EMOChina Newsletter | Ausgabe 07/2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!




In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Neue Ladeinfrastruktur-Verordnung: 10 Prozent aller öffentlichen Parkplätze sind mit Ladesäulen zu versehen

2. Zielvorgabe 2020: Fünf Millionen Elektroautos, 12.000 Lade- und Wechselstationen

3. Peking: Neue Verordnung für NEVs stellt Hersteller vor Herausforderungen

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

4. Gute Aussichten für den Markt für High-Tech-Lithium-Batterien in China

5. Rücknahme- und Recyclingsystem für NEV-Batterien notwendig

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

6. Wechselstationen: Batterie tauschen statt aufladen?

7. Einsatz von Graphen in NEV-Batterien: Mehr Reichweite bei kürzerem Ladevorgang?

8. Peking: Erstes autonom fahrendes Elektroauto Chinas feiert Premiere

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN 

9. Chinesischer Elektroautohersteller eröffnet zweites ausländisches Forschungszentrum in Aachen

10. Peking: Baubeginn für Chinas größte NEV-Solar-Ladestation

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Neue Ladeinfrastruktur-Verordnung: 10 Prozent aller öffentlichen Parkplätze sind mit Ladesäulen zu versehen

Der Staatsrat der VR China erließ Ende September eine neue Verordnung zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur für New Energy Vehicles (NEVs). In Zukunft soll die Einrichtung von Lade- und Wechselstationen direkt in die Stadtplanung und in Neubauprojekte mit einfließen. Alle neu gebauten Wohnviertel müssen über Ladeplätze für Elektroautos verfügen, oder es sollten zumindest Stellplätze für später einzurichtende Ladesäulen reserviert werden. Auf Parkplätzen von neuen öffentlichen Gebäuden und in neuen Parkhäusern muss der Anteil solcher Stellplätze mit Ladesäulen mindestens zehn Prozent betragen.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die chinesische Regierung insbesondere auf private Investoren sowie Public-Private-Partnership (PPP) Projekte. Unternehmen und private Investoren sollen in Ladestationen investieren und diese betreiben. Für die Anzahl der Parkplätze mit Ladevorrichtung gibt es dabei keine Obergrenze. Um Privatinvestitionen in diesem Bereich anzukurbeln, sind zahlreiche politische Unterstützungsmaßnahmen geplant, etwa Steuerersparnisse und finanzielle Vorteile beim Grundstückserwerb.

Staatliche Fördermaßnahmen sorgen chinaweit für eine steigende Anzahl an Ladesäulen: In Peking wurden allein im Zeitraum Januar bis September 2015 mehr als 1.000 neue Ladesäulen in Betrieb genommen. Die Hälfte dieser Ladesäulen befindet sich sehr zentral innerhalb der vierten Ringstraße der Stadt. Laut der Beijing Municipal Science & Technology Commission werden in Peking 70 Prozent der Ladesäulen durch das staatliche Energieunternehmen State Grid finanziert, nichtsdestotrotz strömen inzwischen auch mehr und mehr private Investoren auf den Ladesäulenmarkt.

Quelle: National Business Daily, 24.09.2015 

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2. Zielvorgabe 2020: Fünf Millionen Elektrofahrzeuge, 12.000 Lade- und Wechselstationen

Bis 2020 sollen auf chinesischen Straßen fünf Millionen Elektroautos fahren, dies beschloss der Staatsrat der VR China in seinen Anfang Oktober erlassenen „Guiding Opinions on Accelerating the Electric Vehicle Charging Infrastructure Construction“. New Energy Vehicles (NEVs) sollen dann im Jahre 2020 auf 12.000 Lade- und Wechselstationen zurückgreifen können.

Der Aufbau von Ladeinfrastruktur befindet sich in China momentan noch in der Anfangsphase. In diesem frühen Stadium sind viele verschiedene Bereiche betroffen: etwa stadtplanerische Aspekte und damit einhergehende politische Entscheidungen, die Beschaffung von geeigneten Grundstücken, notwendige Anschlussmöglichkeiten an das Stromnetz oder die Suche nach Investoren. Aufgrund der zahlreichen Faktoren, die hier zum Tragen kommen, vollzieht sich der Ausbau der Infrastruktur sowie auch der Anstieg der Anzahl von NEVs auf den Straßen Chinas noch sehr langsam. Um diese Entwicklung zu beschleunigen, verstärkt China den Ausbau von Ladesäulen sowie Wechselstationen. Tong Guangyi, Vizedirektor der Abteilung für Elektroenergie der National Energy Administration Chinas (NEA), gibt sich optimistisch, dass bis 2020 fünf Millionen Elektrofahrzeuge im Reich der Mitte unterwegs sind: Allein bis Ende 2014 seien in China bereits 120.000 Elektrofahrzeuge zugelassen und im ersten Halbjahr 2015 nochmals 80.000 Stück verkauft worden. So sei es durchaus realistisch, dass bis 2020 fünf Millionen NEVs auf den Straßen Chinas fahren würden.

