EMOChina Newsletter | Ausgabe 09/2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. NEV-Pilotprojekt mit Schwerpunkt auf Sicherheit beschlossen

2. Einführung einer Staugebühr für Peking geplant – Elektroautos ausgenommen

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

3. Chinas Elektroauto-Markt auf Rekordniveau: Potential für deutsche Hersteller

4. Chinesische Autohersteller wollen mehr als 70 neue NEV-Modelle bis 2020 entwickeln

5. Sinkende Subventionen für New Energy Vehicles ab 2017 zu erwarten

6. China Association of Automobile Manufacturers fordert mehr Aufmerksamkeit für Sicherheitsrisiken von NEVs

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

7. Hochleistungs-Ternär-Batterien sollen Durchbruch für höhere Reichweiten von NEVs bringen

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. VW Group China plant Produktion von 15 NEV-Modellen in China

9. Elektrobusse von BYD in Europa eingesetzt

10. Chinesisches Unternehmen wird Mitglied im deutschen Branchenverband eMobilität

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. NEV-Pilotprojekt mit Schwerpunkt auf Sicherheit beschlossen

Das Ministry of Science and Technology hat in Zusammenarbeit mit dem Ministry of Finance sowie der National Development and Reform Commission im Rahmen des Entwurfs zum 13. Fünfjahresplan (2016 – 2020) mehrere Pilotprojekte beschlossen, darunter eines im Bereich New Energy Vehicles (NEVs). Das Ziel des NEV-Projekts ist, in sämtlichen für NEVs relevanten Bereichen Forschung zu betreiben und so bis 2020 Schlüsseltechnologien erheblich zu verbessern.

Das Pilotprojekt soll insgesamt sechs Bereiche umfassen: Traktionsbatterien und Batteriemanagement, Motorantrieb und Elektrizitätselektronen, intelligente Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellen-Antriebssysteme, dynamische Systeme von Plug-In/Range-Extendern sowie Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb. In diesen sechs Feldern sollen insgesamt 38 Hauptprobleme gelöst werden. Laut Projektplan sollen schon in 2016 die Hälfte der Fragestellungen angegangen werden.

Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt des im nächsten Jahr anlaufenden Projekts auf Sicherheitsaspekten: So soll etwa ein Batteriemanagementsystem entwickelt werden, das von Batterien ausgehende Sicherheitsrisiken reduziert. Auch Ladesäulen und -stationen sind Bestandteil von insgesamt drei Programmen in den nächsten fünf Jahren, die sich ausschließlich mit Aspekten der Sicherheit befassen. Dass dies dringend notwendig ist, zeige sich auch in zahlreichen Batteriebränden in NEVs, so Yang Qi, Marketingchef des chinesischen Batterieherstellers Contemporary Amperex Technology aus der südchinesischen Provinz Fujian. Meist seien Zwischenfälle durch qualitativ minderwertige Batterien verursacht, sagt Yang. Die Sicherheit von Batterien werde eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erfolg von NEVs spielen.

Quelle: Automotive News Gasgoo (9.12.2015)

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2. Einführung einer Staugebühr für Peking geplant – Elektroautos ausgenommen

Mit einer Stauabgabe will die Beijing Municipal Commission of Transport die Pekinger dazu bewegen, ihr Auto öfter stehen zu lassen, um so die Stauentwicklung in der chinesischen Hauptstadt einzudämmen. New Energy Vehicles (NEVs) sollen von dieser Gebühr befreit sein. Von für herkömmliche PKW geltenden Fahrverboten sind sie ebenfalls nicht betroffen. Die ab voraussichtlich 2016 gültige Abgabe ist Teil eines Maßnahmenpakets der Beijing Municipal Commission of Transport, das in den kommenden fünf Jahren die Staubildung in der chinesischen Metropole bekämpfen soll. Neben der Staugebühr sollen auch der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden sowie weniger konventionelle Fahrzeuge eine Zulassung erhalten.

Die Einführung einer Stauabgabe geht bereits auf das Jahr 2010 zurück: Vor fünf Jahren veröffentlichte die Pekinger Lokalregierung zum ersten Mal ein Papier, in dem die „Entwicklung einer Staugebühr und deren Höhe“ erwähnt wird. 2013 wurde die Gebühr dann in den „Hauptmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität (2013-2017)“ erneut erwähnt, damals mit dem Ziel, schon im Jahr 2015 die Abgabe einzuführen.

