EMOChina Newsletter | Ausgabe 03/2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe des monatlich, im Rahmen des EMOChina Projekts der German Industry and Commerce Greater China Beijing, erscheinenden Newsletters mit ausgewählten Pressemeldungen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt dient der Unterstützung von deutschen Unternehmen beim Aufbau von Kooperationen und Handelsbeziehungen im Bereich der Elektromobilität in China.

Durch unseren Pressespiegel informieren wir Sie über neue Produktfelder, Wachstumschancen sowie Rahmenbedingungen auf dem chinesischen Markt für Elektromobilität. Unser Team recherchiert täglich nach aktuellen Presseberichten, wählt die relevanten Beiträge aus und bereitet diese thematisch und in kompakter Form für Sie auf.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



In dieser Ausgabe: 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

1. Chinesischer Staatsrat veröffentlicht fünf neue Maßnahmen zur Förderung von NEVs

2. Government Work Report 2016: Fokus im NEV-Bereich liegt auf reinen Elektrofahrzeugen

 

MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

3. Hohe Verkaufszahlen zu Jahresbeginn: NEV-Branche startet besser als im Vorjahr

4. Subventionskürzungen: Produktion von alternativ angetriebenen Kleinbussen und Logistikfahrzeugen geht spürbar zurück

 

INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

5. Carsharing-Modell für Staatsbedienstete startet dieses Jahr in Peking

6. Intelligente Fahrzeuge durch Einsatz neuer Softwarelösungen

7. Microvast entwickelt nicht entzündbare Batterie

 

PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

8. Inbetriebnahme von 200 Elektrotaxis in Taiyuan geplant

9. BAIC BJEV plant 30.000 neue Ladesäulen für Peking in 2016 

10. Changan und Geely kooperieren bei der Produktion von Hybridantrieben

11. Phoenix Contact gründet Tochtergesellschaft in Nanjing

 

 

NEUE STANDARDS UND REGULARIEN

 

1. Chinesischer Staatsrat veröffentlicht fünf neue Maßnahmen zur Förderung von NEVs

Während der wöchentlich stattfindenden Sitzung des Staatsrates unter der Leitung von Ministerpräsident Li Keqiang sind am 24. Februar weitere Maßnahmen zur strukturellen Weiterentwicklung im Bereich der Elektromobilität beschlossen worden.

Obwohl chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen dank einer großzügigen Subventionspolitik der chinesischen Regierung viele Fortschritte bei der Technologieentwicklung gemacht haben und bereits eine große Anzahl an New Electric Vehicles (NEV) absetzen konnten, hat die bisherige Subventionspolitik bei einigen Unternehmen zu einem nur schwach ausgeprägten Wettbewerbsbewusstsein und einer geringen Innovationfähigkeit geführt. Viele Hersteller haben sich in der Vergangenheit ausschließlich auf den schnellen Absatz von Fahrzeugen konzentriert und erhaltene staatliche Subventionen zur Verkaufsförderung verwendet. In den dringend notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde nur wenig investiert. Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass der chinesische Markt für NEVs bisher auf einem niedrigen Niveau stagniert und sich nicht schneller ausbreiten konnte. 

Die vom Staatsrat Ende Februar beschlossenen neuen Maßnahmen umfassen die Bereiche staatliche Subventionspolitik, Forschung und Entwicklung, Produktion, Ladeinfrastruktur sowie Verkaufsförderung. Unterschiedlichste Akteure sowie Interessengruppen werden bei der Umsetzung der Maßnahmen mit eingebunden sein. Für Hersteller sollen dadurch unter anderem vermehrt Anreize geschaffen werden, technologische Verbesserungen und eine strukturiertere Planung der Produktionskette in den Vordergrund zu stellen. Dadurch erhofft man sich einen entscheidenden Schritt hin zu einer gezielteren Stärkung des Wettbewerbsumfeldes. 

