EMOChina Newsletter | Ausgabe 08/2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Dreizehnter Fünfjahresplan enthält Entwicklungsplan für Ladeinfrastruktur bis 2020

2. Richtlinie für Weiterentwicklung von NEVs: 20 Prozent Marktanteil bis 2025

3. Neue Verordnung zur Förderung von Elektrobussen: 80 Prozent als Zielvorgabe bis 2019

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. China im weltweiten Vergleich drittgrößter Absatzmarkt für NEVs

5. Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Logistikbranche nimmt rasant zu

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

6. Shanghai: Straßenlaternen als Ladesäulen

7. Mobiles Laden: Powerbanks für Elektroautos

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN 

8. „Sino-German Electric Vehicles Charging Project": Zweite Phase angelaufen

9. „Car Sharing 4.0“: Chinesische Autobauer, Internetkonzerne und Technologieunternehmen schließen sich zusammen

10. Deutsch-Chinesisches NEV-Projekt mit Volumen von 20 Milliarden RMB gestartet

11. Hebei: Sechs neue Standorte zur Entwicklung und Produktion von Elektromobilitätslösungen

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Dreizehnter Fünfjahresplan enthält Entwicklungsplan für Ladeinfrastruktur bis 2020

Am 17. November veröffentlichten mehrere chinesische Ministerien und Behörden gemeinsam einen Ladeinfrastruktur-Entwicklungsplan für den Zeitraum 2015 bis 2020. Der Plan enthält konkrete Ziele für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Ladeinfrastruktur Chinas. Er wurde gemeinsam von der National Development and Reform Commission, der National Energy Administration, dem Ministry of Industry and Information Technology sowie dem Ministry of Housing and Urban-Rural Development erarbeitet. Der Entwicklungsplan soll Teil des 13. Fünfjahresplans sein und stellt eine Ergänzung zu den Anfang Oktober vom chinesischen Staatsrat erlassenen „Guiding Opinions on Accelerating the Electric Vehicle Charging Infrastructure Construction“ dar (wir berichteten). Die Richtlinie sieht bis 2020 fünf Millionen Elektroautos auf Chinas Straßen und 12.000 Lade- beziehungsweise Wechselstationen vor.

Der nun veröffentlichte Entwicklungsplan konkretisiert die Richtlinie aus dem Vormonat: Park- und Lademöglichkeiten für elektrische Logistikfahrzeuge sollen bis zum Jahre 2020 verstärkt ausgebaut werden; insgesamt sollen 8.800 neue Lade- und Wechselstationen für Busse, Taxen sowie Krankenwagen errichtet werden. Des Weiteren sollen in Wohnvierteln innerhalb der kommenden fünf Jahre 2,8 Millionen privat eingerichtete Ladesäulen entstehen. Darüber hinaus sollen Fahrer von Elektroautos 1,5 Millionen Ladesäulen in Parkhäusern von Bürogebäuden, Gewerbegebieten oder anderen öffentlichen Einrichtungen nutzen können. An Verkehrsknotenpunkten oder im Umkreis von großen öffentlichen Gebäuden wie etwa Stadien sollen mehr als 2.400 öffentliche Ladestationen sowie 500.000 einzelne Ladesäulen entstehen. An Autobahnen soll sich die Anzahl der Schnellladesäulen auf mehr als 1.000 verdoppeln.

Der Mitte November veröffentlichte Entwicklungsplan zielt insbesondere auf die drei besonders von Luftverschmutzung betroffenen Regionen Chinas ab: Die Metropolregion Beijing-Tianjin-Hebei, das Yangtze River Delta rund um Shanghai im Osten Chinas sowie das Pearl River Delta im Süden Chinas. New Energy Vehicles sollen dort dazu beitragen, den Emissionsausstoß zu verringern und die Luftqualität so deutlich verbessern.

Quelle: Securities Daily, 18.11.2015 

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2.  Richtlinie für Weiterentwicklung von NEVs: 20 Prozent Marktanteil bis 2025

Im Rahmen der „Made in China 2025“-Strategie hat der chinesische Staatsrat eine neue Richtlinie erlassen, welche die Weiterentwicklung von New Energy Vehicles (NEVs) im kommenden Jahrzehnt regelt. Ziel der Strategie „Made in China 2025“ ist die Transformation der Industrie von der Werkbank der Welt hin zu einer innovationsgetriebenen Wirtschaft. 