Ähnliche Maßnahmen werden längst in großen Metropolen in anderen Teilen der Welt umgesetzt: Auch Singapur, New York, London oder Tokio haben mit einem hohen Verkehrsaufkommen und langen Staus zu kämpfen, sie begegnen dem Problem schon heute mit einer Stauabgabe. Singapur etwa führte diese bereits im Jahr 1975 ein, wer heute in das Zentrum des Stadtstaats fährt, muss jedes Mal drei Singapur-Dollar Staugebühr zahlen.

In Peking könnten zwei Varianten für die Berechnung der Höhe der Staugebühr in Frage kommen, so die Verkehrsexpertin Wang Jiangyan vom China Sustainable Transportation Center. Entweder könne die Stadt wie in Singapur in Zonen eingeteilt werden, in denen unterschiedliche Tarife gültig sind – oder aber es könnten je nach Verkehrsaufkommen individuelle Tarife erhoben werden. Anwohner von besonders betroffenen Gebieten erhielten möglicherweise einen Durchgangsausweis, der ihnen einen günstigeren Tarif verschafft. Nur NEVs sollen vollständig von der Gebühr befreit sein, was der Verbreitung von NEVs in Peking voraussichtlich nochmals einen weiteren Schub verschaffen wird.

Quelle: Jinghua Net (4.12.2015), d1ev (4.12.2015)

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

3. Chinas Elektroauto-Markt auf Rekordniveau: Potential für deutsche Hersteller

Der chinesische Markt für New Energy Vehicles (NEVs) erlebt in 2015 einen deutlichen Zuwachs: Seit Anfang des Jahres stieg der Absatz um 135 Prozent auf circa 100.000 verkaufte NEVs in den ersten neun Monaten. Dies ergibt eine Studie des Branchen-Instituts CAM aus Bergisch-Gladbach. Damit sind 2015 in China mehr neue Elektrofahrzeuge abgesetzt worden als in den Vereinigten Staaten. Bis Ende Dezember rechnet die China Association of Automobile Manufacturers mit einem weiteren Anstieg auf insgesamt 220.000 bis 250.000 verkaufte NEVs im Jahr 2015. Nichtsdestotrotz liegt der Anteil von NEVs am gesamten chinesischen Automarkt immer noch bei weit unter einem Prozent.

Deutsche Autohersteller profitieren bislang kaum von diesem rasanten Zuwachs. Unter den zehn meistverkauften Elektroautos in China finden sich ausschließlich Fahrzeuge chinesischer Hersteller, so der Fachblog für Elektrofahrzeuge EV Sales. Im Zeitraum Januar bis Oktober dieses Jahres verkaufte sich der Plug-In-Hybrid Qin von BYD am besten, mehr als 28.000 Fahrzeuge setzte der Hersteller ab. Platz zwei belegen die PKW der E-Serie von BAIC mit über 12.500 verkauften Autos, an dritter Stelle folgt das Modell Panda EV des chinesischen Herstellers Kandi mit 11.500 abgesetzten Fahrzeugen.

Das erste Modell mit deutscher Beteiligung findet sich auf Platz 14 der Liste: Daimler verkauft in China zusammen mit dem chinesischen Automobilhersteller BYD unter dem Namen Denza eine modifizierte elektrische B-Klasse. Von dieser wurden laut der Statistik des Blogs EV Sales allerdings nur 1.301 Stück in den ersten zehn Monaten des Jahres abgesetzt. Dies liegt vor allem an dem vergleichsweise hohen Preis: Rund 43.000 Euro kostet das Fahrzeug. Damit liegt die elektrische B-Klasse preislich deutlich über vergleichbaren chinesischen Modellen, hat aber auch eine wesentlich höhere Reichweite von bis zu 300 Kilometern pro Batterieladung.

Quelle: Manager Magazin (1.12.2015), The Telegraph (6.12.2015)

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4. Chinesische Autohersteller wollen mehr als 70 neue NEV-Modelle bis 2020 entwickeln

Einhergehend mit dem Bestreben des chinesischen Staatsrates New Energy Vehicles (NEVs) schneller zu verbreiten (wir berichteten), stecken sich jetzt auch chinesische Fahrzeughersteller selbst neue Entwicklungsziele: Bis 2020 wollen sie mindestens 74 neue NEV-Modelle auf den Markt bringen. Dies berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Internet Info Agency mit Verweis auf die Vorhaben acht chinesischer Autobauer. In den nächsten fünf Jahren wollen diese mehr als 3,5 Millionen NEVs herstellen.