Folgende strukturelle Maßnahmen wurden vom Staatsrat beschlossen:

  1. Technologische Fortschritte im Bereich Batterieproduktion 
  2. Verbesserungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur 
  3. Erhöhung des Anteils von NEVs im öffentlichen Personennahverkehr, der Taxibranche, bei der Stadtreinigung sowie in der Logistikbranche. 2020 soll der Anteil von NEVs bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen für Regierungsabteilungen, öffentliche Einrichtungen sowie Stadt- und Regionalverwaltungen 50 Prozent betragen
  4. Erhöhung der Qualität von NEVs durch Standardisierungen, verstärkte Sicherheitskontrollen, Einführung von Schadensersatzzahlungen sowie Marktaustrittsmechanismen 
  5. Verbesserungen in der Subventionspolitik beispielsweise durch Abschaffung von Kauf- und Nutzungsbeschränkungen und bessere Kontrolle im Hinblick auf die Verwendung von Subventionen

Quellen: d1ev (29.02.2016), Tencent Auto (24.02.2016)

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2. Government Work Report 2016: Fokus im NEV-Bereich liegt auf reinen Elektrofahrzeugen

Im Rahmen der beiden Sitzungen der Politischen Konsultativkonferenz (CPPCC) und des 12. Nationalen Volkskongresses (NVK) Anfang März, präsentierte Ministerpräsident Li Keqiang den Arbeitsbericht (Government Work Report) für das Jahr 2016. Mit dem Bericht gibt die chinesische Regierung die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leitlinien für das neue Jahr vor. 

Einen Schwerpunkt legt der Bericht für das Jahr 2016 auf den Bereich Elektromobilität. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sollen gefördert und das Netz städtischer Parkplätze mit Ladeeinrichtungen schneller ausgebaut werden. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Fahrzeugen mit reinen elektrischen Antrieben liegen. Diese stellen bereits jetzt die größte Gruppe unter den NEVs in China dar und sollen auch in Zukunft bei der weiteren Verbreitung eine besondere Stellung einnehmen. Im Rahmen des NVKs wies Ouyang Ming, Leiter der Expertengruppe des „Plan 863“-Projekts zur Förderung von Fahrzeugen mit sparsamen und neuen Energien, auf Wettbewerbsvorteile chinesischer Elektroautomobilhersteller hin und betonte die Vollständigkeit der Produktionskette für Elektrofahrzeuge im chinesischen Markt. Chinas NEV-Branche verbuche zudem im weltweiten Vergleich die höchsten Absätze.  

Bereits vor dem NVK hatten zehn chinesische Ministerien gemeinsam eine „Leitlinie zur Förderung des grünen Konsums“ entworfen. Darin wird gefordert, 10 Prozent der öffentlichen Parkplätze von beispielsweise Behörden, Schulen oder Krankenhäusern mit Ladesäulen auszustatten und neuartige Servicemodelle, wie etwa Carsharing mit Elektrofahrzeugen, zu fördern. Außerdem sollen NEVs in 2016 mehr als 30 Prozent aller neu angeschafften Fahrzeuge von öffentlichen Institutionen ausmachen.

Quelle: Yicai (17.03.2015) 

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MARKTDATEN UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN

 

3. Hohe Verkaufszahlen zu Jahresbeginn: NEV-Branche startet besser als im Vorjahr

Nach einer Untersuchung der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) sind in China in den ersten beiden Monaten in 2016 knapp 38.000 New Energy Vehicles (NEVs) produziert und 35.726 verkauft worden. Im Jahresvergleich liegen die beiden Kennzahlen durchschnittlich 1,7-mal höher. Der Anteil rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge macht dabei 70 Prozent von der Gesamtzahl der abgesetzten NEVs aus, der Anteil der abgesetzten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge liegt bei 30 Prozent. Die Produktionsmenge reiner Elektrofahrzeuge lag demnach bei fast 28.000 Fahrzeugen und damit 2,6-mal höher als noch im Januar und Februar 2015, die Verkaufsmenge übertraf mit 25.000 Fahrzeugen das Vorjahr um das 2,7-fache. Die Anzahl der produzierten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge nahm um rund 60 Prozent auf 10.087 zu, die der abgesetzten Fahrzeuge um 68,5 Prozent auf 10.891 Fahrzeuge. Laut der China Passenger Car Association machten PKWs von allen in diesem Zeitraum verkauften 35.726 NEVs insgesamt 24.000 Fahrzeuge (65 Prozent) aus. 