In der neuen Richtlinie legt der Staatrat fest, dass NEVs bis zum Jahre 2020 fünf Prozent der insgesamt verkauften Fahrzeuge ausmachen sollen, im Jahr 2025 sollen es dann sogar 20 Prozent sein. Außerdem soll der Marktanteil der durch chinesische Firmen entwickelten NEVs in zehn Jahren bei mehr als 80 Prozent liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll auf staatlicher Ebene ein Plan erarbeitet werden, der bei der Entwicklung von NEVs eine verstärkte Zusammenarbeit von Unternehmen aus verschiedenen Branchen vorsieht – so soll eine stärkere Innovationskraft entstehen. Auch soll eine Reihe von weiteren Gesetzen und Verordnungen verabschiedet werden, die unter anderem finanzielle Förderung für Unternehmen und Konsumenten versprechen.

NEVs sollen sich in sämtlichen Einsatzgebieten verbreiten, von Privatautos über Taxen und Dienstwagen hinzu Logistikfahrzeugen. Die Branche soll sich an den Marktbedürfnissen orientieren und einen Schwerpunkt auf Forschung legen. Des Weiteren werden folgende konkrete Ziele in der Richtlinie festgelegt: Die Regierung will die Entwicklung von chinesischen Vorzeige-Elektroautomodellen fördern, diese dann in großer Menge exportieren und unter die Top 10 der beliebtesten NEV-Modelle weltweit bringen. Auch soll die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen nicht unter 20.000 zurückgelegten Kilometern liegen. Die verbauten Batterien sowie andere Schlüsseltechnologien sollen außerdem internationalen Standards entsprechen.

Bis 2025 will China in der Lage sein, sämtliche Bestandteile von NEVs selbst fertigen zu können. Pro Jahr sollen dann insgesamt drei Millionen NEVs abgesetzt werden. Außerdem sollen mindestens zwei einheimische Autobauer auf der Top-10-Liste der absatzstärksten NEV-Hersteller weltweit stehen und mindestens zehn Prozent ihrer Gesamt-Verkaufsmenge im Ausland verbuchen.

Quelle: Economic Information Daily, 2.11.2015

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3. Neue Verordnung zur Förderung von Elektrobussen: 80 Prozent als Zielvorgabe bis 2019

Mitte November erließen das Ministry of Transport, das Ministry of Finance und das Ministry of Industry and Information Technology eine Verordnung, die lokale Regierungen dazu verpflichtet, die Einführung von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr massiv zu fördern. Auch soll ein Bewertungssystem eingeführt werden, das die Umsetzung in den Städten und Provinzen kontrolliert.

Ab 2015 soll der Anteil an New Energy Vehicles im öffentlichen Nahverkehr in den Regionen Beijing, Shanghai, Tianjin, Hebei, Shanxi, Jiangsu, Zhejiang, Shandong, Guangdong sowie Hainan jährlich um 10 Prozentpunkte zunehmen. Im Jahr 2019 sollen dann 80 Prozent der Busse in diesen Städten und Provinzen elektrisch betrieben werden. Für andere Provinzen liegen die Zielvorgaben deutlich niedriger: In Anhui, Jiangxi, Henan, Hubei, Hunan sowie Fujian sollen 2019 rund 65 Prozent der Busse im öffentlichen Nahverkehr elektrisch fahren. Für alle weiteren Provinzen liegt die Vorgabe bei nur 30 Prozent. 

Mehr Elektrobusse würden die Luftqualität erheblich verbessern, so Wang Chuanfu, Präsident des chinesischen Automobilherstellers BYD. Immerhin sei der Emissionsausstoß eines kraftstoffbetriebenen Busses mit dem von 30 PKW vergleichbar, insofern würde die Förderung und Anschaffung von Elektrobussen essentiell für bessere Luft in Chinas Großstädten sorgen.

