DIHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen 2017 – China bleibt zweitwichtigste Region

11.04.17 AHK China - News-Hauptkategorie, Market Information

„Die Auslandsinvestitionen der deutschen Industrieunternehmen werden 2017 so hoch wie nie zuvor ausfallen“, erwartet Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), vor dem Hintergrund der jüngsten DIHK-Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie“, die der DIHK Anfang April veröffentlicht hat.  Grundlage für die Ergebnisse sind jeweils repräsentative Umfragen der Industrie- und Handelskammern (IHKs) unter ihren Mitgliedsunternehmen. Rund 2.500 Unternehmensantworten aus dem Verarbeitenden Gewerbe dienen als Grundlage.

Auslandsinvestitionen 2017 so hoch wie nie zuvor: Mit der anziehenden Weltkonjunktur steigt auch die globale Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen. Noch mehr Industriebetriebe als im Vorjahr planen Auslandsinvestitionen. Der Anteil der Unternehmen, die im Ausland investieren wollen, steigt auf Rekordniveau. Auch die dafür eingesetzten Budgets entwickeln sich weiter expansiv. Fast jeder dritte auslandsaktive Betrieb plant höhere Ausgaben als 2016.

Die Eurozone gewinnt weiter an Wettbewerbsfähigkeit und wird als Ziel deutscher Auslandsinvestitionen immer bedeutsamer. Die Region war schon zuvor Investitionsstandort Nr. 1 und legte nochmal kräftig zu.

Asien stabil: China und die Asien-Pazifik-Region folgen dem Aufwuchs der deutschen Auslandsinvestitionen im Gleichschritt mit anderen Destinationen. Wie im Vorjahr geben 37 Prozent der Unternehmen an, in China investieren zu wollen. Damit bleibt das Reich der Mitte die zweitwichtigste Region für die Auslandsinvestitionen deutscher Industriebetriebe. Vor wenigen Jahren – 2011 bis 2013 – war China die Nummer eins der Auslandsinvestitionen. 2016 ist der Anteil unter anderem in Folge der Finanzmarktturbulenzen und des nicht mehr ganz so dynamischen Wachstums deutlich gesunken, verbleibt aber auf einem immer noch hohen Niveau. Die chinesische Mittelschicht wächst, Löhne steigen. Dadurch verlieren Kostenaspekte an Bedeutung, gleichzeitig steigen die Chancen für den Absatz hochwertiger Konsumgüter. Doch wollen die Unternehmen weniger in Produktionsstätten investieren. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Vertrieb und Service, bei dem die Investitionsvolumina erfahrungsgemäß geringer ausfallen. Die chinesische Volkswirtschaft wächst derzeit mit stabilen Raten. Getragen wird die Entwicklung jedoch von massiven staatlichen Stützungsmaßnahmen, wie Infrastrukturinvestitionen und einer sehr lockeren Kreditvergabepolitik der Banken. Die vor Ort aktiven deutschen Unternehmen sehen in der Rechtssicherheit und in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zunehmend ein Risiko. So berichten sie beispielsweise von Benachteiligungen bei öffentlichen Ausschreibungen. Außerdem nehmen die Sorgen um die Entwicklung der Lohnkosten zu. In anderen asiatischen Ländern oder der Pazifik-Region plant unverändert jedes vierte Unternehmen, das im Ausland investieren will, ein Engagement. 

Sie finden die aktuelle DIHK-Umfrage „Auslandsinvestitionen 2017 so hoch wie nie zuvor“ mit allen Details hier zum Download.

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