Die mit Abstand meisten neuen NEVs will der Shanghaier Fahrzeugproduzent SAIC Motor auf den Markt bringen. Mehr als 30 neue Fahrzeugmodelle und Investitionen in Höhe von über 20 Milliarden RMB im NEV-Sektor sind innerhalb der nächsten fünf Jahre geplant. Auch will sich SAIC im Bereich Ladeinfrastruktur mit der Einrichtung von 50.000 öffentlichen Ladesäulen engagieren. Mit 16 neuen Modellen liegt die chinesische FAW Group auf Platz zwei. Der Joint-Venture-Partner von Volkswagen plant mindestens sechs Fertigungslinien für NEVs in China.

Auf dem dritten Platz ist der Fahrzeughersteller Changan Automobile zu finden. Der Autobauer aus der zentralchinesischen Stadt Chongqing will allein in den kommenden zwei Jahren neun neue NEV-Modelle entwickeln. Schon im nächsten Jahr plant Changan ein Fahrzeug auf den chinesischen Markt zu bringen, das 250 Kilometer ohne Unterbrechung zurücklegen kann. Bis zum Jahr 2025 will Changan dann sogar 34 neue NEVs entwickeln.

Verglichen mit der Verkaufsmenge von konventionellen PKW haben sich vor allem die chinesischen Fahrzeughersteller Geely, SAIC und Dongfeng Motor ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen 90 Prozent aller von Geely abgesetzten Fahrzeuge NEVs sein, SAIC plant einen Anteil von 60 Prozent am Gesamtverkauf und immerhin noch 40 Prozent der von Dongfeng Motor verkauften Autos sollen NEVs ausmachen.

Quelle: Internet Info Agency (25.11.2015)

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5. Sinkende Subventionen für New Energy Vehicles ab 2017 zu erwarten

Ab 2017 sollen staatliche Subventionen für New Energy Vehicles (NEVs) geringer ausfallen, das ergibt eine Prognose des staatlichen China Automotive Technology & Research Centers (CATARC). In diesem Jahr trugen Subventionen der Zentral- sowie Lokalregierungen noch zu einem raschen Anstieg von NEVs bei. Auch im Jahr 2016 sollen Subventionen zunächst nicht gekürzt werden. Die Städte Haikou, Peking, Wuhan und Shenyang sowie die nordchinesische Provinz Shanxi verkündeten in den vergangenen Monaten ihre NEV-Subventionen auch im kommenden Jahr auf einem mit diesem Jahr vergleichbar stabilen Niveau zu halten.

In zwei Jahren sollen dann anstelle staatlicher Subventionen andere Maßnahmen greifen, so Wu Zhixin, stellvertretender Direktor von CATARC. Unter anderem soll die „Verordnung zur Kalkulation des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs“ konsequenter durchgesetzt werden. Die Verordnung aus dem Jahre 2013 sieht Obergrenzen für den durchschnittlichen Spritverbrauch aller von einem Fahrzeughersteller produzierten Autos vor. In diesem Jahr liegt der Durchschnittswert für den Spritverbrauch der gesamten Flotte eines Autobauers bei 6,9 Liter auf 100 Kilometer. 2020 sollen die Fahrzeuge im Schnitt nur noch 5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen dürfen. Diese Vorgabe sei laut Wu Zhixin für Fahrzeughersteller nur dann erfüllbar, wenn sie zusätzlich NEVs in ihr Produktportfolio aufnehmen, produzieren und verstärkt weiter entwickeln. So seien Autobauer auch ohne Subventionen gezwungen, weiter in NEVs zu investieren.

Quelle: China Business News (27.11.2015), China Industry & Commerce News (03.12.2015), The Central People's Government of the People's Republic of China (20.03.2013)

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6. China Association of Automobile Manufacturers fordert mehr Aufmerksamkeit für Sicherheitsrisiken von NEVs

Im Zuge der raschen Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs) in China sollte ein größeres Gewicht auf Qualität anstelle von Quantität liegen, fordert Xu Yanhua, stellvertretende Generalsekretärin der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM). Nur so könne sich der NEV-Sektor auch langfristig positiv entwickeln. Insbesondere die Sicherheit von NEVs und die in ihnen eingesetzten Batterien müssten sorgfältig überprüft und gewährleistet werden.

Die Nachfrage nach Traktionsbatterien stieg laut CAAM-Statistiken in den vergangenen Monaten erheblich an. Etliche von Herstellern aufgrund von Mängeln als Ausschussware deklarierte Produkte seien dabei aufgrund der hohen Nachfrage trotzdem über Umwege auf den Markt gelangt, so Xu Yanhua. Insofern seien 20 Prozent der in Elektroautos verwendeten Batterien mangelhaft und so nicht voll leistungsfähig, sagt Xu. Hiervon, aber auch von Problemen bei der Instandhaltung und Wartung der Akkus, gingen hohe Sicherheitsrisiken aus.