Quelle: 21st Century Business Herald, 17.11.2015

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4.  China im weltweiten Vergleich drittgrößter Absatzmarkt für NEVs

Der chinesische Markt für New Energy Vehicles (NEVs) wächst weiter: Im Zeitraum Januar bis Oktober 2015 wurden 20 Prozent aller weltweit verkauften NEVs in China abgesetzt – damit liegt China im weltweiten Vergleich auf Platz 3, so die China Passenger Car Association (CPCA).

Laut CPCA-Statistiken entwickelt sich der NEV-Markt seit 2009 durchgängig positiv: Im Jahr 2013 wurden weltweit 200.000 NEVs verkauft, fast die Hälfte dieser Autos verkauften die Automobilhersteller in den USA, gefolgt von Europa, Japan und China. Im vergangenen Jahr rückte China dann auf den dritten Platz vor. 2014 wurden weltweit mit insgesamt 400.000 Fahrzeugen doppelt so viele NEVs wie im Vorjahr abgesetzt.

Zu der raschen Zunahme von NEVs in China tragen laut Cui Dongshu, Präsident der CPCA, vor allem vier Aspekte bei: Zum einen das Bestreben der Zentralregierung, die Wirtschaft umzustrukturieren, hin zu einer innovationsgetriebenen und umweltfreundlichen Industrie, zum anderen aber auch die Absicht etlicher Lokalregierungen die Luftverschmutzung zu bekämpfen. Positiv wirke sich außerdem die Tatsache aus, dass chinesische Automobilhersteller gezwungen sind, gesetzliche Energieverbrauchsnormen einzuhalten. Und schließlich seinen NEVs auf Konsumentenseite sehr beliebt, so Cui Dongshu, da die Kosten im täglichen Betrieb niedrig sowie Zulassungsverfahren vergleichsweise unkompliziert seien.

Quelle: OFweek, 16.11.2015

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5. Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Logistikbranche nimmt rasant zu

Im ersten Halbjahr 2015 wurden in China 2.546 elektrisch betriebene Logistikfahrzeuge hergestellt, so die chinesische Fachwebseite China Automotive Information Net, nahezu durchgehend stieg die Produktionsmenge in den vergangenen Monaten an. Auch das Ministry of Industry and Information Technology Chinas (MIIT) bestätigt diesen Trend: Das Ministerium erstellt regelmäßig Verzeichnisse, die subventionsfähige und für öffentliche Nutzung zugelassene New Energy Vehicles auflisten. In diesem Jahr publizierte das MIIT bislang sieben solcher Verzeichnisse. Allein in den bisher veröffentlichten Listen sind 26 Automarken und deren 142 neue Modelle elektrischer Postdienst-LKWs aufgeführt. Die zunehmende Anzahl dieser Fahrzeuge in den Verzeichnissen verdeutlicht, dass sich elektrische Logistikfahrzeuge immer schneller verbreiten.

„Wenn man die neue Subventionspolitik betrachtet, ist eine goldene Zukunft für elektrische Logistikfahrzeuge zu erkennen. Für Fahrzeugunternehmen bieten sich viele Chancen“, so Qu Guochun, stellvertretender Leiter der Ausrüstungs- und Fertigungsabteilung des MIIT. Viele Fahrzeughersteller seien momentan noch nicht in der Lage, hochkomplexe PKW mit Elektroantrieb zu produzieren. Mit der Herstellung von Logistikfahrzeugen könnten sie jedoch Zugang zur Elektroautomobilbranche erlangen.

Elektrofahrzeuge im Logistikbereich einzusetzen, liegt unter anderem auch darin begründet, dass diese nur eine zuvor festgelegte begrenzte Strecke zurücklegen müssen, erläutert Ke Liangming vom Taiwaner Elektroautohersteller „Auto 21“. Einerseits benötigten Logistikfahrzeuge in der Regel nur eine vergleichsweise geringe Reichweite, andererseits könne die insbesondere in den Großstädten Chinas überdurchschnittlich stark belastete Umwelt profitieren, da diese Fahrzeuge vor allem in Städten eingesetzt würden.