Trotz dieser Steigerungen im Jahresvergleich sind die Produktions- und Absatzzahlen für Elektrofahrzeuge in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Jahresende 2015 allerdings enorm zurückgegangen. Allein im Dezember 2015 wurden in China 37.000 NEVs verkauft. Für Yao Jie, Vize-Generalsekretär der CAAM, ist diese Entwicklung hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Kürzungen der Fördermaßnahmen von Seiten der Zentralregierung Anfang dieses Jahres in Kraft getreten sind.

Quellen: d1ev (10.03.2016), d1ev (11.03.2016)

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4. Subventionskürzungen: Produktion von alternativ angetriebenen Kleinbussen und Logistikfahrzeugen geht spürbar zurück 

Nachdem Anfang des Jahres Subventionskürzungen der Zentralregierung in Kraft getreten sind, ist die Produktion von elektrisch angetriebenen Bussen mit einer Länge von sechs bis acht Metern stark gesunken. Im Januar wurden lediglich 1.684 Fahrzeuge produziert. Im Februar halbierte sich die Produktionsmenge noch weiter auf 773 hergestellte Busse.

Von 2013 bis 2015 war die Subventionshöhe für Passagierwagen nach Wagenlängen gestaffelt. Reine Elektrobusse mit einer Länge von sechs bis acht Metern konnten von der Zentral- und den Lokalregierungen insgesamt Subventionen von bis zu 600.000 Yuan pro Fahrzeug erhalten. Dieser Förderbetrag überstieg oftmals sogar die gesamten Produktionskosten des entsprechenden Busses. Als Folge der extrem hohen Subventionen für Elektrofahrzeuge dieser Länge, erhöhte sich deren Produktionsmenge enorm: Nachdem im Jahr 2014 lediglich 4.575 Busse hergestellt worden waren, stieg die Produktion im vergangenen Jahr rasant auf 66.000 Fahrzeuge an. Neben dem Produktionsanstieg zeigten sich durch die hohen Subventionszahlungen jedoch auch negative Entwicklungen: Unternehmen erhöhten beispielsweise stark die Preise der Fahrzeuge, fälschten die Absatzzahlen oder bauten Batterien minderwertiger Qualität ein, um dadurch ihren Profit noch weiter zu erhöhen. Die Subventionskürzungen führten in den ersten beiden Monaten 2016 auch zu einem deutlichen Rückgang der Produktionsmenge von elektrisch angetriebenen Logistikfahrzeugen derselben Kategorie: Die Anzahl der produzierten Fahrzeuge sank von 23.581 Ende 2015, um über 90 Prozent auf 409 Fahrzeuge im Januar bzw. 189 im Februar.

Quelle: d1ev (24.03.2016)

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INNOVATIVE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

 

5. Carsharing-Modell für Staatsbedienstete startet dieses Jahr in Peking

Zheng Gang, Geschäftsführer des chinesischen Elektroautomobilherstellers BAIC BJEV, stellte in einem Zeitungsinterview mit der Beijing Youth Daily ein neues Tochterunternehmen von BAIC BJEV vor, das ein Carsharing-Modell mit Elektrofahrzeugen speziell für Beamte der chinesischen Regierung entwickelt hat. Beim Geschäftsaufbau soll auf das Know-how und die Erfahrung von GreenGo, einem weiteren Tochterunternehmen von BAIC BJEV, zurückgegriffen werden, das bereits Carsharing-Modelle für Privatkunden anbietet.  

Laut Zheng haben schon 30 in Peking angesiedelte Ministerien und Behörden das Carsharing-Modell von BAIC BJEV eingeführt. In diesem Zusammenhang richtete BAIC BJEV nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Jahr in Peking rund 1.000 Ladesäulen an 70 Ladestationen ein und stellte ca. 1.300 Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Das neue Modell soll zunächst in Peking vollständig eingeführt und dann chinaweit ausgeweitet werden. In Zukunft sollen so Dienstfahrten von Staatsbediensteten kostengünstiger werden und einen niedrigeren CO2-Ausstoß aufweisen.

Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte soll das komplette System aufgebaut und in Betrieb sein. Dann können Staatsbedienstete über das neue System Elektroautos für dienstliche Zwecke anmieten. Nach einer erfolgreichen Online-Registrierung durch den jeweiligen Beamten der beteiligten Regierungsbehörden, kann das Elektrofahrzeug über ein spezielles Netzwerk für die Fahrt zur Arbeit oder zu Geschäftsterminen reserviert werden.

Quellen: Beijing Youth Daily (11.03.2016), Beijing Evening News (11.03.2016)

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6. Intelligente Fahrzeuge durch Einsatz neuer Softwarelösungen

Auf einer Messe für Elektromobilität in Nanjing hat das chinesische Unternehmen Nanjing Baoxu Information Technology zwei Softwareanwendungen speziell für Elektroroller vorgestellt. Nanjing Baoxu Information Technology ist ein Internetunternehmen, das seit 2013 auch verstärkt in der Elektromobilitätsbranche aktiv ist. Die Vorstellung der beiden neuen Softwareprogramme „Bangdashi“ (dt.: Hilfe vom Meister), eine App für die Überwachung von speziellen Daten von Elektrorollern, sowie “Zhinengbao“ (dt.: intelligenter Schatz), ein Bluetooth-Dienst, über den sich Roller mit dem Smartphone verbinden lassen, um den Austausch der Daten zu ermöglichen, wurden auf der Messe vor allem von Vertretern chinesischer Elektroautomobilhersteller mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, die ihre Elektrofahrzeuge zu intelligenten Fahrzeugen weiterentwickeln wollen. 

Die App „Bangdashi“ lässt sich über Bluetooth mit dem Elektroroller verbinden, ein Internetzugang ist nicht notwendig. Praktisch ist, dass die App selbständig nach Ladestationen für NEVs suchen kann. Außerdem kann sie Störfälle am Fahrzeug erkennen und bei Problemen mit der Elektronik diese sogar selbst beheben. Bei anderen technischen Störungen sucht die App nach einer passenden Werkstatt in der Nähe. Der Bluetooth-Dienst „Zhinengbao“ muss auf dem Elektroroller installiert werden. Daten des Fahrzeugs werden über eine Cloud-Plattform mit dem Smartphone ausgetauscht und sind darüber abrufbar. Mit Hilfe dieser beiden Anwendungen können Elektroroller direkt über das Smartphone überwacht und teilweise gesteuert werden. In der Zukunft sollen diese Softwareanwendungen auch bei Elektroautos zum Einsatz kommen. Mit geringem Aufwand und niedrigen Kosten können diese so künftig zu intelligenten Fahrzeugen transformiert werden.

Quelle: evtimes (11.03.2016)

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7. Microvast entwickelt nicht entzündbare Batterie

Am 19. März stellte die Firma Microvast Power Systems aus dem ostchinesischen Huzhou in der Provinz Zhejiang auf einer Pressekonferenz in Peking eine neue Technologie vor, die das Selbstentzünden von Lithium-Ionen-Batterien verhindern soll. Microvast Power Systems ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von ultra-schnell aufladbaren Batterien mit einer langen Lebensdauer sowie hohem Sicherheitsfaktor. 

Laut Wu Yang, CEO von Microvast, ist es in der Vergangenheit oft dann zu Selbstentzündungen von Batterien gekommen, wenn die entstandene Wärme nicht abgeleitet werden konnte. Da der Elektrolyt in einer Batterie die meiste Wärme freisetzt, entwickelte Microvast eine neue Technologie, bei der ein nicht brennbarer Elektrolyt eingesetzt wird, der auch bei großer Wärmeentwicklung hitzebeständige Eigenschaften aufweist, erläutert Wu. Daneben soll außerdem ein Hochleistungsseparator die Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien garantieren. Li Xiang, CTO bei Microvast, stellte im Rahmen der Pressekonferenz den Einsatz einer hitzebeständigen Membran vor, die sich auch bei 300 Grad Celsius nicht verändert. Herkömmliche PE-Membrane ziehen sich im Vergleich dazu schon bei 130 Grad Celsius zusammen, was zu einem Kurzschluss führen und eine thermische Instabilität zur Folge haben kann. Zusätzlich dazu nutzt Microvast eine sogenannte Smart Thermal Liquid-Technologie (STL) als Isolierung sowie Flammschutzmittel und Wärmeableiter. Sollte in der Batterie doch einmal ein Kurzschluss auftreten, kann diese Technologie das Risiko einer Selbstentzündung erheblich reduzieren, indem am Punkt der thermischen Instabilität eine Flüssigkeit zur Verringerung der Temperatur zum Einsatz kommt.