Um Sicherheitsmängel auszuräumen sind laut CAAM verschiedene Maßnahmen notwendig: Zum einen müssten Fahrzeuge sowohl während der Produktion als auch nach Herstellung besser kontrolliert werden. Hier seien die Autohersteller selbst, vor allem aber die zuständigen Regierungsbehörden gefragt, so Xu Yanhua. Auch sollte die turnusmäßige Überprüfung privater PKW häufiger stattfinden. Für konventionelle PKW ist eine regelmäßige Überprüfung innerhalb der ersten sechs Jahre nach Zulassung nicht verpflichtend. Dies dürfe für NEVs nicht gelten, so die CAAM, einmal pro Jahr sollten NEVs auf eventuelle Sicherheitsrisiken der Batterien und des elektrischen Motors überprüft werden.

Quelle: Xinhua Net (6.12.2015)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

7. Hochleistungs-Ternär-Batterien sollen Durchbruch für höhere Reichweiten von NEVs bringen

Ternär-Batterien mit höherer Ladekapazität sollen eine deutlich höhere Reichweite von Elektroautos möglich machen. Momentan auf dem Markt verfügbare Ternär-Batterien setzen sich aus den drei Elementen Nickel, Kobalt und Mangan zusammen. Ein höherer Nickel-Anteil in neuen High-Capacity-Ternär-Akkus soll nun für eine wesentlich höhere Ladekapazität sorgen.

Bisher werden in New Energy Vehicles (NEVs) überwiegend drei Typen von Akkus verwendet: Bleisäure-Batterien, Nickel-Metallhydrid-Batterien und Lithium-Ionen-Batterien. Letztere verfügen über die bis dato größte Speicherkapazität und gehören gleichzeitig zu den sichersten Batterien auf dem Markt, weshalb sie insbesondere in NEVs eingesetzt werden. Allerdings ist ihre Energiedichte begrenzt und damit auch die Reichweite der Elektroautos, die mit diesen Batterien fahren.

High-Capacity-Ternär-Batterien verfügen über eine deutlich höhere Speicherkapazität von über 170 Wh/kg, dies entspricht einer 30 Prozent höheren Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Batterien. Die neuen Akkus erhitzen sich im Gegensatz zu ihren Vorläufern deutlich langsamer, was den Vorteil hat, dass sie sich nicht so schnell entladen und NEVs so eine höhere Reichweite zurücklegen können.

Mehrere chinesische Unternehmen sind schon jetzt im Bereich Forschung und Entwicklung von Ternär-Batterien aktiv. Darunter der chinesische Batteriehersteller Guoxuan High-Tech Power Energy aus der Provinz Anhui, der nach eigenen Angaben voraussichtlich schon im nächsten Jahr mit der Produktion der neuen High-Capacity-Ternär-Batterien beginnen will. Auch das Pekinger Unternehmen Easpring Material Technology forscht zu Ternär-Batterien mit höherem Nickelanteil.

Quelle: OFweek (7.12.2015)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. VW Group China plant Produktion von 15 NEV-Modellen in China

Ende November gab die Volkswagen Group China bekannt, dass in den kommenden drei bis fünf Jahren insgesamt 15 NEV-Modelle in China vom Band laufen sollen. Die Schwerpunkte des zukünftigen Chinageschäfts VWs sollen vor allem auf Sport Utility Vehicles (SUVs) sowie New Energy Vehicles (NEVs) liegen, sagte Präsident und CEO der VW Group China Jochem Heizmann im Rahmen der „13th China Guangzhou International Automobile Exhibition“. Neben der Stammmarke VW sind auch die VW Group-Tochterfirmen Audi sowie Skoda an dieser Weichenstellung für die Zukunft beteiligt.

Im Bereich NEVs entwickelt Audi etwa einen speziell auf den chinesischen Markt ausgerichteten Diesel-Plug-in-Hybrid mit Quattro-Antrieb, der auf eine Gesamt-Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern kommen soll. 53 Kilometer soll der Audi Q7 e-tron dabei elektrisch zurücklegen können. Das Hybrid-Fahrzeug wird 2016 in China auf den Markt kommen.