Quelle: CEweekly, 2.11.2015

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

6. Shanghai: Straßenlaternen als Ladesäulen

In der ostchinesischen Metropole Shanghai sind neue Straßenlaternen in Betrieb genommen worden, die neben Beleuchtung unter anderem auch über eine Lademöglichkeit für New Energy Vehicles verfügen. Die ersten fünfzehn errichteten Laternen dieser Art wurden vom Research Institute of China Electronics Technology Group Corporation No. 50 (CETC 50) entwickelt, die Forschungsanstalt war Teil des ehemaligen Ministeriums für Informationsindustrie, dem heutigen Ministry of Industry and Information Technology.

Kunden können an den Straßenlaternen nicht nur ihr Fahrzeug laden, sondern mit einer App über ihr Smartphone auch andere Services in Anspruch nehmen, etwa Ladeplätze reservieren oder für den Ladevorgang online bezahlen. Um die Wartezeit während des Ladens zu verkürzen, können Kunden an den Ladesäulen ein umfangreiches Entertainment-Programm nutzen: Radio hören, über WLAN surfen oder Filme ansehen.

Darüber hinaus verfügen die Laternen über eine Fernverwaltung: Jede Funktion der „intelligenten“ Straßenlaternen ist mit der jeweils zuständigen Abteilung einer staatlichen Stelle vernetzt und informiert diese etwa über den Ladezustand eines Autos, das die Ladesäule nutzt. Kunden können ebenfalls mit einer Gegensprechanlage die entsprechende Abteilung kontaktieren, falls einzelne Funktionen der Säule ausfallen sollten.

In Zukunft sollen die Straßenlaternen noch intelligenter werden: Weitere Funktionen könnten in die Ladesäulen integriert werden, etwa Parkuhren oder Ampeln. Und auch die Produktionskosten würden mit zunehmender Produktionsmenge stetig sinken, so das CETC 50.

Quelle: Auto Sohu, 1.11.2015

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7. Mobiles Laden: Powerbanks für Elektroautos

Die geringe Reichweite ist eine der größten Herausforderungen bei der Verbreitung von New Energy Vehicles (NEVs). Nun stellte das chinesische Hightech-Unternehmen Shenzhen Clou Electronics ein neues Produkt vor, das Elektroautos deutlich längere Reichweiten ermöglichen soll. Auf der „4th Beijing International Electric Vehicle Supply Equipments Fair“ präsentierte die Firma Anfang November ihre neuen Powerbanks für Elektroautos, die ähnlich wie mobile Akkus für Smartphones funktionieren.

Die vorgestellten Powerbanks für Elektrofahrzeuge ähneln grünen Koffern, die in den Kofferraum eines Elektroautos gestellt werden können. Sie bestehen aus Lithium-Eisenphosphat-Akkus, die über eine Kapazität von jeweils 6kWh verfügen und aus Sicherheitsgründen von einem dreischichtigen Metallrahmen umgeben sind. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei mobilen Akkus für Mobiltelefone: Wenn gerade keine Ladesäule in der Nähe ist, um das Fahrzeug komplett aufzuladen, kann das Auto unkompliziert und zügig über die Powerbank mit Strom versorgt werden. Der portable Akku verfügt über noch weitere Funktionen, um Energie zu sparen und die Lebensdauer zu verlängern: So kann er sich etwa in einen Ruhezustand versetzen oder über den sogenannten „black start“ unabhängig vom Stromnetz aus dem Ruhezustand selbst wieder hochfahren.

Das Unternehmen Shenzhen Clou Electronics ist seit mehr als sechs Jahren im Bereich Forschung und Entwicklung von Ladegeräten aktiv. Zu dem Produktportfolio des Unternehmens gehören tragbare, sowie Wand- und Standladesäulen. Mit der neu entwickelten Powerbank zielt das Unternehmen darauf ab, Lademöglichkeiten für Elektroautos auch mithilfe mobiler Lösungen zu verbessern.