Quelle: d1ev (20.03.2016)

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PROJEKTE UND KOOPERATIONEN

 

8. Inbetriebnahme von 200 Elektrotaxis in Taiyuan geplant

In der Stadt Taiyuan, Hauptstadt der südwestlich von Peking gelegenen Provinz Shanxi, sollen dieses Jahr 200 Elektrofahrzeuge als Taxis in Betrieb genommen werden. Viele Bewohner Taiyuans begrüßen den Einsatz der Elektrotaxis des Modells BYD e6. Geplant sind zwei verschiedene Modellausfertigungen, eine SUV- sowie eine MPV-Variante. 

Aufgrund des elektrischen Antriebs sind Elektrotaxis im Vergleich zu traditionellen Taxis wirtschaftlicher und effizienter. Für die vollständige Aufladung des Akkus von 20 auf 100 Prozent, mit der man laut Herstellerangaben eine Reichweite von 300 Kilometern erzielen kann, benötigt man lediglich 1,5 Stunden. Ist der Akku komplett entladen, sollen für den Ladevorgang zwei Stunden ausreichen. Das Elektrotaxi kann so über Nacht oder in Pausenzeiten beispielsweise während des Essens, beim Schichtwechsel oder bei längeren Stauperioden zur Hauptverkehrszeit aufgeladen werden. Auf diese Weise lassen sich die Lade- und Fahrzeiten gut über den Tag verteilen. 

Des Weiteren soll in Taiyuan die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verstärkt ausgebaut werden. Im Februar wurde mit dem Aufbau der ersten Ladesäulen im Geschäftsviertel Changfeng, am Hochgeschwindigkeitsbahnhof im Süden und am Stadtmuseum begonnen. Bislang wurden an diesen Orten insgesamt 280 Ladesäulen installiert und in Betrieb genommen. Um den größer werdenden Ladebedarf durch die Einführung von Elektrotaxis zu decken, sollen außerdem bis Ende März voraussichtlich weitere 2.000 Ladesäulen an einer fast 50 Kilometer langen Ringstraße errichtet werden.

Quelle: d1ev (24.02.2016)

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9. BAIC BJEV plant 30.000 neue Ladesäulen für Peking in 2016 

Zhang Yong, Vize-Geschäftsführer des chinesischen Elektroautomobilherstellers BAIC BJEV, rechnet damit, dass sein Unternehmen in diesem Jahr zusätzlich 30.000 Ladesäulen in Peking installieren und in Betrieb nehmen wird. Diese Erwartung begründet Zhang Yong wie folgt: Einerseits müssten, um den Ladebedarf für die von ihm erwartete Anzahl von 35.000 neu verkauften BAIC-Elektrofahrzeugen an Privatpersonen zu decken, insgesamt 25.000 Ladesäulen eingerichtet werden. Zhang geht hierbei von einer Verteilung von 80 Ladesäulen für 100 Autos aus. Weitere rund 10.000 neu abgesetzte Fahrzeuge für die öffentliche Nutzung, etwa als Elektrotaxis oder Fahrzeuge in Carsharing-Modellen, würden Zhangs Ansicht nach zusätzlich 5.000 öffentliche Ladesäulen benötigen – ausgehend von einem geringeren Verhältnis von Ladesäule pro Fahrzeug. Laut Zhang kann der Ladebedarf von zwei Fahrzeugen im öffentlichen Bereich durch eine Ladesäule gedeckt werden. 