Volkswagen selbst plant in den kommenden drei bis fünf Jahren die Produktion von sechs NEV-Modellen in China. In den sogenannten GTE-Plug-in-Hybrid-Modellen sollen leistungsstarke TSI-Motoren mit emissionsfreien Elektroantrieben verbunden werden, die so eine höhere Reichweite möglich machen. Der Einsatz neuartiger Technologien, wie etwa der flexiblen MQB-Plattform („Modularer Querbaukasten“), soll die Entwicklung von Hybrids dabei weiter beschleunigen. Hierbei werden Motoren quer eingebaut und sämtliche Details wie Radstände, Spurbreiten oder Sitzpositionen konzernintern abgestimmt. Die MQB-Plattform bildet so das technische Fundament sowohl für NEVs als auch konventionelle Autos der VW Group.

Quellen: Auto China (20.11.2015)

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9. Elektrobusse von BYD in Europa eingesetzt

Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden Ende November insgesamt 35 Elektrobusse aus dem Sortiment des chinesischen Bus- und Automobilherstellers BYD in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge werden auf dem Flughafen als Shuttle-Busse eingesetzt und bilden die größte rein elektrisch betriebene Busflotte Europas.

Die zwölf Meter langen Busse wurden speziell für den Einsatz am Amsterdamer Flughafen entwickelt und erfüllen so auch niederländische Standards. Weniger Batterien mit einer besseren Speicherkapazität sollen zusätzlich mehr Platz für Passagiere und Gepäck schaffen.

Die neuen Elektrobusse wurden vor der offiziellen Inbetriebnahme Ende November zunächst auf dem Flughafenvorfeld getestet. Dabei legte die Flotte insgesamt mehr als 330.000 Kilometer zurück und verbrauchte durchschnittlich lediglich 1,2 Kilowattstunden Strom pro zurückgelegtem Kilometer. So seien allein bei den Probefahrten 312 Tonnen CO2-Emissionen eingespart worden, sagt He Yipeng, Direktor von BYD Europa. Laut He sind die Elektrobusse ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Null-Emissionen-Flughafen.

In Zukunft werden Busse der Marke BYD auch in weiteren europäischen Hauptstädten zum Einsatz kommen. Ab August 2016 sollen beispielsweise 51 von BYD hergestellte Elektrobusse durch die britische Hauptstadt London fahren. Bei diesem Auftrag arbeitet der chinesische Bus- und Automobilhersteller mit dem schottischen Omnibushersteller Alexander Dennis zusammen. Die Flotte der gemeinsam entwickelten Elektrobusse würde dann die Amsterdamer als größte Europas ablösen.

Quelle: Chinabuses Net (30.11.2015)

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10. Chinesisches Unternehmen wird Mitglied im deutschen Branchenverband eMobilität

Anfang Dezember wurde im Rahmen der Messe Automechanika Shanghai mit dem Ladeinfrastruktur-Entwickler Shanghai Zhida Technology Development (Zhida Tech) das erste chinesische Unternehmen in den Bundesverband eMobilität (BEM) aufgenommen. Der Verband vernetzt nach eigenen Angaben Vertreter aus Wirtschaft, Politik sowie Medien, um den Ausbau von elektrischer Mobilität auf Basis erneuerbarer Energien in Deutschland voranzubringen.

Mit dem neuen Unternehmensmitglied aus China seien die länderübergreifenden Herausforderungen noch besser zu meistern, so Christian Heep, Vize-Präsident des Branchenverbands. Die mit der Energie- und Mobilitätswende einhergehenden Schwierigkeiten machten schließlich an Ländergrenzen keinen Halt. Deutschland und China hätten das gemeinsame Ziel, Elektromobilität in den jeweiligen Gesellschaften weiter zu verbreiten. Zhida Tech soll hier ein entscheidender Partner für deutsche Firmen sein. Das Unternehmen arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit dem Verband eMobilität zusammen. Zhida Tech-Geschäftsführer Dr. Huang Zhiming unterstützt den Verband bereits seit zwei Jahren als Repräsentant in China. Das Unternehmen stehe dem BEM-Netzwerk bei Fragen zum chinesischen Markt und zu wirtschaftlichem Austausch zur Verfügung, so Huang.

Zhida Tech entwickelt seit 2010 Ladeinfrastruktur für den chinesischen Markt. Die Shanghaier Firma ist nach eigenen Angaben die Nummer eins der Ladeinfrastruktur-Anbieter in China. Zhida Tech bietet in über 50 Städten für mehr als 20 Fahrzeughersteller Ladelösungen an, darunter auch etliche renommierte deutsche Autobauer. Vom TÜV Süd ist die Firma als „Electric Vehicle Ready Provider“ für China qualifiziert.

Quelle: Bundesverband eMobilität e.V. (4.12.2015)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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