Quelle: d1ev, 8.11.2015

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8.  „Sino-German Electric Vehicles Charging Project": Zweite Phase angelaufen

Im März 2015 ging das „Sino-German Electric Vehicles Charging Project“ in seine zweite Phase. Die Initiative wurde im Juli 2014 von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Minister für Industrie und Informationstechnologie Miao Wei ins Leben gerufen, um einen einheitlichen deutsch-chinesischen Ladestandard zu entwickeln und New Energy Vehicles (NEVs) chinaweit zu verbreiten. An dem Projekt nehmen unter anderem die deutschen Autobauer Audi, BMW und VW sowie die chinesischen Automobilhersteller BAIC, Zinoro und Denza teil. Auch renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen sind an dem Projekt beteiligt, darunter die Pekinger Tsinghua Universität und das Mannheimer Spiegel Institut.

Einer der wichtigsten Bestandteile der im März angelaufenen zweiten Phase sind die seit Oktober in Peking stattfindenden Testfahrten mit Elektroautos. Insgesamt 23 Fahrer testen halböffentliche Ladeinfrastruktur etwa in Wohnvierteln, Bürogebäuden oder Shoppingmalls und sollen so bestehende Probleme offenlegen. Die Testdauer beträgt drei Monate.

In der inzwischen abgeschlossenen ersten Projektphase lag der Fokus auf Forschung zu Ladeeinrichtungen in Apartments und Wohnkomplexen. Im weiteren Projektverlauf liegt der Schwerpunkt weniger auf Ladeinfrastruktur auf privaten Flächen, sonder vermehrt auf der Implementierung von Ladesäulen auf halböffentlichen und öffentlichen Flächen. Die Auswertung der ersten Projektphase ergab, dass in nur sieben Prozent der Wohnviertel Pekings die Voraussetzungen gegeben sind, Ladesäulen einzurichten. In der zweiten Projektphase sollen nun mögliche Ladeorte und der Bedarf der Endkunden weiter untersucht werden. Die Forschungsergebnisse der zweiten Phase sollen dann in die zukünftige Entwicklung der Ladeinfrastruktur in öffentlichen Bereichen einfließen, die auch Forschungsgegenstand der dritten und damit letzten Phase ist.

Quellen: PCauto, 20.10.2015

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9.  „Car Sharing 4.0“: Chinesische Autobauer, Internetkonzerne und Technologieunternehmen schließen sich zusammen

Im Oktober wurden laut der China Passenger Car Association chinaweit 21.300 New Energy Vehicles (NEVs) verkauft, damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 18 Prozent – im Jahresvergleich hat sie sich sogar verdreifacht. Um von diesem Trend noch stärker zu profitieren, stellten die beiden chinesischen Automobilhersteller Kandi und Geely Mitte November zusammen mit chinesischen Technologiekonzernen ihre Initiative „Car Sharing 4.0“ vor. Die Initiative zielt darauf ab, Car Sharing, Internet, NEVs, kabelloses Laden sowie autonom fahrende Autos zu vereinen. Partner des Projekts sind auch der chinesische Internetkonzern Alibaba, der Telekommunikationsausrüster ZTE, der Online-Taxi-Dienst Uber China und die chinesische Minsheng Bank. Für die geplante Kooperation bringen diese Unternehmen jeweils Kernstücke ihrer Technologien beziehungsweise Kompetenzen mit ein: Alibaba stellt sein Betriebssystem YunOS zur Verfügung, so werden die NEVs etwa mit Karten oder Musik ausgestattet. Uber wird für das Car Sharing sowie die Verwaltung der Autos zuständig sein und ZTE für den automatischen Ladevorgang nach Rückgabe. Die Minsheng Bank stellt die Finanzierung und Kapitalbeschaffung des Projekts sicher.

Car Sharing sei der neue Trend auf dem Automobilmarkt, so Hu Xiaoming, Chairman and Chief Executive Officer des Automobilherstellers Kandi. Bei „Car Sharing 4.0“ würden nicht nur Automobilhersteller eine wichtige Rolle spielen, sondern insbesondere auch Unternehmen im Bereich Big Data, Kommunikation, Finanzen und Transport. Unter dem neuen Begriff werde ein „Automobil-Ökosystem“ geschaffen, in dem die Autos durch gemeinsame Nutzung effizient rotierten und den Nutzern trotzdem stets zur Verfügung stünden.