Des Weiteren hat BAIC BJEV für Elektrotaxis, die beispielsweise vom Stadtzentrum aus weit entlegene Ziele oder andere Städte anfahren und deshalb eine längere Strecke am Stück zurücklegen müssen, ein Batteriewechselsystem entwickelt. Laut Zhang Yong sollen dafür in Peking 40 Stationen errichtet werden, die jeweils für den Batteriewechsel von 200 Elektroautos ausgelegt sind. Diese 40 Stationen sollen, beginnend ab der zweiten Ringstraße, möglichst gleichmäßig in Peking verteilt sein. Eine endgültige Entscheidung, welche Standorte ausgewählt werden sollen, steht allerdings noch aus.  

Quellen: Beijing Evening News (11.03.2016), d1ev (11.03.2016)

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10. Changan und Geely kooperieren bei der Produktion von Hybridantrieben

Der chinesische Automobilhersteller Chongqing Changan Automobile wird sich für die Entwicklung von Hybridantrieben in einem Joint-Venture mit der Zhejiang Geely Holding Group zusammenschließen. Chongqing Changan Automobile hatte im März des vergangenen Jahres angekündigt, bis zum Jahr 2025 insgesamt 34 New Energy Vehicle (NEV)-Modelle auf den Markt bringen zu wollen - davon 27 Modelle als reine Elektrofahrzeuge und sieben als Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Der Zusammenschluss mit der Geely Holding Group soll der Verwirklichung dieses Plans dienen und vor allem die Entwicklungen der Sparte der Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge weiter vorantreiben. Laut Yang Dayong, Leiter der Produktabteilung von Changan Automobile, will das Unternehmen sowohl den Bereich reiner Elektrofahrzeuge als auch Fahrzeuge mit Hybridantrieb auf den zukünftigen Markt vorbereiten, da derzeit noch ungewiss ist, welche Technologie sich endgültig durchsetzen wird. 

Changan Automobile plant nun gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen mehr als 460 Millionen Yuan in das Unternehmen Corun Hybrid System Technology (CHS) zu investieren, einem in der Provinz Hunan ansässigen Joint-Venture der Corun New Energy und der Geely Holding Group. CHS wurde 2014 mit dem Ziel der Entwicklung von Hybridantrieben und geplanten Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Yuan gegründet. Neben reinen Kapitalinvestitionen von 100 bis 120 Millionen Yuan, wird Changan Automobile auch Technologiebestandteile im Wert von 80 bis 100 Millionen Yuan in das Projekt einbringen. Nach Abschluss der ersten Bauphase der Produktionsstätte soll CHS voraussichtlich im Jahr 2017 mit der Massenproduktion von Hybridantrieben beginnen und eine Kapazität von jährlich 100.000 Stück erreichen. 

Quelle: China Daily (29.02.2016)

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11. Phoenix Contact gründet Tochtergesellschaft in Nanjing

Auf den rasant wachsenden chinesischen Elektromobilitätsmarkt mit steigenden Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen für die private und öffentliche Nutzung, reagiert die Firma Phoenix Contact aus Nordrhein-Westfalen mit der Gründung einer Elektromobilitätsgesellschaft im Reich der Mitte. 

Die Phoenix (Nanjing) E-Mobility Technology ist bereits seit Oktober 2015 offiziell in China registriert und hat nun im Frühjahr 2016 ihren operativen Betrieb aufgenommen. Als Komplettanbieter für E-Mobility-Anwendungen bietet sie auch Produkte des GB/T-Standards, dem offiziellen chinesischen Standard für Elektromobilitätsprodukte an. Diese werden gemeinsam mit der Phoenix Contact E-Mobility in Deutschland entwickelt und bereits heute am Standort von Phoenix Contact in Nanjing produziert. Des Weiteren fertigt das zwanzigköpfige Team in Nanjing auch Batteriewechselsysteme für elektrische Nutzfahrzeuge und betreut OEM-Kundenprojekte direkt vor Ort.

Quelle: innovations report (21.03.2016)

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© German Industry & Commerce Greater China | Beijing

Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des EMOChina Projekts (Laufzeit: April 2015 bis März 2017) der German Industry & Commerce Greater China Beijing, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir informieren einmal im Monat über aktuelle Informationen aus der chinesischen Online Presse zum Thema Elektromobilität in China. Über den Link "weiterlesen" gelangen Sie zur Originalquelle der Meldung.

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