Die inzwischen recht schnelle Zunahme von Elektrofahrzeugen in China ist vor allem auf eine schrittweise Lösung von Problemen bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen zurückzuführen. Eine der größten Schwierigkeiten war ein ständiger Wechsel seitens der Unternehmen im Technologiebereich. Ein Beispiel hierfür ist etwa das lange Hadern bei der Wahl zwischen Lade- oder Wechselstationen als passende Strategie für die Energieversorgung von NEVs. Einheitliche Standards existierten in der Vergangenheit kaum. Auch gesetzliche Grundlagen erstreckten sich oftmals nicht auf alle notwendigen Bereiche und waren dabei auch nicht präzise genug. Ein weiteres Problem war die ungenügende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Herstellern. Bei der Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur müsse insbesondere auf diese Probleme eingegangen werden, so Tong Guangyi von der NEA.

Auf der offiziellen Webseite des chinesischen Staatsrats ist die Richtlinie abrufbar: www.gov.cn/zhengce/content/2015-10/09/content_10214.htm  (Chinesisch)

Quelle: China Economic Net, 13.10.2015

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3.  Peking: Neue Verordnung für NEVs stellt Hersteller vor Herausforderungen

Die Beijing Municipal Science & Technology Commission erließ Anfang Oktober eine Neufassung der Verordnung zur „Verwaltung von New Energy Vehicles (NEVs) in Peking“. Die neue Verordnung gilt für die in Peking registrierten und im NEV-Katalog erfassten rein elektrobetriebenen Kleinst- und Kleinwagen wie Elektroautos und Brennstoffzellen-Fahrzeuge; Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge sind nicht betroffen.

NEV-Hersteller sehen sich durch die geänderte Verordnung mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Um eine staatliche Verkaufserlaubnis zu erhalten, müssen sie zunächst über ein komplettes Vertriebs- und Service-System verfügen. Außerdem haben sie die Pflicht, einen Recycling-Plan für die verwendeten Batterien vorzulegen und diesen auch umsetzen. Hersteller müssen des Weiteren den Zustand der verbauten Motoren, Batterien sowie Sicherheitssysteme während der Nutzung überprüfen und zusätzlich die Ergebnisse an die zuständige Pekinger Behörde weiterleiten. Auch müssen Autohersteller den Kunden Notfallbroschüren und -werkzeuge zur Verfügung stellen, um eine ständige Sicherheit der Fahrzeuge zu gewährleisten.

Die neue Verordnung gibt außerdem vor, dass Subventionen weiterhin von der Pekinger Lokalregierung sowie der Zentralregierung kommen werden. Die Gesamtsubventionen je NEV dürfen dabei jedoch nicht mehr als 60 Prozent vom Gesamtpreis des NEVs betragen.

Auf der Beijing New Energy Passenger Vehicle Platform ist die Verordnung abrufbar: http://www.bjxnyqc.org/news/detail/3775  (Chinesisch)

Quelle: d1ev, 29.09.2015

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

4. Gute Aussichten für den Markt für High-Tech-Lithium-Batterien in China

Laut Regierungsprognosen wird die chinesische Industrie für High-Tech-Lithium-Batterien voraussichtlich bis 2020 einen Markt in der Größenordnung von mehr als 200 Milliarden RMB erreichen. Dieses Wachstum geht einher mit dem Zuwachs der Elektroautobranche, da Batterien das Schlüsselelement von New Energy Vehicles (NEVs) sind. Für die NEV-Industrie wird mit einem Marktvolumen von 400 Milliarden RMB im Jahr 2020 gerechnet. Diese Trends sind unter anderem auf Regularien zurückzuführen, die die chinesische Regierung in den vergangenen Jahren erlassen hat, um den Absatz von Elektroautos in China anzukurbeln.

