätten

Nach Angaben der Jiangxi Electric Power Corporation sollen in diesem Jahr in der südchinesischen Provinz Jiangxi 120 Millionen Yuan in den Aufbau von insgesamt 36 Ladestationen an 18 Raststätten wichtiger Autobahnen der Provinz investiert werden. In dieser Investitionssumme inbegriffen sind außerdem die Ausgaben für die Errichtung von acht Schnell-Ladestationen in der Provinzhauptstadt Nanchang. Darüber hinaus sollen die bereits vorhandenen Ladestationen nachgerüstet und mit dem Internet verbundene Ladesysteme aufgebaut werden, über die Ladeplätze vorab reserviert werden können. Die Auslastung der Stationen soll sich dadurch erheblich verbessern.

Die Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs) hat nach Angaben der zuständigen Behörde für Wissenschaft und Technologie der Provinz Jiangxi bereits enorme Fortschritte gemacht. So war aufgrund einer Beteiligung der wichtigen Provinzstädte Nanchang, Yichun, Shangrao, Fuzhou, Ganzhou, Jiujiang und Pingxiang an einem zweijährigen staatlichen Projekt zur Verbreitung des Einsatzes von NEVs die Gesamtsumme von verkauften NEVs auf 5.836 Fahrzeuge angestiegen.

Um den Verkauf von Elektrofahrzeugen noch weiter voranzutreiben, hat die Lokalregierung von Jiangxi eine neue Vorschrift zur Implementierung ihrer Pläne veröffentlicht. Darin heißt es, dass sich die Strategie zur Verbreitung von NEVs in der Provinz vor allem an Marktentwicklungen orientieren und weiter durch  Maßnahmen der Regierung gefördert werden soll. Zudem soll in Zukunft der Ausbau der Ladeinfrastruktur in städtische Baupläne mit aufgenommen werden. Auf neu eingerichteten Parkplätzen muss mindestens bei einem Stellplatz Freiraum für die Einrichtung möglicher Ladeeinrichtungen gelassen werden.

Quellen: Sina Auto (05.04.2016)

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10. Qingdao soll zu einem Zentrum von New Energy Vehicles in Ostchina aufsteigen

Nach Angaben des Parteichefs Zhang Xianjie der Gemeinde Jiangshan der östlichen Hafenstadt Qingdao, sollen sich in einem 200 Hektar großen New Energy-Industriepark in naher Zukunft mehr als 100 Unternehmen aus dem Bereich New Energy Vehicle (NEV) ansiedeln. Mit einem Investitionsvolumen von geschätzt rund 100 Milliarden Yuan könnte sich der Standort Qingdao so zu einem Zentrum der NEV-Industrie im Osten Chinas entwickeln.

Vor allem der chinesische Automobilhersteller BAIC investiert stark in der Region. Laut Parteichef Zhang sei der erste Teil einer neuen Produktionsstätte für Elektrofahrzeuge im Industriepark bereits in Betrieb genommen worden. Jährlich sollen hier 50.000 Elektrofahrzeuge vom Band laufen. Die Stadt Qingdao und BAIC hatten sich bereits im Jahr 2014 auf die Errichtung einer Produktionsstätte für Elektrofahrzeuge verständigt. In einer zweiten Phase plant BAIC weitere Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Yuan. Die Produktionsmenge soll dadurch zunächst auf insgesamt 200.000 Elektrofahrzeuge, bis im Jahr 2020 auf 300.000 Fahrzeuge gesteigert werden. BAIC will so den Standort Qingdao zu einer Basis für die Entwicklung innovativer Technologien in Verbindung mit NEVs ausbauen.

Quelle: China Daily (07.04.2016)

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11. BAIC BJEV und TU Dresden errichten gemeinsames Forschungszentrum für Leichtbauweise

Am 12. April haben die Technische Universität Dresden und der chinesische Elektroautomobilhersteller BAIC BJEV in Anwesenheit von Wan Gang, chinesischer Minister für Wissenschaft und Technologie, sowie des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislav Tillich, offiziell eine strategische Kooperationsvereinbarung für die Einrichtung eines chinesisch-deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrums für Leichtbauweise unterzeichnet. Leichtbauweise gilt als Schlüsseltechnologie für New Energy Vehicles (NEVs), denn deren Berücksichtigung führt zu einem geringeren Gewicht des Fahrzeugs, was gleichzeitig eine höhere Reichweite ermöglichen soll.  

Das neue chinesisch-deutsche Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leichtbauweise in Dresden ist nach Zentren im Silicon Valley, Aachen, Detroit und Barcelona das fünfte Forschungs- und Entwicklungszentrum im Ausland. In der Vergangenheit hat BAIC BJEV unter anderem bei der Entwicklung der Leichtbauweise unter Verwendung verschiedener Materialien wie Kohlefasern, Aluminium und hochfestem Stahl große Fortschritte erzielt. Daher sind reine Elektrofahrzeugmodelle von BAIC BJEV gegenüber Modellen anderer Hersteller stark im Vorteil. Auch die TU Dresden arbeitet schon seit geraumer Zeit mit renommierten Autoherstellern wie BMW, Volkswagen und Porsche zusammen und zählt zu den weltweit führenden Forschungsinstituten im Bereich der Leichtbauweise. 

Auf dieser Basis wollen beide Partner nun gemeinsam ein neues leichtgewichtiges Elektrofahrzeugmodell entwickeln. Der Einsatz von Multi-Material Space Frames (MMFS) aus Carbonfasern und Aluminiumlegierungen sowie eine nicht-metallische Abdeckfolie sollen insgesamt zu einer Reduzierung des Fahrzeuggewichtes um 45 Prozent beitragen.

Quelle: Windkraft Journal (16.04.2016)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

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