Quelle: 21st Century Business Herald, 17.11.2015

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10. Deutsch-Chinesisches NEV-Projekt mit Volumen von 20 Milliarden RMB gestartet

Ende Oktober fand die Auftaktveranstaltung eines deutsch-chinesischen Kooperationsprojekts zur Produktion von New Energy Vehicles (NEVs) in Hefei, der Provinzhauptstadt von Anhui, statt. Das Projekt steht im Zusammenhang mit einer verstärkten deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Rahmen der industriellen Modernisierungskonzepte „Industrie 4.0“ und „Made in China 2025“, auf die sich Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang im Rahmen der achten Chinareise der Bundeskanzlerin Ende Oktober einigten.

Bei dem angelaufenen NEV-Projekt mit einem Investitionsvolumen von 20 Milliarden RMB sind insgesamt drei Partner beteiligt: Das Colani Design Institute aus der Provinz Jiangsu, das IWC Institut für Wirtschafts- und Technologiekooperationen mit China aus Düsseldorf sowie die Hefei Bo Ao New Energy Technology Development. Letztere ist für die erste Phase des NEV-Projekts verantwortlich: die Produktion von Feststoffpolymer-Lithium-Traktionsbatterien. Die von der Hefei Bo Ao New Energy Technology Development entwickelten Batterien verfügen über eine relativ große Speicherkapazität von 500 Amperestunden und sollen höchsten Anforderungen genügen: Beispielsweise sollen mit diesen Batterien ausgestattete Elektrobusse bis zu 350 Kilometer zurücklegen können. Außerdem sollen die Akkus bei Temperaturen von -20 bis +70 Grad Celsius einsetzbar sein. Pro Jahr sollen im Rahmen des Projekts insgesamt vier Millionen Batterien hergestellt werden.

In Zukunft soll sich das Projekt dann nicht mehr nur auf Akkus beschränken, sondern auch auf Design und Produktion kompletter NEVs ausgeweitet werden. Hier sind dann insbesondere die beiden weiteren Partner involviert, die Produktionsanlagen nicht nur für Bestandteile von Elektroautos planen, sondern für komplette Fahrzeugmodelle.

Quelle: Jiangsu Public Science Net (2.11.2015), Anhui News (11.11.2015)

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11. Hebei: Sechs neue Standorte zur Entwicklung und Produktion von Elektromobilitätslösungen

In Pekings Nachbarprovinz Hebei sollen sechs neue Standorte für New Energy Vehicles (NEVs) entstehen. Diese NEV-Standorte sind Teil des im Mai von Staatschef Xi Jinping verkündeten „Jing-Jin-Ji-Projekts“, das die Entwicklung Pekings und die der Nachbarregionen Tianjin sowie Hebei koordinieren soll. Im Rahmen der Initiative sollen Fabriken, wissenschaftliche Institutionen oder etwa öffentliche Einrichtungen aus der Hauptstadt in Subzentren verlagert werden, um Peking zu entlasten.

Die neuen Standorte sollen sich auf sechs Städte Hebeis verteilen, neben einem Standort in der Provinzhauptstadt Shijiazhuang sind weitere Fabriken und Forschungszentren in den Städten Handan, Chengde, Caofeidian, Zhangjiakou sowie Xingtai geplant. In Shijiazhuang soll der Schwerpunkt auf der Produktion von Elektroautos liegen. Dagegen wird sich Handan im Süden der Provinz vor allem auf Traktionsbatterien konzentrieren, Caofeidian wird energiesparende Technologien entwickeln.

Die Provinz Hebei setzt seit langem auf Industrien im Bereich der Elektromobilität, viele Unternehmen der Branche haben sich hier angesiedelt. Im vergangenen Jahr errichtete der chinesische Automobilhersteller BYD eine Forschungs- und Produktionslage für Elektrofahrzeuge in der Stadt Chengde, die in Zukunft die größte derartige Anlage Nordchinas werden soll. Und auch die chinesischen Autoproduzenten Zhongbo sowie Changan sind mit NEV-Projekten in Hebei vertreten.

Quelle: Economic Information Daily, 12.11.2015

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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