Die Schätzungen für die mittelfristige Entwicklung bis 2020 werden auch durch aktuelle Verkaufszahlen aus dem ersten Halbjahr 2015 bestätigt: Auf dem chinesischen Markt wurden im Zeitraum Januar bis Juli 2015 insgesamt 89.500 NEVs verkauft, damit hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht. Im kommenden Jahr legt der Markt voraussichtlich nochmals deutlich zu, auf dann schätzungsweise 300.000 verkaufte Elektroautos im gesamten Jahr 2016. Dies ergeben die Prognosen der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) und der chinesischen Investmentbank Guotai Junan Securities. Der Umsatz auf dem Lithium-Batterie-Markt soll laut Prognosen im kommenden Jahr 59,6 Milliarden RMB betragen, so das Shenzhen Gaogong Industry Research Institute und Guotai Junan Securities.

Um das Wachstum im Batteriesektor noch weiter zu beschleunigen, hat das Ministry of Science and Technology hohe Ziele für die nächsten Jahre gesteckt: Bis Ende dieses Jahres soll die Speicherkapazität von High-Tech-Lithium-Batterien 200 Wh/kg erreichen. Damit hätte sich die Kapazität von Batterien im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Bis 2020 will China weltweit zu den drei effizientesten Batteriebauern zählen. Das Ziel für 2020 ist eine Kapazität von 300 Wh/kg.

Quelle:  CS Net, 24.09.2015

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5. Rücknahme- und Recyclingsystem für NEV-Batterien notwendig

Aufgrund politischer Förderung durch die chinesische Regierung wird die Anzahl an New Energy Vehicles (NEVs) in China in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Damit einhergehend entstehen aber auch neue Probleme: Allein in diesem Jahr wird mit schrottreifen Batterien aus NEVs im Ausmaß von zwanzig- bis vierzigtausend Tonnen gerechnet. Ein Rücknahme- und Recyclingsystem wird insofern zunehmend notwendiger.

Die Lebensdauer von in NEVs verbauten Lithiumbatterien beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre. Nach diesem Zeitraum lassen die Ladekapazität und damit auch die Reichweite von NEVs zunehmend nach, die Batterie muss ausgetauscht werden. Aufgrund dieses recht kurzen Wechsel-Zyklus rechnet das China Automotive Technology and Research Center (CATARC) im Jahre 2020 mit 120.000 bis 170.000 Tonnen Batterien, die verschrottet werden müssen.

Das Recycling von Batterien ist allerdings ein komplizierter Prozess: Lithium-Batterien müssen zunächst vorbearbeitet werden – dabei werden sie entladen, demontiert und sortiert. So können die Plastik- und Metallteile der Batterie recycelt werden. Dann erst werden die wertvollen Materialien im Innern der Batterie mit chemischen Verfahren zurückgewonnen. Momentan beschäftigt sich die Forschung in China allerdings hauptsächlich mit der Verbesserung der Sicherheit von Batterien und einer Verlängerung der Lebensdauer. Bei dem mindestens genauso wichtigen Recycling sind die Forschungsbemühungen jedoch noch relativ gering.

Quelle: CNR, 26.10.2015 

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

6. Wechselstationen: Batterie tauschen statt aufladen?

Chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen setzen jetzt auch auf austauschbare Batterien: So begann die chinesische Lifan Holding im August in Chongqing mit dem Bau ihrer ersten Wechselstation für New Energy Vehicles (NEVs). Statt eines langen Ladeprozesses über mehrere Stunden wird der Akku in nur wenigen Minuten einfach ausgetauscht. Das private Unternehmen Lifan plant dieses Jahr 13 solcher Wechselstationen einzurichten, in den kommenden fünf Jahren sollen es insgesamt 500 in verschiedenen chinesischen Großstädten sein. In jeder Wechselstation lagern dann circa 4.000 Batterien, um so täglich etwa 2.000 Elektroautos bedienen zu können.

Auch der chinesische Elektroautohersteller BAIC BJEV und das chinesische Erdgas- und Mineralölunternehmen China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec) kooperieren im Bereich austauschbarer Batterien: Im Juli einigten sich die beiden Unternehmen darauf, in Sinopec-Tankstellen Wechselstationen für die von BAIC hergestellten Elektrotaxis einzurichten.

Da NEVs beim Batteriewechsel nur kurz in der Wechselstation Halt machen müssen, benötigen Wechselstationen im Vergleich zu konventionellen Stromtankstellen deutlich weniger Platz, so Wang Binggang vom „National High-Tech R&D Program“. Auch hätten Wechselstationen eine höhere Effizienz und seien damit günstiger. Im Gegensatz zu Ladesäulen stellten Wechselstationen somit auch für kleinere Firmen ein gutes Geschäftsfeld dar, da sie einfach zu realisieren seien, so Wang Binggang.

Bereits vor einigen Jahren scheiterte ein Versuch, Wechselstationen in ganz China zu verbreiten. Im Jahre 2010 beschlossen State Grid und die chinesische Regierung, bis Ende 2013 rund 400 Wechselstationen für NEVs zu errichten. Die meisten dieser Stationen kamen allerdings bislang nicht zum Einsatz. Die Ursachen hierfür liegen laut Wang Binggang hauptsächlich in nicht vorhandenen gemeinsamen Standards für Batterien und auch darin, dass Elektroautohersteller wenig an Kooperationen mit potentiellen Konkurrenten interessiert seien. Insofern eigneten sich Wechselstationen vor allem für elektrisch betriebene Taxis, Spezial- und Logistikfahrzeuge, da diese nur von wenigen Herstellen gefertigt würden und so identische Standards einfacher zu realisieren seien.

Quelle: OFweek, 03.10.2015

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7. Einsatz von Graphen in NEV-Batterien: Mehr Reichweite bei kürzerem Ladevorgang?

Batterien, in denen der Werkstoff Graphen Einsatz findet, sind leichter und benötigen lediglich eine halbe Stunde, um komplett aufgeladen zu werden. Elektroautos mit solchen Batterien kommen pro Ladung auf eine Reichweite von 400 Kilometern, so Gao Hongsen, General Manager der Shandong Yuhuang New Energy Technology. Die Firma betreibt Forschung im Bereich Batterien für New Energy Vehicles (NEVs) und stellt seit einigen Monaten in einer ersten Fertigungslinie Batterien her, in denen Graphen enthalten ist. 

Batterien auf Graphen-Basis haben mit einer Speicherkapazität von 135Wh/kg ein deutlich geringeres Gewicht als herkömmliche Batterien. Um eine Ladung von 80 Prozent zu erreichen, ist lediglich ein Ladeprozess von zehn Minuten notwendig. Nach weiteren 20 Minuten ist die Batterie komplett geladen. Auch die Lebensdauer der Graphen-Batterien ist mit 3.000 Ladezyklen wesentlich länger als bei derzeit gängigen Modellen.

Bei Graphen handelt es sich um einen wabenförmig strukturierten Kohlenstoff, der aus nur einer Atomschicht besteht. Dadurch verringert sich der Widerstand beim Laden deutlich, was zu den erheblichen Vorteilen im Bereich Ladedauer führen soll.

Die Shandong Yuhuang New Energy Technology wird Ende dieses Jahres eine weitere Fertigungslinie für Graphen-Batterien eröffnen, deren Produktivität bei drei Tonnen pro Jahr liegen soll. „Unsere Batterien auf den breiten Markt zu bringen wird noch dauern“, so General Manager Gao, „aber ich bin mir sicher, dass wir es in den nächsten ein bis zwei Jahren schaffen können“.

Quelle: Iqilu Net, 14.10.2015

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8.  Peking: Erstes autonom fahrendes Elektroauto Chinas feiert Premiere

Das erste unbemannte Elektroauto Chinas hat am 21. Oktober in Peking auf der „Energy-Saving and New Energy Automobile Industry Development Exhibition“ sein Debüt gefeiert. Das Automodell mit dem Namen Jing Long Nr. 2 (Deutsch: Pekinger Drache Nr. 2) wurde von der Beijing Union University (BUU) und dem chinesischen Elektroautomobilhersteller BAIC BJEV gemeinsam entwickelt. Die Technik des unbemannten Fahrzeugs entstand im Wesentlichen durch Forschungsarbeiten der BUU.

Bereits im Jahr 2012 begann die Zusammenarbeit zwischen der BUU und BAIC BJEV zur Entwicklung des intelligenten Elektroautos. Jing Long Nr. 2 ist das bisher einzige chinesische Elektroauto, das eine Auszeichnung bei der von der National Natural Science Foundation of China (NSFC) organisierten „Intelligent Vehicle Future Challenge“ gewinnen konnte; im November vergangenen Jahres belegte das Auto den dritten Platz. Auch den Test unter realen Bedingungen im regulären Straßenverkehr hat das Modell im letzten Monat bestanden: Das Elektroauto bewältigte eine Strecke von 32 Kilometern und passierte erfolgreich 26 Kreuzungen sowie Ampeln.

Jing Long Nr. 2 nimmt über akustische und visuelle Sensoren seine Umgebung war. Auf Grundlage der so erfassten Daten kann das Fahrzeug dann eigenständig Entscheidungen treffen und sich selbst steuern. Geeignete Einsatzgebiete für intelligente Elektroautos sehen die Forscher insbesondere in den Bereichen Tourismus, Logistik und Sicherheit.

Quelle: Automotive News Gasgoo, 22.10.2015

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

9.  Chinesischer Elektroautohersteller eröffnet zweites ausländisches Forschungszentrum in Aachen

Neben einem Forschungszentrum im Silicon Valley ist der Pekinger Elektroautomobilhersteller BAIC BJEV nun auch in Deutschland mit einem Forschungs- und Entwicklungszentrum präsent: In Aachen eröffnete der Automobilhersteller im September das “BAIC EV – Meta New Energy Vehicle Aachen Research & Development Center”. Dort will BAIC BJEV fortschrittliche Technologien bündeln und so neue Antriebskomponenten für seine Fahrzeuge entwickeln.

Im bereits bestehenden Zentrum in den USA arbeitet der Elektroautohersteller vor allem an der Entwicklung von Fahrzeugstrukturen, Batterien und Infotainment-Systemen. In Aachen hingegen soll vor allem einem Hauptmangel von Elektrofahrzeugen entgegen gewirkt werden: der noch sehr geringen Reichweite. Für dieses Projekt arbeitet BAIC BJEV mit den Aachener Unternehmen „Meta Motoren“ und „Energie-Technik“ zusammen. Bei letzterem kaufte BAIC BJEV sich kürzlich ein und ist jetzt mit 45 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Als Projektpartner wird das mittelständische Unternehmen Meta Motoren insbesondere in den Bereichen Reichweitenoptimierung von Verbrennungsmotoren sowie elektronische Steuerungssysteme aktiv sein.

Für BAIC BJEV ist der Standort Aachen auch besonders attraktiv, da die Dichte an Fachkräften aufgrund der räumlichen Nähe zur RWTH Aachen recht hoch ist. In Zukunft sollen die drei Standorte in den USA, Deutschland und China noch stärker miteinander vernetzt werden und die Basis für das zukünftige Geschäft des Elektrofahrzeugherstellers darstellen. Spätestens im Jahre 2017 sollen die in den drei Standorten neu gewonnenen Technologien Elektroautos mit deutlich längerer Reichweite möglich machen. BAIC BJEV will bis 2020 zum weltweit führenden Anbieter für elektrische Fahrzeuge aufsteigen.

Quellen: Wirtschaft Regional (DE), Auto Sohu (CN), 19.09.2015

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10.  Peking: Baubeginn für Chinas größte NEV-Solar-Ladestation

Ende Oktober begann der Bau der bis dato größten Solar-Ladestation für New Energy Vehicles (NEVs) Chinas. Im Pekinger Shijingshan Bezirk im Westen der Stadt starteten die Bauarbeiten an der Ladestation, die nicht nur ihren Eigenbedarf durch Sonnenenergie decken, sondern auch gleichzeitig 80 Elektroautos laden können soll. Realisiert wird das Projekt durch eines der größten staatlichen Stahlunternehmen Chinas, die Shougang Group sowie den chinesischen Hersteller von Ladeinfrastruktursystemen Tellus Power.

Die im Bau befindliche Solar-Ladestation soll nicht nur chinesischen Elektroautomodellen zur Verfügung stehen, sondern auch Elektrofahrzeuge bedienen können, in denen Komponenten nach japanischen oder deutschen Ladestandards verbaut sind. Durch diese hohe Kompatibilität rechnen die Planer mit besonderem Zuspruch für die Ladestation.

Die Shougang Group ist auch an anderen Ladeinfrastruktur-Projekten beteiligt, zusammen mit Tellus Power will das chinesische Stahlunternehmen in Zukunft weitere Ladenstationen und -säulen in Peking errichten. Bis 2017 planen die beiden Partner insgesamt 50.000 Ladesäulen aufzubauen, bis 2020 dann nochmals weitere 100.000. Das gesamte Investitionsvolumen hierfür liegt bei 20 Milliarden RMB.

Quelle: EVtimes, 21.10.2015

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Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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